CHRISTIAN SCHULZ "Was war und ist in Kneipen los?"
Shownotes
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00:00:00: Bei meiner Schwester hat das Bier damals, glaube ich, fennig gekostet.
00:00:05: Runter vom Sofa rein in die Kneipe.
00:00:07: Arsch muss sich an den Arsch schreiben.
00:00:08: Telefon klingelt und dann schalt es zwanzig Stimmig... Ich bin nicht da!
00:00:15: Also der Zapfer war ja da, wenn die hier ... Das waren ja heilige Leute im Dixi, die Pinte
00:00:20: usw.,
00:00:21: Siegerfelde.
00:00:22: Der Zapf war ein Gott.
00:00:24: was machen jetzt Leute?
00:00:26: Die einsam sind?
00:00:28: Damals sind die tatsächlich in unsere Kneipen gekommen.
00:00:32: Aber das Grundthema ist doch eigentlich Boy Meets Girl.
00:00:41: Liebe gewonnen, liebe verloren!
00:00:44: Ich pack' das und ich kann das.
00:00:46: Dann wird er ja schon mal mit dir gestunken...
00:00:49: Und ich gehe auch gerne in den Kneipern.
00:00:52: Let's Meet der Kneippen-Podcast.
00:00:56: Herzlich willkommen!
00:00:57: Der Kneipen-Podcast ist zurück nach längerer Pause.
00:01:00: Ich muss ja gestehen, seit Februar habe ich hier keine Folge mehr online gestellt weil einfach zu viel los war und manchmal verliert man sich in anderen Dingen.
00:01:09: aber jetzt soll es mit vollem Elan losgehen.
00:01:11: Ich hab mir schon so einige Gäste für die nähere Zukunft zurecht gelegt sage ich jetzt mal.
00:01:16: und weil das heute die zwanzigste Folge ist von diesem schönen kleinen Kneippen Podcast, habe ich mir gedacht wir machen heute Mal das Thema Kneipe und was vielleicht ein bisschen Nostalgie hervorruft.
00:01:30: Das Thema Kneipen sterben in Deutschland, weil es sind tatsächlich deutlich weniger geworden die letzten Jahre und die letzten Jahrzehnte.
00:01:38: Und dazu habe ich mir einen Gast eingeladen der besser nicht passen könnte ist ein Berufskollege von mir allerdings schon ein wenig älter als ich.
00:01:47: also er hat kann weiter zurückblicken in die Geschichte der Kneippen herzlich willkommen.
00:01:51: Christian Schulz ist Chef Inhaber vom Seekrug mittlerweile mit seinen beiden Söhnen zusammen, mit Jan und Hauke.
00:01:59: Aber so ganz aus dem Geschäft zurückgezogen hat er sich ... Mit seiner Frau Rita glaube ich noch nicht oder Christian?
00:02:05: Nee, ich glaube das geht auch solange man so noch was Vernünftiges machen kann.
00:02:11: Das ist ja schon mein Leben gewesen und sind halt der Sache noch sehr verbunden.
00:02:18: Wäre etwas anderes wenn dass jemand anders weitermachen würde dann würde ich, glaube ich dann einen Cut machen und wer vielleicht auch gar nicht mehr im Biele fährt weiß ich nicht.
00:02:27: Aber so ist das schon ganz okay.
00:02:29: Ja also es ist ja auch ein Prozess.
00:02:31: So was sage ich an die nächste Generation weiterzugeben da geht's ja nicht von einem Tag auf den anderen sondern klar sind deine Söhne irgendwie zwischen den Tickenstühlen groß geworden.
00:02:39: aber es ist trotzdem ein Prozesse oder?
00:02:41: Definitiv definitiv!
00:02:44: Auch alleine war alles so an formal juristischen Dingen.
00:02:49: wir haben eine neue Firma gegründet.
00:02:53: Das lass uns aber ausglammern, weil das schlafen und die Leute hier ein.
00:02:57: Mir war das einfach kein Bock macht.
00:02:59: Das
00:02:59: andere macht Bock.
00:03:01: Das Andere macht Bock so?
00:03:01: Das Alltagsgeschäft kreativ sein, Dinge organisieren
00:03:05: usw.?
00:03:06: Das
00:03:06: war immer eine Geschichte... Wir machen das dreizig Jahre und da gab es ja Höhen- und auch Tiefen.
00:03:16: gerade am Anfang gab es Tiefen.
00:03:19: Da will ich jetzt gar nicht weiter so drauf eingehen, weil das Seekur-Geschäft ist schon ein sehr spezielles.
00:03:23: Das hat mit Kneipen eigentlich auch nichts zu tun.
00:03:25: aber egal jedenfalls immer wenn's richtig taff wurde dann bin ich eigentlich runtergegangen und hab entweder im Café oder in einer Remise gearbeitet mit Leuten und dass hat mich wieder geerdet.
00:03:41: und wenn alle diese Hintergrundgeschichten unangenehm waren, dann war das so das reale Leben und das war schon geil.
00:03:50: Dann hast du also wieder gemerkt okay dafür mache ich das ganze?
00:03:52: Dafür machen wir das ja und wir sind halt mit Menschen treiben uns an.
00:03:59: Dazu muss man sagen, wer den See guckt nicht kennt.
00:04:01: Ich bin in Bielefeld werden die meisten kennen.
00:04:03: Der ist am Obersee ein Ausflugslokal ziemlich groß.
00:04:06: Ihr habt auch eine große Beach-Dühne Die Salitos-Düne Dahinter mit Beech Volleyball und Co.
00:04:12: Dann habt ihr ne Remise.
00:04:13: Und vor allem an sonnigen Tagen Wenn die Leute alle spazieren gehen um den Obersee Die kommen ja alle zu euch.
00:04:20: Das ist so.
00:04:21: Ihr habt da nicht direkt daneben das nächste Ausflugslokal.
00:04:25: Wir zwingen sie quasi durch unsere Anwesenfalt.
00:04:29: Gut, wir wollen aber natürlich in deine Biografie auch ein bisschen einsteigen und ich habe mir jetzt angewöhnt in den letzten Folgen auch schon so entweder oder Fragen.
00:04:37: So fünf sechs am Anfang zu stellen das klingt erstmal banal Aber so ein bisschen lernt man die Personen darüber auch kennen.
00:04:44: Ich fang einfach an.
00:04:45: ich sag dir zwei Dinge und du sagst welche mehr zu dir passt.
00:04:49: Erste wer Pizza oder Schnitzel?
00:04:54: Schwer beides
00:04:56: Beides geht auch.
00:04:58: wein oder Bier Weder noch.
00:05:02: Ich
00:05:02: bin der einzige Kneiper, der keinen Bier macht.
00:05:06: Das können wir separat darüber reden.
00:05:11: Hör auf!
00:05:13: Bleibst du bei Limonade?
00:05:16: Nein, das hat auch überhaupt nichts mit Alkohol zu tun oder nicht.
00:05:22: Aber ich mag nix Bitteres.
00:05:27: Darum trinke ich kein Kaffee.
00:05:28: Also
00:05:29: ich
00:05:29: glaube der ist, außer mir gibt es noch drei andere Deutsche die keinen Kaffee trinken und so ist das mit dem Bier auch.
00:05:37: Okay also dann stelle ich mir vor dass du dir eher einen süßen Cocktail machen lässt.
00:05:43: Mineralwasser Apfelschorle... Ich habe jetzt zum Beispiel auch mal alkoholfreien Wein probiert fand ich auch relativ spannend.
00:05:53: Zu Wein hab' ich auch keinen Zuhang.
00:05:55: A bin ich ja Ostfest-Fahle Und und ja, da gibt's mal so ein paar Rotweine die ich mache weiß weil mach' ich gar nicht.
00:06:03: Also
00:06:04: Schwierig.
00:06:05: Aber man merkt schon du bist dem Alkohol nicht so zugewandt was für jemanden der in einer Gastro ist durchaus positiv ist.
00:06:11: also dadurch bist du auch schon wahrscheinlich seit vielen Jahrzehnten erfolgreich.
00:06:16: Das hat mit der Familiengeschichte zu tun.
00:06:19: Also das ist eine ganz persönliche Sache Ja aber das is Aber aus dieser Schiene bin ich eigentlich nie drin gewesen.
00:06:30: Es gibt natürlich viele negative Beispiele von Leuten, die in meinem Alter sind und sich wirklich totgesoffen haben.
00:06:38: oder also Kneipenwerte werden nicht besonders alt.
00:06:45: Gehört auch zur Wahrheit!
00:06:46: Jetzt diese nächste Frage ist einfach für dich.
00:06:48: Fußball oder Tennis?
00:06:50: Fußball
00:06:51: Ganz klar, ne?
00:06:52: Verretz uns dein Lieblingsverein.
00:06:54: Ja, der magische FC von nineteenhundertzehn in Hamburg am Milantor.
00:07:00: Nicht die schwarz-weißblauen sondern die anderen?
00:07:03: Ja dass die schwarzwals blauen ist ja da so eine Geschichte.
00:07:07: also HSV habe ich eigentlich auch nichts besonderes gegen.
00:07:11: nein gar nicht.
00:07:13: Du bist kein Hassfan der den anderen Verein hasst oder sowas.
00:07:16: Gott
00:07:16: bewahre!
00:07:18: Und Aminia Sympathien hast du natürlich auch.
00:07:20: Natürlich
00:07:21: Hemd oder T-Shirt?
00:07:24: T-shirt
00:07:25: T-Shirt, eher locker unterwegs.
00:07:27: Und jetzt E-Auto oder Verbrenner?
00:07:31: Britt seid ihr!
00:07:32: Würdest du
00:07:33: auch komplett auf E umsteigen?
00:07:34: Ich scheine hier echt der FDP-Wähler zu sein.
00:07:37: Nicht fisch, nicht fleisch... Ja, Hauke hat jetzt eine E-AUTO und habe ich gar kein Problem mit.
00:07:46: Urlaubstechne Strand oder Berge?
00:07:48: Strand
00:07:49: Heißt du bist gerne oben an der See, einer Nordsee.
00:07:52: Er ist im Norden am Strand oder auch im Süden?
00:07:54: Ja diese Nordgeschichte, da können wir extra Podcast übermachen.
00:08:00: Da müsste ich mal mit Tim vom Radio machen und dann müsste man mal eine Langeroog-Geschichte machen.
00:08:05: Der hier Radio Bielefeld, Tim Donsbach.
00:08:09: So heißt er!
00:08:10: Grüße gehen raus an Tim Donnsbach.
00:08:13: Der ist ein großer Langerook-Fan und macht da glaube ich auch irgendwie immer wieder.
00:08:18: Kennt er die Geschichten aus der Zeit, wo er noch nicht geboren war?
00:08:23: Ja.
00:08:23: Das ist ja das, was es auch so spannend macht jetzt über das Thema Kneipen zu sprechen und natürlich gehört da auch dazu mal ein bisschen herauszufinden wie du zu dem Ding gekommen bist.
00:08:34: Gastronomie also Du bist ja Bad-Ünhausender wenn ich das richtig weiß, ne?
00:08:38: Ja, ja.
00:08:39: Bad-Öhnhausen wann bist du geboren?
00:08:41: in...
00:08:42: Achtundfünfzig.
00:08:43: Achtunfünftig das heißt Ich habe ja mal ein bisschen recherchiert, als Journalist ist man in allen möglichen Themenfeldern unterwegs.
00:08:49: In Bad Oenhausen waren ganz viele britische Soldaten, glaube ich.
00:08:52: Hast du da Kindheitserinnerungen, dass sie überall waren?
00:08:55: Ja also wir waren das Hauptkort hier der British Army of the Rhine.
00:09:01: Wir haben richtig einen White House gehabt.
00:09:03: Das war der Regierungssitz.
00:09:06: Ich habe jetzt leider vergessen, in welchen Jahren das war.
00:09:09: Die sind später dann nach Rhein-Dalen umgezogen.
00:09:12: Das bei München Gladbach glaube ich?
00:09:13: Genau!
00:09:15: Für Bad Önhausen wirklich spannend weil die Innenstadt ist nicht bombardiert worden und die war dann schon vorgesehen eben als Hauptquartier Und das ist auch eine ganz wichtige Geschichte.
00:09:29: Bei der Önnausaliege zwischen zwei, die City zwischen zwei Bahnlinien und da ist dann abgesperrt worden.
00:09:35: Das war verbotene Zone für Deutsche.
00:09:37: Die durften ja nur rein um die Buden sauber zu machen.
00:09:39: für die Tommy's mussten alle raus.
00:09:41: also Auch tolle Geschichte.
00:09:43: Aber die Deutschen hatten ja Jobs auch durch die britische Armee und es gab glaube ich eine ganz schöne Immobilie, wo sie dann ihr Hauptquartier einrichten konnten?
00:09:50: Aber
00:09:51: hallo!
00:09:52: Das war eine schöne Villa an der Schützenstraße.
00:09:57: Und dann ist der kleine Christian sozusagen in den Sechzigern da als Kind rumgerannt.
00:10:01: Hast du da schon Erinnerungen... viele Gaststätten überall waren.
00:10:07: Ja, weil das war einfach so meine Eltern.
00:10:10: Wir haben gegenüber einer Gaststätte gewohnt und hatten da auch ... Das war der Wirt, den nannte ich Onkel Erwin und Tante Grähte.
00:10:22: Da gab es also eine Superbindung.
00:10:26: Wie heißt das heutzutage?
00:10:27: Der dritte Raum
00:10:30: oder
00:10:30: was Drittes Wohnzimmer?
00:10:32: Oder für meine Eltern fast
00:10:34: das Ernst?
00:10:34: Wohnzimmer der Gesellschaft könnte man sagen.
00:10:36: Ja,
00:10:38: da passierte das Leben und mein Vater war auch so ein geselliger Typ und die saßen da drüben halt und da wurde gequatscht, da wurde ja alles geregelt.
00:10:53: Mein Vater war ein kleiner Geschäftsmann, hatte eine Obst- und Gemüsehandel und dann musste er im Prinzip damals auch in den Schützenverein.
00:11:02: Und der Schützenverein traf sich da und da wurden die Dinge geregelt.
00:11:08: Das ging nicht über Telefon- und irgendwelche komischen Social Media oder weiß
00:11:15: ich was, eine ganz andere
00:11:16: Zeit.
00:11:17: Du übrigens ernst?
00:11:20: Ich habe hier so eine Lieferung gekriegt.
00:11:23: Kannst du die nicht brauchen?
00:11:24: Aber Mensch Gerd mein Vater, du brauchst doch noch einen Regal für deine Sachen vor der Tür, dann lass uns mal schnacken.
00:11:36: So lief
00:11:37: das?
00:11:37: Und das war auch geil!
00:11:39: Würdest du sagen dass deine Eltern und andere aus der Nachbarschaft quasi mehrmals die Woche da waren?
00:11:45: Aber
00:11:45: definitiv.
00:11:46: Definitiv.
00:11:49: Es ist ja nicht nur der Schützenverein, der sich da trifft sondern wahrscheinlich Fußballvereine und das gehörte einfach zum Leben.
00:11:54: Männergesangverein usw.. politische Geschichte, fast ob der Schützenverein jetzt da in der Weservorte verkehrte oder bei Stiepelmann gab es dann noch und so.
00:12:08: Also das ist wenn wir jetzt meine Straße lang fahren, wir beide, ne?
00:12:12: Dann waren da zu der Zeit bestimmt sieben acht Kneipen!
00:12:17: Und jetzt heute keine Einzelne.
00:12:21: Das sagt ja schon vieles aus.
00:12:23: Ich habe auf jeden Fall auch einige Zahlen mal rausgesucht, die werde ich gleich noch vortragen und... ...ich hab' auch ein paar Audiosnippets von einer ganz spannenden Doku, einen wie man sagen würde YouTube-Gold, aus... ...von neunzehundert siebensebzig.
00:12:36: da habe ich dir ein bisschen was mitgebracht.
00:12:38: das spiele ich dir gleich mal vor weil es ist wirklich eine Beobachtung in einer Kneipe der Horstkotte Dornberg, Großdorenberg bei Bielefeld.
00:12:47: Da kommen wir gleich zu.
00:12:48: aber das geht schon in die Richtung was du gerade beschreibst.
00:12:51: da bin ich mal gespannt wie da deine Erinnerungen hochkommen wenn du gleich dir diese diese Audios einmal anhörst die ich rausgesucht habe.
00:12:59: Was ich jetzt aber erstmal noch wissen möchte von dir Du bist also schon als Kind damit in Berührung gekommen und hast dann wahrscheinlich deine Schule gemacht.
00:13:06: Was war denn nachdem du mit Schule fertig warst?
00:13:09: Und so was war der Plan?
00:13:11: Ich muss noch mal wieder ein bisschen ausholen.
00:13:14: Also meine Eltern haben eigentlich keine Gaststätte gehabt, die waren aber Festwerte auf dem Schützenfest und da habe ich noch so wahnsinnig tolle Kindheitserinnerungen.
00:13:26: Damals wurde übrigens ... Die Bierkühlung wurde mit Stangeneis gemacht.
00:13:34: Da weiß ich gar nicht was das ist?
00:13:35: Ja!
00:13:35: Das kann ich mir vorstellen, aber darum bin ich ja da.
00:13:39: Ich habe ja ein Bildungsauftrag heute.
00:13:40: Ja genau auf jeden Fall deswegen bist du hier.
00:13:42: Also pass auf!
00:13:44: Stangeis wurde in der Eisfabrik gemacht.
00:13:46: wie das gemacht wurde weiß ich auch nicht.
00:13:48: Das waren so ungefähr.
00:13:49: die waren so fünf zwanzig dreißig Zentimeter mal dreißzig Zentimeter und dann war das Stangen von einem Meter und zwanziger Länge ungefähr.
00:14:00: Die wurden gebracht, da hatten die Arbeiter so spezielle Zangen und dann schleppten sie über ein Zeltboden.
00:14:07: Und dann kamen die beschlagene Thron, die so isoliert waren.
00:14:12: Und Vater hatte einen Eisbickel und machte da kleine Stücke von ... Das war so eine ... Da hab ich jetzt noch das Bild vor Augen in dem heißen Zelt wie dieses Eis kam.
00:14:24: Also das waren meine Eltern.
00:14:26: Dann haben beide Schwester meiner Mutter hatten Gaststätten in Bad Önhausen einen Tanz-Dink und ein bayerisches.
00:14:39: Wo übrigens auch viele Soldaten verkehren.
00:14:42: Die waren ja ein Wirtschaftsmotor, die haben gesoffen und ihren Sollt den haben sie da in der lokalen Wirtschaft gelassen?
00:14:51: Mein Onkel Max hatte allerdings eher mit mit den Offizieren zu tun.
00:14:56: Also das war jetzt nicht so.
00:14:57: dieses, was man so kennt hier... So
00:14:59: Hau drauf und Schluss und Call the MP oder Out of Bounce, das gab es dann nicht.
00:15:04: Es ging gesittet dazu!
00:15:06: Gab's
00:15:06: auch alles.
00:15:07: aber da hatten meine Leute dann nicht so viel mitzutun.
00:15:12: Ja also das war der Anfang meiner Geschichte und dann hat meine Schwester dann auch noch eine Gaststätte aufgemacht und da habe ich dann mit zwölf Jahren gearbeitet.
00:15:22: Das war da engs in Löhne.
00:15:24: Mit zwölf hast du schon in Gaststätten irgendwie bist du rumgerannt.
00:15:29: Ja, das
00:15:30: war doch spannend.
00:15:31: Was waren denn die Alternative am Wochenende?
00:15:33: Da konnte ich jetzt natürlich Viku Toyani und den goldenen Stuss gucken.
00:15:38: Klar!
00:15:39: Aber das war auch spannend bei meiner Schwester da zu helfen.
00:15:42: Ich bin dann spät, abends bin ich da auch nicht mehr rumgerannt aber... ...ich habe da dann in der Küche so ein bisschen geholfen.
00:15:51: Super spannend, als Blöde alleine zu Hause zu sitzen.
00:15:54: Aber
00:15:54: man muss ja sagen deine Schwester hat dann wahrscheinlich auch schon recht jung einen Laden aufgemacht ne?
00:15:59: Eine Kneipe oder...
00:16:01: Ja obwohl die war da, die ist ja elf Jahr älter als ich.
00:16:04: Okay
00:16:05: also so dreiundzwanzig sagen wir
00:16:07: mal.
00:16:07: Also das musst du als siebzig gewesen sein und dann war ich lieber bei Marianne und Wolfgang.
00:16:13: Schwester Marianne
00:16:15: mit
00:16:15: Mann-Wolfgang und die war beide so ja dreiund zwanzig
00:16:21: Und haben
00:16:21: eine Kneipe
00:16:22: und einen Gaststättebetrieb.
00:16:24: Ein Löwenbräu,
00:16:26: war der Bierpartner
00:16:27: oder?
00:16:28: Ja genau.
00:16:29: Interessant!
00:16:31: Wie ging es dann für dich weiter?
00:16:32: also in manchen Kreisen sagt man ja auch wer nix wird wird wird.
00:16:36: das hört man ja sogar heutzutage noch.
00:16:38: wurde dir das auch gesagt?
00:16:39: oder hat man gesagt so Christian wäre doch auch Gastronomen.
00:16:41: also Heutzutag gesagt man ja eher so Mach bloß keine Gastronomie irgendwie, das ist ein sauschwieriges Feld.
00:16:47: Tut dir das nicht an?
00:16:48: Das ist ein Risiko in den ersten drei Jahren machen.
00:16:50: Achtzig Prozent der neuen Läden wieder zu und all sowas.
00:16:54: Das war damals noch nicht der Schnack.
00:16:55: Also diese drohende Pleite war damals nicht so der Schnak.
00:17:03: Aber ja, das war mir in die Wiege gelegt.
00:17:07: Offensichtlich.
00:17:10: Also ich hab die ersten Fünfzig D-Mark damals in der Nacht beim Schützenfest verdient.
00:17:17: Das brächt schon so ein bisschen und ... Nee, ich habe dann ganz normal, ich hab Abi gemacht Ich hab dann auch noch ein bisschen studiert Geschichte und Pädagogik Wollte aber eigentlich nie Lehrer werden und dann hast du eigentlich keine anderen Chancen, als mit einem Geschichtsstudium jetzt noch schon List werden können.
00:17:41: Ja
00:17:43: quasi so beides ne Kneiper und Journalisten.
00:17:47: Und wie lange hast Du Geschichte studiert?
00:17:50: Ich habe tatsächlich drei Semester durchgehalten Das Latein Da-Flicht war.
00:17:55: das hat mich ein bisschen verschreckt.
00:17:56: deswegen hab ich damit wieder aufgehört.
00:17:59: ja guck mal ja geil ja.
00:18:02: und dann Da hab ich Zivilins gemacht und dann habe ich über einer Kneipe gewohnt.
00:18:09: Und da gab es keinen Pech da mehr, das ist so reingerutscht.
00:18:15: Die Kneipe hat dich gefunden?
00:18:17: So to say ja.
00:18:19: Krass!
00:18:20: Und Taxifahrer warst du auch mal, hab' ich gehört von dir?
00:18:22: Taxifahrer
00:18:23: war ich mit großer Freude, Kutscher auf Langeoog... Okay.
00:18:28: Also für Touristen
00:18:29: Nee, ich hab nur Sachen gefahren.
00:18:32: Richtig
00:18:33: mit Zossen davor?
00:18:34: Ja
00:18:34: ja diese Hüsagen und Brrrr...
00:18:38: So einfach ist das!
00:18:39: Ja doch
00:18:40: das ist klar.
00:18:41: Also unsere Lotte, das war das Pferd was wir am Anfang hatten die brauchte mich auch gar nicht.
00:18:48: Die kannte
00:18:49: den Weg.
00:18:49: Und wenn sie dann gemeint hat jetzt Jetzt hör mal auf, hier zu quagen mit den Bäckermädchen da.
00:18:57: Ich geh schonmal zum Schlachter!
00:18:58: Dann ist die schon mal sehr lustige Geschichten.
00:19:01: Können wir einen Podcast von
00:19:02: machen?
00:19:02: Zum Schlachtern?
00:19:04: Ja, auf Langhoch.
00:19:05: Nein doch nicht, was du meinst...
00:19:09: Ihr musstet da was abholen.
00:19:11: Natürlich,
00:19:11: ja klar wir haben ja eingekauft für zweihundert Leute im Zeltlage des Landes Sportbund Ilersachsen.
00:19:17: Wahnsinn!
00:19:18: Was für ein buntes Leben.
00:19:19: also ich hätte mir in alle möglichen könnte man jetzt überall abbiegen und es wäre wahrscheinlich hochspannend.
00:19:23: aber du bist dann...
00:19:24: Karussells habe ich auch noch auf- und abgebaut.
00:19:26: So auf Jahrmärkten oder so?
00:19:28: Ja Bounce Bounce beim Rehoi Markt Zeitungen ausgetragen in diesem Wahnsinns Winter, wo das der Schnee höher war als mein Auto.
00:19:35: Und
00:19:35: teilweise so Strommasten abgeknickt sind?
00:19:37: Ja
00:19:37: genau ja.
00:19:39: Kenne ich nur aus Archiven.
00:19:40: aber das muss wirklich ein Wahnsins-Winter
00:19:42: gewesen sein.
00:19:45: Da hast du neben der Schule gemacht, da hast du nehmen im Studium gemacht.
00:19:48: Aber irgendwann wurde das Leben auch mal bisschen ernster und Du musst es wahrscheinlich dann auch entsprechend Geld ranbringen.
00:19:55: oder
00:19:56: Ernst?
00:19:56: Ernst wurde mein Leben erst als Hauke geboren worden.
00:19:59: Aber das ist nicht das Thema.
00:20:00: Nee, ich hab das ... Das war eine Riesenspielwiese, die ganze Kneiperei.
00:20:07: Und wir haben auch so leicht
00:20:09: Geld verdient in den Achtzigern.
00:20:11: Ich
00:20:12: treffe ja die Biervertreter, die auch schon seit Jahrzehnten im Geschäft sind und sagten auch Boah es gab Spesen!
00:20:18: Wir sind irgendwie Aus Oktober festgefahren, da wurde das Geld rausgehauen.
00:20:22: Weil der Rubel hat gerollt die Leute haben Bier getrunken ohne Ende und... Wir
00:20:27: haben alle richtig Geld verdient.
00:20:29: Also du saßst über der Kneipe irgendwie?
00:20:31: Und die Kneipe gehörte irgendwann dir oder...?
00:20:34: Die habe ich gepachtet!
00:20:35: Das war dann aber auch nicht lange.
00:20:38: Dann bin ich nochmal nach Önhausen gegangen mit so einem kleinen Pizza-Imbiss und Krepp.
00:20:47: Ja doch, dann wurde es auch schon ein bisschen ernst da mit dem Pflaumenbaum.
00:20:51: Genau das ist dein neues Kapitel.
00:20:52: aber die Kneipe, die du damals hattest war das so eine richtige Kneipe also Zapfähne irgendwie gab ein bisschen was zu snacken vielleicht und ansonsten wird Karten gespielt oder geknobelt?
00:21:01: Im Nebenzimmer Billard und Kicker.
00:21:04: ja so ein Ding war das für junge Leute.
00:21:07: und da wo ich auch richtig Tegengeschäft hatte, wo ich mit den Leuten kommuniziert habe oder die Leute mit mir.
00:21:14: Du bist ja hinter der Theke so eine Art Moderator, das kennst du doch?
00:21:17: Moderator und Sozialarbeiter Psychologe.
00:21:21: also hier sind auch schon Leute in Tränen ausgebrochen
00:21:24: wegen den Preisen.
00:21:27: Gut, für die Preise heutzutage können wir irgendwie nicht so viel.
00:21:30: Also die Leute denken ja mal, dieses Arsch irgendwie hebt die Preisen.
00:21:33: Aber das machen ja alle!
00:21:34: Nein
00:21:34: nein, ich wollte das nicht... Ich weiß ganz genau was du meinst.
00:21:39: Die schütten dir dein Herz aus.
00:21:41: Was kostet bei euch denn da?
00:21:42: Nicht
00:21:42: deinen Herz sondern
00:21:44: ich.
00:21:45: Aber nochmal kurz gefragt, was kostet ein halber Liter Bier?
00:21:49: Da bin ich sogar noch zwanzig Cent drunter, aber das sind die Preise heute.
00:21:53: So ist es halt.
00:21:54: Kann man in Tränen ausbrechen so?
00:21:56: Aber du hast es ja schon gesagt ... Ich meine natürlich diese Zwischengespräche über den Tresen und so.
00:22:02: Das muss man auch manchmal aushalten.
00:22:04: Man muss es auch können.
00:22:06: Es kommen ja jeden Tag neue Leute, die haben wieder ein anderes Problem.
00:22:09: Ja, da war bei mir jetzt da ein Go-Feld auf dem Kaff leider nicht das Problem, sondern da kam immer dieselben.
00:22:15: Achso!
00:22:16: Stoppen Gäste
00:22:17: Und haben mir immer dieselbe Geschichten erzählt.
00:22:19: Das war tatsächlich ein bisschen ermüdend.
00:22:24: Ja, ich kenne das noch früher auch vom Handball.
00:22:26: Wir haben uns immer nach dem Training in der Penne getroffen, den Enger und da saßen auch immer die gleichen Typen am Tresen Und der Kneiper dahinter und du wusstest es eigentlich damals schon.
00:22:35: Wenn der stirbt oder wenn er aufhört dann macht die ganze Kneipe zu.
00:22:39: Das wusste man damals auch schon.
00:22:41: Da waren so Leute da wusste Man okay dass Bürgergeld oder damals Arbeitslosengeld Oder wie auch immer oder Die Rente die geht direkt an den Kneipa und So.
00:22:49: damit hat er sich durchgehangelt.
00:22:51: ja vielleicht ist das gerade ein gut guter Punkt, um mal einzutauchen.
00:22:55: Ein bisschen Kneipenfieling... Wir sind ja jetzt gerade hier außerhalb der Geschäftszeiten wenn ich meinen Podcast aufnehme.
00:23:01: aber wie ich schon erwähnt hatte gibt es diesen wunderbaren Film Verlängerung am Tresen.
00:23:08: Den kann ich dir auch ans Herz legen, dauert eine dreiviertel Stunde.
00:23:11: Gibt's auf YouTube?
00:23:11: werde ich auch in die Show Notes verlinken?
00:23:14: Der wurde damals gemacht vom ZDF und zwar von dem legendären Fernsehautor Michael Palme.
00:23:20: Ich weiß nicht ob er dir noch was sagt Aber Michael Palme, wenn er den Googles wisse.
00:23:27: Und die waren tatsächlich in der Horstkotte in Groß-Dornberg, und haben einfach beobachtet.
00:23:35: Die müssen ganz oft da gewesen sein.
00:23:38: Halt dich fest, in Dornberg war gerade frisch eingemeindet.
00:23:43: Nach Bielefeld haben zwölf tausend Menschen gelebt damals, und wie viele Gaststätten gab es?
00:23:48: Was würdest du schätzen?
00:23:50: In den Siebzigern!
00:23:52: Wie viele Leute waren da?
00:23:53: Zwölftausend.
00:23:54: Zwölftausend, oder gab's reichlich in den Siebzigern?
00:23:57: Ja.
00:23:58: Fünfundzwanzig?
00:23:59: Bist du drüber?
00:24:00: hast du wirklich sehr optimistisch geschätzt?
00:24:01: es waren fünfzehn aber aus heutiger Sicht würde man denken kanns ja froh sein wenn es noch eine gibt und die Horstkotte da waren.
00:24:10: die Renate war da die Kneiperin Und das ist so wie du beschreibst.
00:24:14: renat und Günther mit ihren Kindern wohnten über der Kneipe die Kinder nur in der Kneippe die Hausaufgaben sogar gemacht Und da ging dann der Tuspe Dornberg vor allem ein und aus.
00:24:26: Ich spiele dir mal einen Ding ein, das ist quasi von dem Kommentar aus dem Film.
00:24:31: Vielleicht beschreibt das auch etwas was du so weit bestätigen kannst?
00:24:36: Der Schlachter Kurt, Erich und der Eisenherrter Walter hier wo jeder jeden duzt ganz gleich ob Autolackierer oder Rechtsanwalt Hier ist man Stammgast.
00:24:46: Die Stamm Gäste waren dort... eigentlich fast jeden Tag kann man sagen.
00:24:52: Die haben alle möglichen Berufe gehabt, also wirklich wie im Fußballstadion von Handwerker rauf bis zum Richter und das muss ja in den Kneipen die du aus Kindheitstagen kennt.
00:25:07: oder deine erste Kneipe war das ähnlich?
00:25:09: Definitiv!
00:25:11: Mir saß ein sehr sehr wohlhabender Mann vor mir.
00:25:15: Er hat dann Schnaps oder was er genau bestellt hat, im Pinchen jedenfalls.
00:25:21: Christian macht richtig voll das Glas!
00:25:23: Das geht nicht kaputt.
00:25:26: Das sind die Sprüche, die du wahrscheinlich jeden Tag hast.
00:25:30: Der hatte richtig Kohle der
00:25:31: Wursche.
00:25:33: Thema Stammgäste gibt's einen den beschreiben sie auch in dieser Doku da spiel ich dir auch einmal vor.
00:25:45: Renate bringt ihm unaufgefordert das nächste Bier, ein Schweiger.
00:25:50: Der sitzt schweigend an der Theke und Renate kennt ihn und wenn er das Bier lehrt oder der kurze also entsteht halt ein neues Da, dass macht er dann vier Stunden da geht nach Hause
00:25:58: Ja kann ich mir vorstellen aber eigentlich wurde doch viel geredet.
00:26:04: Und das ist ja dann wieder so eine Geschichte wo ich eben gesagt habe der Kneiper als Moderator der das ganze Manage oder Dirigent oder Regisseur als wie du das beschreiben.
00:26:16: Dann hast du dann, wenn du eine lange Theke hast.
00:26:19: Dann haste da auf der einen Ecke den oder andere die und spättern.
00:26:23: vielleicht versuchst auch damals was zu kombinieren.
00:26:26: Oder wenn da ein einsamer Schweiger ist, den mal mit ins Boot zu holen in die Gesprächsrunde zu holten.
00:26:34: Und je nachdem wie gut du das kannst so gut funktioniert auch die Kneipe.
00:26:40: Also das ist schon ...
00:26:41: Du bist ja irgendwie so ein bisschen Familienersatz für manche, die vielleicht auch einsam sind.
00:26:45: Die sitzen halt jeden Tag.
00:26:46: Definitiv!
00:26:47: Definitif hast du da die alten ... äh alte Herren hab ich da gehabt, die waren verwittet oder mit ihrer Frau nichts mehr zu reden.
00:26:57: Das war alles gesagt und dann kamen die.
00:26:59: und nein das war... das ist Familieersatz, Lebenersatz Ja.
00:27:03: Das ist alles weg?
00:27:05: Alles
00:27:05: weg?
00:27:06: Sitzen die Leute?
00:27:07: Streit musstest du auch mal schlichten?
00:27:09: Ja klar auch mal fast dazwischen gehen.
00:27:11: und so war.
00:27:12: Ja, ich war so körperlich dabei.
00:27:14: Das war eigentlich so meine Welt.
00:27:17: Ich war noch geschockt von meiner ersten kleinen Schlägerei in meiner Dorfkneipe da.
00:27:24: Und das war schon eine wilde Geschichte!
00:27:29: Weil die hauen sich jetzt... Meine Freundin ist damals Karin.
00:27:37: Die heißt immer noch Karin?
00:27:39: Die hieß nicht nur damals.
00:27:43: Aber erst war Perplex, wenn da irgendwas fliegt oder irgendwie... Gibt
00:27:47: man noch ein Bier?
00:27:48: So, pass auf!
00:27:50: Genau dann, Karin du die schlagen sich da und als Karin richtig um der Ecke kamen, da saßen sie schon wieder arm in Arm und äh alter, so einen trinken.
00:28:02: Ja also so war das.
00:28:04: Auf dem Dorf.
00:28:05: In diese Richtung müssen wir jetzt auch nochmal gehen.
00:28:07: in eine Horstkotte wurde natürlich auch verdammt viel getrunken im Vergleich zu heute.
00:28:12: Und dann gibt es immer wieder auch so Diskussion, Fußball-Lieblingsthema.
00:28:18: Viele die Fußball verfolgen waren in der Kneipe aber auch Leute, die geknobelt haben Handballer, der Hegering, die Jäger, der Schützenverein alle waren sie da.
00:28:27: Aber dann hörste immer wieder solche Dialoge So einer kann
00:28:31: ich Fußball spielen.
00:28:32: Und so einer kann noch nicht pfeifen.
00:28:37: Das hat er mit Schiedsrichter nichts zu tun!
00:28:40: Wo machst du denn keinen Schied?
00:28:41: Du bist doch noch
00:28:42: ein Super-Fußballer!
00:28:43: Ich kann's nicht!
00:28:46: Ja,
00:28:47: es ist ja auch immer wieder situationskommig oder?
00:28:49: Ja
00:28:49: logisch sehr klar vor allen Dingen diese Altersweisheiten.
00:28:54: und also das ist...ja ich hab' das geliebt.
00:28:57: ne Und dann natürlich auch Politik.
00:29:02: In die Richtung geht es in dieser Doku jetzt weniger, weil sie alle irgendwie so im sportlichen Bereich sind und die gehen ja auch mal auf den Fußballplatz.
00:29:09: beim Tustorenmerk damals, Landesliga.
00:29:12: Man merkt aber das damals dieses Nachentraining in der Kneipe, nach dem Spiel in eine Kneipe... generell drei, vier Mal die Woche in der Kneipe und jedes mal Bierchen.
00:29:22: Das war absolut normal.
00:29:23: Also das kann man jetzt bewerten wie man will.
00:29:25: aber davon haben Kneipen natürlich auch gelebt muss man ja ganz klar sagen
00:29:28: definitiv.
00:29:29: da hat sich aber auch keiner so Gedanken gemacht.
00:29:33: Ja da war nicht irgendwie überall die Werbung rauchend tötet oder Alkohol impotent oder was weiß ich?
00:29:42: Aber kneipe ohne alkohol funktioniert schlecht
00:29:46: funktioniert schlecht.
00:29:48: Zum Thema Sport auch wirklich noch eine sehr, sehr witzige Szene.
00:29:51: Wo man sagt okay dem Trainer von der Fußballtruppe damals ging das mit der Sauferei dann irgendwann doch zu weit.
00:29:57: Da gibt es nämlich einen Typen in dieser Doku, der wird Klöte genannt und klöte lebt da quasi muss aber ein guter Fußballer gewesen sein.
00:30:05: nur zu einem guten Fußballer gehört ja nicht nur Talent sondern auch gewisse Disziplin.
00:30:11: also das hier ist die Ansprache vom Trainer.
00:30:15: Und wenn ich dann jetzt sehe,
00:30:17: Gerd
00:30:17: wie du in einer körperlichen Verfassung warst am Dienst der Abend ist für mich das schockierend.
00:30:21: Wenn ich eine Woche dreimal steif bin, kann ich sonntag nicht Fußball spielen!
00:30:25: Aber man hätte wenig Leute Fußball gespielt, würde ich fast sagen.
00:30:29: Ja auf jeden Fall.
00:30:30: also Gerd genannt Klöte, der ist so wie die anderen auch.
00:30:36: Die sind immer in einer Kneipe und dann am nächsten Morgen auf dem Fußballplatz dass das zu viel saufen und so vielleicht auch nicht gut ist.
00:30:43: Das war irgendwo da, aber ich habe es mir auch aufgeschrieben die Horstkotte wo bemerkt eine von fünfzehn Kneipen in einem zwölftausend Einwohner Ort hat im Monat sechzehn Hechtoliter Bier durchgehauen.
00:30:59: Wahnsinn!
00:31:00: Sechzehn
00:31:00: Hektoliter und das sind größtenteils halt Stammkunden, dass ist keine Laufkundschaft, das ist nicht irgendwie mitten auf dem Mitten auf Verkö oder irgendwie... Zweiunddreißig
00:31:09: Fässer, ne?
00:31:10: Zwei-unddreizig Fässers, tausend sechshundert Litern, na?
00:31:13: Das muss ich dir mal reinziehen.
00:31:14: Ja, ein rechter
00:31:14: Hektor überlege gerade mal zwölf, ja da schaffen wir aber mit etwas mehr Mensch.
00:31:24: Da
00:31:24: schafft ihr mit dem großen riesigen Seekuchen.
00:31:26: Mit dem
00:31:26: Riesigenseekuchen
00:31:28: Aber die Zeiten kennst du auch noch, wo so eine kleine Kneipe obwohl es an jeder Ecke Konkurrenz gab.
00:31:33: Unglaubliche Mengen Bierverkauf.
00:31:37: Und dann ja noch wenn ich mit meiner Schwester Einkaufen gefahren bin dann haben wir den ganzen Kofferraum voll mit Korn und Wacholda geknallt.
00:31:47: Letztens habe ich mal wieder eine Flasche Wachholder für einen Seekuck besorgt Genau hingeguckt und nur eine Null Sieben gebraucht, damit die nicht gekauft.
00:31:58: Damit sie nicht irgendwie schlecht bin oder
00:32:00: was?
00:32:01: Aber wenn ihr den Wachholder jetzt Gin nennen würdest du
00:32:03: wieder mehr verkaufen.
00:32:08: Dann würde ich ja auch für das Vierfache verkaufen.
00:32:12: Ja, das waren einfach irgendwie andere Zeiten und wir wollen ja auch ein bisschen versuchen zu ergründen.
00:32:16: Woran es denn liegt dass irgendwie die Kneipen so krass zurückgegangen sind?
00:32:21: Weil das ist wirklich krass muss man sagen gerade in den letzten fünf zwanzig Jahren sind's echt verdammt viel weniger geworden.
00:32:28: Einen letzten Einspieler habe ich noch und zwar ist das die Frau von Klöte Von Gerd Und Ich glaube das gibt es heutzutage auch nicht mehr.
00:32:36: Dass sich eine frau
00:32:38: so
00:32:39: äußert Das kommt jetzt Wo bemerkt man sieben Siebzig?
00:32:43: Training ab und zu nach Freundschaftsspiele.
00:32:46: Und wo die Männer sehr oft von zu Hause weg sind, das finde ich aber nicht schlimm.
00:32:51: Das finde ich was ganz Normales.
00:32:53: Ja, das ist ein Fußballspiel, dass sie anschließend noch einen trinken gehen in so einem Vereinsgubau... Das
00:32:56: gehört damit zu!
00:32:58: Finde ich!
00:33:00: Also du, die Frau sitzt zuhause, passt auf die Kinder auf und der Mann spielt drei vier mal die Woche Fußball und geht danach eine Kneipe und die findet das völlig okay.
00:33:10: Tja
00:33:12: Da waren, glaube ich auch in den siebzigern oder sechzigern die Rollen noch ein bisschen anders verteilt und fünfzigern sowieso.
00:33:18: Aber irgendwie habe ich den Eindruck so dieses der Mann geht arbeiten und bringt das Geld dran und die Frau ist zu Hause und passt auf die Kinder auf.
00:33:26: Das war damals noch mehr Usus als heute.
00:33:30: Ich stehe an der Theke bei meiner Schwester.
00:33:31: später habe ich ja als ich älter war hab ich dann ja auch ganz normal einen Tegendienst gemacht.
00:33:36: Die hatte nämlich eine lange Theke.
00:33:37: dass hatte ich dann später eigentlich nicht mehr in meinen Ding an.
00:33:43: Telefon klingelt und dann schalt es, zwanzig stimm ich... Ich bin nicht da!
00:33:51: ...und ich da rangegangen.
00:33:53: Ja hier Christian was bierst du?
00:33:58: Und dann war's eine Frau die dann gefragt hat wo ihr Kerl ist und dann musste ich dann irgendwie lügen.
00:34:06: Du bist gerade weg.
00:34:08: Ne, ihr hattet nicht viel getrunken.
00:34:10: Ist gerade weg.
00:34:12: Das gehört auch dazu?
00:34:13: Wie ist die Kneipe?
00:34:14: Also erst war das das Löwenbräu und dann haben sie das umgeswitched und haben ein Häppners Bierstuben mit der Herrforder gemacht.
00:34:23: Ah ja!
00:34:24: Die Herrfordern.
00:34:25: Das ist ja auch wieder so'n Synonym davon dass immer weniger getrunkt wird.
00:34:28: Die Herrforderbraucher gibt's de facto einfach nicht mehr.
00:34:30: Definitiv.
00:34:32: Das hängt ja auch mit dem Paderborner.
00:34:33: Wird es vielleicht über kurze Lagen auch nicht mehr geben.
00:34:36: Hängt auch der Hammer drüber.
00:34:39: Deswegen ist es ja nicht nur, dass dann halt das überall in den Kneipen zurückgeht mit dem sozialem Bierkonsum und was da sich nicht alles die Brauereien als dahinter gelagert.
00:34:49: Die machen Pleite ne?
00:34:51: Es gibt zu viel Brauerei für zu wenige Biertrinker!
00:34:55: Ja also bei uns ist zum Beispiel ganz plastisch zu erzählen der Seekruk macht inzwischen den vierfachen Umsatz an Euros Und der Bier-Absatz hat sich halbiert.
00:35:12: Okay, in welcher Zeitspanne war das?
00:35:14: Also seit ihr angefangen habt?
00:35:15: Nein!
00:35:15: In den dreißig Jahren, wo ihr das macht.
00:35:17: Ja.
00:35:18: Wir hatten ja früher ... Was gab's denn?
00:35:20: Cola, Fanta und Wasser?
00:35:23: Bier?
00:35:24: Und dann gab es eben auch nicht alkoholfrei und Pfannen und hast du nicht gesehen sondern... Bier.
00:35:33: Genau, was gibt's?
00:35:34: Bier und Bier!
00:35:38: Ja also ganz andere Zeiten.
00:35:39: wenn du dann halt mit deiner eigenen Kneipe losgelegt hast damals... Was war das?
00:35:45: Wann war das die L in welchem ungefähr?
00:35:48: In welchem Jahrzehnten?
00:35:48: Der
00:35:48: Pavillon war aus dem Jahr fournachtzig.
00:35:51: Der hieß der Pavillon.
00:35:52: Das war so ein alter Blumenladen weißt Du?
00:35:54: So richtig schickes sowiesen Schaufenstern.
00:35:58: Das war halt ein Blumenladen, so wie ein Pavillon rundgebaut.
00:36:02: Waschig in Löhne-Gohfeld.
00:36:05: Vielleicht sind noch Leute in meinem Alter, die zuhören und wegen der Stenne noch kennen?
00:36:10: Mhm.
00:36:11: Es war ja auch so einen Dorfdiskord.
00:36:15: Und die hatten früher tatsächlich ... Und ich erzähl jetzt keinen Scheiß.
00:36:20: Die hatten noch Stallmöglichkeiten für die Pferde.
00:36:24: Die Bauern kamen teilweise mit Pferden gespannt.
00:36:27: Dann konntest du die da unterstellen?
00:36:29: Die sind tanzen gegangen.
00:36:30: Das
00:36:30: war noch in den Achtzigern so.
00:36:32: Ja, okay das weiß ich.
00:36:33: Also was ich meine ist länger her.
00:36:37: Ich muss ja in den Sechzigern gewesen
00:36:38: sein.
00:36:39: Ja irre.
00:36:40: Und eine
00:36:40: berühmte Kneipe oder Laden.
00:36:46: Und wahrscheinlich heute gleiches Bild wenn ihr durch Löhne-Gofeld fährst.
00:36:49: Weg!
00:36:49: Alles weg.
00:36:51: Im Pavillon ist ne Änderungsschnallerei glaube ich.
00:36:56: Ja, das ist einfach so die Entwicklung.
00:36:58: Vielleicht gerade ein guter Zeitpunkt?
00:36:59: Ich halte mal einen kleinen Impulsvortrag.
00:37:01: Ich habe mal ein bisschen recherchiert und zwar was jetzt in Deutschland an Zahlen existiert von Statistischen Bundesamt de Hoga.
00:37:08: In dem Jahr zwei Tausend Eins gab es tatsächlich nach diesen Statistiken rund achtundvierzichttausend Kneiben in Deutschland.
00:37:16: Und dann sind wir zwei tausend vierundzwanzig, also sagen wir mal so dreinzwanziger Jahre später da sind es noch zwanzigtausende.
00:37:23: Das ist ja ein extremer Rückgang über weit mehr als die Hälfte, ne?
00:37:27: Ja.
00:37:28: Das sind sechsundzwanzigtausend verschwunden also fifty-fünfzig Prozent aller Kneipen im Prinzip in etwas mehr als zwanzig Jahren
00:37:36: weg zugemacht
00:37:38: und ich kann es auch aus meiner Nachbarschaft hier... Ich bin hier vor fünfzehn Jahren sagen wir mal hingezogen.
00:37:43: da gab es hier irgendwie noch Teutonschenke Bremer Eck da hinten Hammermühle, Bielstein-Eck.
00:37:53: Die
00:37:54: beiden ... die laden von Chance da.
00:37:58: Dann hier das Kaffeekrümel irgendwie.
00:38:01: Auch wenn das nicht mehr so.
00:38:02: ein typischer Kneiper vielleicht war hinter dem Tresen, das war eine Kneipe.
00:38:07: Soziale
00:38:07: Orte?
00:38:08: Richtig soziale Orten und alle weg innerhalb von zehn, fünfzehn Jahren.
00:38:14: Da ist schon was verloren gegangen.
00:38:16: Ich hoffe auf einen kleinen Gegentrend, der sich da so ein bisschen abzeichnet und die Leute jetzt anfangen wieder zu spielen.
00:38:26: Und Knobeln kommt wieder auf.
00:38:29: Die Leute kenne ich jetzt.
00:38:31: Sie sitzen bei mir dann also bei mir ist ja keine Kneipe.
00:38:35: Keine Kneiperbejab diese Remise.
00:38:37: ihr habt auch mal so ein Setting wo man in einem Bereich dieses großen Seekrugs vielleicht so ein bissel knipenfielen hat.
00:38:43: Wo man das
00:38:43: machen kann für sich und dann spielen sie da Zehntausend nicht davon.
00:38:47: Macht ihr denn da?
00:38:48: Da musste ich ganz tief in meinem Gedächtnis kramen.
00:38:51: Das hatte ich dann vor vierzig Jahren nochmal gespielt, ne?
00:38:54: Sind so ein Würfelspiel.
00:38:55: Junge
00:38:55: Leute?!
00:38:56: Ja junge Leute!
00:38:59: Und Kniffeln jetzt...
00:39:01: Wie doof.
00:39:02: Also ich kann es bestätigen das macht mir auch Hoffnung.
00:39:05: man sieht immer mal wieder junge Studenten so die Spiele spielen irgendwie Phase zehn Skippo irgendwelche Kartenspiele oder wie du schon sagst Kniffel wird immer beliebter.
00:39:18: Ich habe ja die ganzen Spiele dahinten, ne?
00:39:20: Die werden eigentlich vergleich zu früher selten angepackt wahrscheinlich.
00:39:25: Aber sie werden ab und zu.
00:39:27: Früher gab es dann eben den Kicker... Also Dat, das ging so ganz langsam los.
00:39:33: Billiard-Kicker und eben die Knobelspiele,
00:39:37: ne?!
00:39:38: Schocken!
00:39:38: Genau.
00:39:38: Schockend gibt's auch einen richtigen Trend in manchen Städten.
00:39:42: also wo das richtig...
00:39:43: Das kann ich mir gut vorstellen dass das wieder losgeht.
00:39:46: Das stimmt ja optimistisch, aber wir natürlich lange dauern bis dann wieder mehr solcher Kneipen, sag ich mal aufmachen.
00:39:52: Ja!
00:39:53: Aber schön wäre es, wenn die Leute miteinander reden und ihre Handys zur Seite legen.
00:40:00: Das ist vielleicht auch das Hauptproblem, dass sich so viel ins Internet zurückgezogen hat in privaten Raum- und diese echte Begegnung, die man ja in den Kneippen hatte... Und das ist absolut das Positivbeispiel dieser vielen Begegnungsorte, dass das ja eigentlich vom Internet gekillt wurde, kann man sagen.
00:40:19: Ja also meine Tese ist ja, das Fernsehen hat es gekillet.
00:40:22: Ich hab dir immer die Geschichte erzählt von meiner Schwester, die wegen der Serie Dallas, die ab... Ab einigundachtzig in Deutschland gelaufen ist an einem... Das war immer Dienstagsabend, J.R.
00:40:41: Ewing und Die Öl-Dynastie, da haben meine Schwester den Urtag verlegt.
00:40:50: Von Montag auf Dienstag.
00:40:52: Alle saßen Dienstag vor der Glotze und die jetzt abschließen können.
00:40:55: Ach so?
00:40:56: Dann hat sie den Urtag auf dem Dienstag gelegt?
00:40:57: Ja.
00:40:58: Klar!
00:40:59: Der hätte es abschliessen können, kam keiner.
00:41:00: Das waren Straßenfeger.
00:41:01: Das war ein Straßenfänger definitiv ja... Also jetzt vielleicht keiner kam aber wenig.
00:41:09: Also das war so die erste Geschichte.
00:41:11: und dann drei Jahre später Äh, das Privatfernsehen.
00:41:16: So RTL und Co.
00:41:16: satt eins.
00:41:18: Yes!
00:41:18: Okay dann da hat man schon zum ersten Mal gemerkt in den Kneiben okay jetzt bleiben die Leute zu Hause vor der Mannscheibe.
00:41:25: Das war ja damals wahrscheinlich auch noch so dass die ganze Familie vom Fernseher saß oder so
00:41:28: ne?
00:41:30: Ja auf jeden Fall die relevanten Menschen die sonst in die Kneipe sollten ne?
00:41:34: Ähm...das war wirklich...ja so ein... Meiner Meinung nach war das der Einschnitt und der Beginn vom Ende.
00:41:46: Krass!
00:41:47: Das war ja bei uns auch so, also bei uns sah ich meine Schwester und mein Schwager... Da war in der Woche mehr los als am Wochenende.
00:41:57: Am Wochenende konnte man dann aufs Schützen festgehen, da war sich Kurparkbeleuchtung im Öhnhauten, da waren dies und jenes.
00:42:06: Aber in der Woche waren wir eben das Freizeit Angebot.
00:42:13: Und auch in der Woche wurde konsumiert, da wurden nicht irgendwie gedacht...
00:42:16: Ja das war dann schon ein Unterschied ne?
00:42:19: Das war schon einen Unterschied.
00:42:20: also da haben wir noch keine solche Kennzahlen gehabt.
00:42:24: wie war es jetzt?
00:42:26: Also der pro Kopf Umsatz wird dann ein Wochentags weniger gewesen sein.
00:42:29: Da war auf früher Schluss aber deutlich wenn manchmal bei uns dann am Mittwoch oder Donnerstag Wenn die nach dem Training kamen, die Handballer da... Da kriegt das in den Türgleich auf.
00:42:45: Udevoll!
00:42:45: Ja.
00:42:47: Irre, aber das deckt sich auch wieder mit den Zahlen aus von neunzigundachtzig.
00:42:51: Da gab es wohl in Deutschland achtzigtausend Kneipen, Schankwirtschaften.
00:42:55: Das passt, ne?
00:42:57: Und das ist danach quasi der Abstieg begangen.
00:43:01: Gibt ja jetzt so eine neue Kette.
00:43:04: Ich weiß gar nicht ob's die Crombacher gemacht hat oder so sind ein paar Jungs, die haben Knipe-Achzig ist so ein Konzept.
00:43:14: Und das heißt dann auch Kniper-Aachzig und der Name ist... In die
00:43:18: Achtziger verweisen?
00:43:20: Ja
00:43:20: definitiv!
00:43:23: Die wollen das wieder so ein bisschen aufleben lassen.
00:43:26: Okay, und das ist so eine Art Kette.
00:43:27: dann
00:43:27: oder?
00:43:27: Das ist so ne Art Kete.
00:43:29: Ich hab mich da noch nicht ganz genau mit beschäftigt erinnert mich auch ein bisschen an Flaumenbaum.
00:43:33: so Erlebnis Gastronomie aber nicht ganz so wild wie der Flaumbaum war ja immer nur irgendwelche Action.
00:43:41: Aber die wollen einfach dieses menschliche Leute treffen.
00:43:47: Flaumbaume war ja das Motto runter vom Sofa rein in die Kneipe.
00:43:51: das könnte man wieder Könnte mal wieder machen.
00:43:54: Das war so dein erstes Kapitel, wo du richtig längerfristig einen gut laufenden Laden betrieben hast, also mehrere Jahre?
00:44:01: Ja ja das war schon eine tolle Geschichte.
00:44:05: Die Leute haben bei uns... Also wer noch weiß den Flaumbaum, das Ding heißt jetzt Sumo Da ist jetzt...
00:44:12: Ist da ein Musikfriedplatz oder?
00:44:14: Am Oberantorwahl.
00:44:15: Ach am Oberantorbau.
00:44:16: Am Oberentorwal neben dem Bokacika Das haben wir ja auch mal eine Zeit noch mitgemacht.
00:44:21: Nimm
00:44:21: dem alten Boca Chica!
00:44:23: Ja, natürlich auch.
00:44:24: Jetzt hat er wieder ein Boca chica auf, wenn man das im Kessel bringt.
00:44:28: Das
00:44:29: war eigentlich Geschichte.
00:44:32: Da haben die Schlange gestanden bis zu Chris Viquebap
00:44:36: um
00:44:37: in die Tür zu kommen.
00:44:39: Im Flaumenbaum... Dieser Flaumbaum war doch irgendwie ne... Es gab ja nicht nur einen Flaumbaum.
00:44:43: Das war auch eine Kette, genau!
00:44:45: Und das gabs doch so.
00:44:45: ein verrückter Gründer der irgendwie...das war ein richtiger Entertainer oder?
00:44:49: Klaus Hübsch, ja.
00:44:51: Der war verrückt.
00:44:51: Er war ein Werbemann, war er es also.
00:44:54: Die Geschichte hat eben so ganz wilde Elementemischen miteinander vermischt.
00:44:59: Also er meinte die Kneipe...der hat die auch so eng gebaut ne?
00:45:02: Wir hatten hinter der Theke relativ viel Platz Und er sagt, Arsch muss sich an Arsch schreiben.
00:45:09: Da war aber noch eine interessante Geschichte, Max.
00:45:14: Der hat den Zapfer umgedreht ... Okay?
00:45:18: Also nicht was du jetzt denkst so gendermäßig sondern... Also der Zapfer war ja da wenn die hier das waren ja heilige Leute im Lixi Die zwei, die Pinte usw.
00:45:34: Siegerfelde... Der Zapfer war ein Gott!
00:45:36: Echt?
00:45:37: Er hatte noch richtig Respekt damals, der Zapfer.
00:45:40: Der hat Respekt verdient genau und wenn du sagen konntest ich habe das Wochenende im Siegerfeld gezapft also ich jetzt nicht für mich da nicht schmücken aber dann warste schon in der Szene.
00:45:56: oder wie ist dieser Keller da?
00:45:58: Wenn
00:45:58: man von sich sagen könnte, ich bin der
00:46:00: Zappfer.
00:46:01: Dann war das was so.
00:46:02: und Flaumbaum... Und der Zapper war ja der Entertainer, was ich eben beschrieben habe.
00:46:07: Moderator
00:46:07: usw.,
00:46:08: usw.
00:46:08: Der heimliche König der Location.
00:46:12: Und der Flaumbaum dreht den Zapper weg.
00:46:15: Der Zapper steht mit dem Rücken zum Publikum damit er wirklich zapfen kann
00:46:20: Wenn er nicht gestört wird beim Zappen.
00:46:23: Damit
00:46:24: er im Flaumenbaum durfte, in der Hochzeit auch nicht gestürrt werden.
00:46:27: Also
00:46:27: kein Psychologe und Streitschlichter?
00:46:30: Die Kommunikationsleute waren die Kellner.
00:46:35: Aber das ist eine interessante Geschichte.
00:46:36: aber... Und wo
00:46:37: schwirtest du dann rum?
00:46:38: Du warst ja der Betreiber dieses einen Flaubenbaums.
00:46:40: Ja ich versuchte zum Beispiel einmal in den Flaumbaum reinzukommen an der Schlange vorbei Bis mir dann so ein paar wilde Mädels gesagt haben, was willst du hier?
00:46:51: Stell dich hinten an!
00:46:52: Ich sag Entschuldigung das ist mein Laden.
00:46:54: Ja das kann ja jeder sagen verpiss dich hier.
00:46:57: Dann bin ich hinten rum durchs Büro reingegangen.
00:46:59: Okay
00:47:00: da hast du nicht weiter drauf eingegeben.
00:47:02: Die sahen wehrhaft aus die Damen.
00:47:04: Die Damen
00:47:04: sahen ... waren sauer ja.
00:47:07: Und dieser Herr Hübsch,
00:47:10: der kam
00:47:11: auch einmal vorbei oder?
00:47:12: Ja, der hat... Ach das ist eine Geschichte.
00:47:15: Das können wir auch wieder so ne halbe Stunde separat machen.
00:47:19: Da sollen sehr einnehmendes Wesen gehabt haben was man so ließ.
00:47:23: Das war einen Menschenfänger natürlich.
00:47:24: Der saß auch bei der NDR Talkshow und hat da über Gastronomie geredet.
00:47:32: Der ist an seiner Hybris dann untergegangen.
00:47:34: Wir wollten zu groß sein und haben dann in den Landesbrücken in Hamburg einen Pupas gemacht.
00:47:41: Und haben sich da total überschätzt, das ist nicht gut ausgegangen.
00:47:48: Flaubenbaum
00:47:48: gibt es ja nicht mehr als Geschichte?
00:47:50: Flauenbaum gibt's auch nicht mehr!
00:47:53: Wie war das für dich?
00:47:53: Warst du ne Franchisenehmer?
00:47:55: Hast Du den Laden gemanagt oder...
00:47:56: Da war ich Franchisnehmer.
00:47:58: Und da ging das schon wirklich ins Management.
00:48:01: Also wir haben diese Partys gemacht, diese Geschichten, die ja legendär dann auch waren, Baustellenparty und was weiß ich.
00:48:12: Und damals konntest du auch gutes Geld verdienen?
00:48:14: Heute muss man sich immer richtig strecken damit man irgendwie noch etwas überhat.
00:48:19: Die
00:48:19: Leute sind zu uns gekommen.
00:48:21: Die jungen Leute haben ihr Geld bei uns ausgegeben.
00:48:24: Die haben beim Muttern gewohnt... alte Autos gefahren.
00:48:29: Die haben keine Handys gehabt und die haben ihre Kohle, die sie hatten, so bei uns auswählen.
00:48:37: Da ist ein ganz schönes Beispiel.
00:48:39: Sagt ihr das?
00:48:40: Sagt dir Fläumchen was diese kleinen Flaschen?
00:48:42: Null zwei...
00:48:44: So einen Obstler
00:48:45: oder was?
00:48:46: Ja scheiß egal, was da drin war.
00:48:48: Das war das war so'n Pflaumen schnapps aber mit wenig Prozent und Schlüpfer stürmer gibt es Was weiß ich, diese kleinen Dinger.
00:48:57: Müllentropfen und also das ist ja so ein Zeug.
00:49:01: Das brauchst du ja nicht.
00:49:04: Das musst du ja auch nicht trinken bei uns in der Implau-Marm.
00:49:08: Aber da haben wir das haben wir palettenweise bestellt.
00:49:13: Paletten.
00:49:13: Da kostet dann Flaschen ein bisschen was?
00:49:15: Neue
00:49:16: Euro, zwei Mark
00:49:18: Flaubenbaum trägt man dann halt auch den Flaumsschnaps.
00:49:21: Ja, aber das war ja so ein... Dann wurde geklopft und wurden aus den leeren Flaschen Türme gebaut.
00:49:26: Und was weiß ich?
00:49:27: Das war so Spielzeug!
00:49:30: Also du hättest genau einen geilen Abend haben können wenn du das weggelassen hättet.
00:49:34: Aber das zeigte es für mich in welchem Überfluss man da gelebt hat.
00:49:43: Man hätte da ordentlich trinken können und Spaß haben können, aber zu allem Überfluss sind wir noch.
00:49:49: Ich glaube da waren vierzehntausend Stück in dem Ding.
00:49:55: Palette voll!
00:49:56: Ja, dann rechnen wir mal zwei Und ich glaube, wir haben da einmal im Monat so ein Ding gekriegt.
00:50:03: Wahnsinn!
00:50:04: Es hat Spaß gemacht.
00:50:05: dann und wie war das vom Setting?
00:50:08: War die Musik etwas lauter und irgendwie wurde getanzt und geschwürft auch?
00:50:12: Überall wurde getanzt oder wie man sich so bewegen konnte.
00:50:21: Klaus Hübsch hat gesagt, wir bahnen Geschlechtsverkehre
00:50:25: an.
00:50:26: Das
00:50:26: hat er ganz offen so gesagt und das war das Rezept.
00:50:32: Da hab ich mal tausend D-Mark bei einer Wette verloren, da kam ein Kollege aus dem anderen Flaumenbaum zu mir und sagte Christian wir müssen Single Party machen bei dir.
00:50:44: Ich sag du das macht bei dir in Salui, macht das laufen?
00:50:49: Und der sagt ja und ich sag wann machen wir das denn?
00:50:53: Ja Montags!
00:50:54: Ich sag, hast du nur noch alle auf dem Kapton.
00:50:57: Montags in Ostwestfalen ist nicht ganz frisch
00:51:00: etwas
00:51:01: Aufsachter.
00:51:01: Wir machen das dreimal und am dritten Tag haste Schlange vor der Tür.
00:51:05: Ich sage alles klar was wir hätten bei Tausend Mark.
00:51:09: Ja war ich verloren.
00:51:11: Die sind ja auch montag die ganzen Singles zu dir gekommen im Flaumenbau?
00:51:14: Ob
00:51:14: das Singles waren...
00:51:17: Und du hast dann da den Geschlechtsverkehr angebaut.
00:51:21: Im Auftrag von
00:51:22: Klaus Hübsch, im Auftrag des Herrn unterwegs ja!
00:51:27: Also du kennst die Zeiten wo man gutes Geld verdienen konnte und die Flauenbaum-Episode, die ist schon ziemlich lukrativ gewesen zu sein.
00:51:36: Da hat das Geschäft auch noch richtig Spaß gemacht so.
00:51:38: Das hat sich alles ein bisschen verändert würde ich sagen.
00:51:41: Ich habe eher den Eindruck heutzutage... Es ist halt nicht mehr damit getan, ein kühles Bier hinzustellen und vielleicht eine Frikadelle oder so.
00:51:49: Man muss sich eigentlich ständig was überlegen um die Leute hierhin zu holen.
00:51:52: Also PubQuiz Bingo hat ja ne Riesen-Renaissance macht ihr glaube ich auch.
00:51:57: Ja Musikbingo.
00:51:58: MusikBingo du bist da Quizmaster mit Hazy.
00:52:04: Ja!
00:52:05: Wir haben ja auch ein Quiz, Live-Musik, New Name it.
00:52:10: Tastings haben wir jetzt gemacht, Whiskeytaste gehen, Weintasting.
00:52:13: also irgendwie sind wir da angekommen dass die Leute sich auch nicht mehr so selbst unterhalten wie sie vielleicht früher gemacht haben?
00:52:22: Das haben wir natürlich im Flaumenbaum und teilweise in meiner.
00:52:25: ich hatte dann noch eine Keller Kneipe in Bad Ölenhausen in der Fußgängerzone.
00:52:29: Da haben wir ja schon mit zum Scheiß angefangen so Peanuts Party mit Erdnüssen und Schale auf den Boden schmeißen, das fand die Leute geil.
00:52:40: Also diese Entertainment-Geschichte ist... Das habe ich ja dem Klaus Hübsch dann auch zu verdanken.
00:52:48: Der hat mich da mit dieser Flaumbaumgeschichte richtig auf die Schiene gesetzt.
00:52:52: Wir haben ja auch am Seekog noch total verrückte Sachen gemacht.
00:52:57: Wohin scheißt der Esel?
00:52:59: Ah, okay.
00:53:01: Weißt du nicht?
00:53:02: Hast du die Geschichte nicht mehr vor Augen?
00:53:04: Du interessiert
00:53:04: mich aber vielleicht mach ich das ja auch mal!
00:53:06: Ja
00:53:06: also du holst dir ein Esel dann setzt den auf die Wiese und die machst aus eine quadratische Wiese Und teilst das so quasi in Quadrate ein.
00:53:18: da waren an einem am Zaun waren so Markierungen und dann hat es so abcd ist was weiß ich.
00:53:24: wann haben die Leute so eine Art Lotto gespielt und angekreuzt, wohin scheiß der Esel.
00:53:32: Und das war schon sehr unterhaltsam.
00:53:35: Deine Idee oder?
00:53:37: Meine Idee!
00:53:39: Obwohl wahrscheinlich irgendwie auch... Ich ändere dann auch so Sachen ab.
00:53:46: Also gut geklaut ist sowieso das Allerbeste.
00:53:49: Aber stimmt also seit ich den Seekruck kenne ja irgendwie Eine Eiswette gab es ja auch immer, wobei das natürlich immer seltener vorkommt.
00:53:58: Dass der Obersee zufriert aber das war ja immer von deinem Sohn Hauke glaube ich die Wette, dass er bis dann und dann über einen gefrorenen See laufen kann und da konnte man dagegen wetten.
00:54:08: Ja
00:54:09: pass auf wenn du jetzt mal hier bei dir eine Wette machen willst am Tresen und sicher gewinnen willst dann fragst du die Leute an der See das letzte Mal zugefroren war Schlägst du die alle mit dem Winter, zwei in zwanzig drei und zwanzigh?
00:54:25: Tragend zugefroren
00:54:27: aber sowas von tragend.
00:54:29: das hätte ich jetzt sogar gewusst weil damals haben sie als ordnungsamt dahin geschickt.
00:54:32: Die haben ja mittlerweile seit Corona zu viel Mitarbeiter und die sollten dann die leute vom eis schreien Und also zu ihrem auto zurück kamen lag das auf der fälge.
00:54:40: da hatten wir hier Leute in die reifen gepiekt.
00:54:43: ganz
00:54:43: genau
00:54:45: Ja.
00:54:47: eine sache die ich mich noch gefragt habe viele leute sagen ja dieses absolute Rauchverbot in NRW.
00:54:53: Das hätte auch viele gekillt, ne?
00:54:55: Also ich erinnere mich ja noch früher.
00:54:56: oder du brauchst ja gar nicht weit fahren.
00:54:57: In Niedersachsen ist das Rauch-Verbot ja gibt es das ja nicht.
00:55:01: Ich denke immer wenn ich in so eine verrauchte Kneipe in Niednersachsen gehe und Hannover oder sowas, wo du von einer Wand nichts zu anderen gucken kannst am nächsten Tag Kopfschmerzen des Todes hast und deine Klamotten stinken war das wirklich ein Grund warum viele Kneipen dazu gemacht haben dass die Leute nicht mehr an der Theke rauchen durften.
00:55:19: Ich glaube schon, ja tatsächlich.
00:55:22: War das bei dir so?
00:55:23: und dann gab es Kneipen die du betrieben hast wo typisch geraucht wurde?
00:55:27: Ich habe das nicht mehr wirtschaftlich relevant empfunden.
00:55:32: also im Seekuck war's dann... Da hat das keine Rolle gespielt.
00:55:38: Und in deiner ersten Kneipe da wurd wahrscheinlich geraucht aber Wie die
00:55:41: Geist ist krank.
00:55:44: Also so gewisse... Ich frage es ja auch immer, was ist irgendwie noch eine schöne Kneipe?
00:55:48: und wo wird's?
00:55:48: Irgendwie ne Kashemme oder eine Absteige oder irgendein Loch.
00:55:52: Es gibt tatsächlich dann Läden aus den Zeiten, wo du sagst, das ist schon übel.
00:55:59: Ja
00:56:00: genau!
00:56:00: So ein Kneipartig in der Nachbarschaft in Önhausen.
00:56:04: Das war gelaufen wie Blöde.
00:56:06: Und irgendwann dachte er, da ist zu Geld gekommen.
00:56:12: Dann hat er gesagt, jetzt renovieren wir mal.
00:56:14: Er hat neue Möbel gekauft und gestrichen.
00:56:16: Und was ist passiert?
00:56:19: Pleite.
00:56:22: Das Flair war weg, der hat sich...
00:56:24: Es war nicht eklig genug?
00:56:25: Hat sich abgeschossen!
00:56:27: Was ist das denn hier für ein Laden?
00:56:29: Kann ich ja wieder sehen wer da drei Meter weiter sitzt?
00:56:33: Scheiße.
00:56:37: Und dann findest du kein neues Publikum und so auf die Schnelle.
00:56:42: Ja, er hat sein Konzept verlassen.
00:56:48: Ja, also ein paar Aspekte haben wir definitiv zusammengetragen.
00:56:52: Irgendwie woran es hier legen hat unter anderem sicherlich ist würde ich so sagen unterm Strich neben vielen anderen gesellschaftlichen Entwicklungen aber schon in den letzten Jahren extrem vollzogene Hype mit sozialen Medien Internet Netflix und Co Gaming und was weiß ich nicht alles wo die Leute sich nicht mehr so persönlich begegnen wollen müssen wie früher.
00:57:21: Weißt du was wir machen müssen?
00:57:22: Erzähl!
00:57:23: Das würde bei dir passen, wir machen mal eine Telefonparty.
00:57:28: Wir machen das irgendwie mit Handys dass die Leute sich anrufen können.
00:57:32: Die Bude muss voll sein Männchen ein Vibelein und dann hat jeder Tisch laute Musik.
00:57:40: das alles übertönt Ist irgendwie so eine Nummer.
00:57:45: müssen wir machen, dass die Leute sich anrufen können.
00:57:48: Von einem Tisch zum anderen?
00:57:49: Yes!
00:57:50: Leute, die sich nicht
00:57:52: kennen und die sich manchmal auch nicht sehen... Ah du hast aber hübsche Haare!
00:57:58: Wer bist du
00:57:59: denn?!
00:57:59: Hey Max!
00:58:00: Welcher Tisch mussten Sie gerade an?
00:58:02: Das müssen wir mal machen im November.
00:58:05: Halten
00:58:05: wir fest!
00:58:06: Hast Du sowas schonmal gemacht?
00:58:08: Ja Mit Tischtelefonen war sehr aufwendig.
00:58:14: Wir haben ja Fischstuchtfahrrad gemacht und da haben wir so eine Telefongeschichte gemacht.
00:58:18: Das gab es übrigens mal im Café Europa, ne?
00:58:21: Ja das ist auch ein Laden, den gibt's seit hundert Jahren was da schon alles gewesen ist.
00:58:27: Was haben die da gemacht?
00:58:28: Fischschutzfahrrad
00:58:33: war eine Single-Party,
00:58:35: die
00:58:36: ich zusammen mit der neuen Westfälischen hier in einigen Standorten gemacht habe.
00:58:39: Wir sind teilweise auch bis Wilhelmshaven hoch da so um die Zeit wo Hauke geboren worden ist.
00:58:48: Der ist ja jetzt so ... Geht er auf den?
00:58:50: Fünft neunzig.
00:58:51: Da haben
00:58:52: wir das Fischchutz Fahrradpartys gemacht.
00:58:55: Aber der Gopark war so voll dass ich Angst gehabt habe.
00:59:00: Ich sage wenn das hier knallt dann brauchst du in deinem Leben nix mehr machen.
00:59:04: Wir haben da viel zu viele Leute
00:59:05: reingelassen.".
00:59:08: Das war nicht meine Verantwortung, aber das war ganz irre.
00:59:11: Aber das Grundthema ist doch eigentlich Boy Meets Girl?
00:59:16: Also
00:59:18: Klaus
00:59:19: hat ja etwas unhübscher ausgedrückt, aber eigentlich ist es doch Boy Meats Girl!
00:59:23: Das hat uns damals, wenn ich dir die Geschichte erzähle... Du denkst ja wieder, ich rede von einem anderen Land und von einem ganz anderen Jahrhundert.
00:59:32: Jetzt musst
00:59:32: du es erzählen!
00:59:33: Ja, pass auf... Wir sind zum Beispiel sonntags im Rodeo gewesen.
00:59:39: Da war Frisösenball.
00:59:41: Die Frisösen hatten ja Motas frei.
00:59:44: Das darf man heutzutage glaube ich gar nicht mehr sagen.
00:59:46: Ach
00:59:46: so, Entschuldigung!
00:59:47: Und dann macht er mal so ein Pip-Turm.
00:59:50: Nein!
00:59:50: Ich lass das drin!
00:59:51: Mach'n, mach'n!
00:59:53: Gott!
00:59:53: Die Frässierenden oder?
00:59:55: Die Fräsierende!
00:59:56: Okay, herz wir weiter.
00:59:57: Dann, montags waren wir im Studio M in Minnen.
01:00:01: Ich weiß nicht was da das Motto war aber scheiß egal laden Bums voll.
01:00:05: Dienstag's war es glaube ich das Glashaus In Salz-Uffeln Mitwochs Was weiß ich?
01:00:12: Was für ein Bums?
01:00:13: Ich weiß es nicht mehr.
01:00:15: Donnerstags wars dann der Go Park später.
01:00:18: Also wir waren die ganze Woche unterwegs und immer auf der Suche nach Unterhaltung Und im Prinzip nach Mädels.
01:00:29: Das erzählen wir heute einem der Gastro-Macht.
01:00:32: Die Montagsdienste aus Mitwurst liegen die sich weinend an der Theke in den Arm, weil da kein Treffig ist.
01:00:39: ne?
01:00:42: Hier die Jungs im neuen Bahnungsviertel, die Stereo und so da betreiben, haben mal gesagt Essen ist das neue Tanzen.
01:00:52: Die haben auch Probleme teilweise.
01:00:54: Also Disco
01:00:55: Oder sowas?
01:00:57: So klassisch, was Disco war früher irgendwie.
01:01:00: Ja
01:01:00: klar gibt's noch ist aber auch alles weniger geworden.
01:01:03: Ja ja also mit des von Discos habe ich immer die Finger gelassen.
01:01:09: Aber irgendwie müssen die Leute doch oder ist das einfach dem kennenlernen ist es nicht mehr.
01:01:18: Ich hab nie eine Dating App auf dem Handy gehabt so.
01:01:21: aber das ist ja auch ein Ding.
01:01:24: viele Leute lernen sich über Besagtes Internet kennen.
01:01:27: Ja,
01:01:27: das sagt er jetzt.
01:01:28: Wir hatten jetzt einen Besuch von meinem Schwager, der sagte seine Töchter da, ich sage wie sieht es denn im Moment aus?
01:01:35: haben die ihren Freund?
01:01:37: Ja aber sie machen das ja auch wahnsinnig kompliziert.
01:01:40: Das muss dann ja auch alles so wahnsinnigt passen und so... dieses eben mal so ein bisschen locker aufeinander einlassen hier wie bei deiner Telefonparty.
01:01:50: Wir werden das beweisen.
01:01:52: Den Beweis sind wir euch jetzt schuldig, dann den
01:01:55: werden wir liefern.
01:01:56: Dass man das einfach mal von dem Sockel wieder runter holt, dass es gleich der weiße Ritter sein muss.
01:02:04: Ja aber vielleicht auch das Problem neben den ganzen Dating-Apps die's dann gibt, die alle Elite Partner Tinder Bumble schießen mich tot.
01:02:12: und Ja, wenn man sich dann persönlich trifft, fragen sie sich momentan mal.
01:02:17: Du bist die Person mit der ich geschrieben
01:02:19: habe!
01:02:19: Okay
01:02:23: ja das holt er runter.
01:02:26: Auf jeden Fall aber dass es so Boy meets Girl war damals im echten Leben draußen in den Kneipen also auch noch ein Erfolgsmodell?
01:02:31: Ja definitiv und ich weiß gar nicht warum... Das ist doch eigentlich das Urprinzip der Menschheit.
01:02:44: Es müsste sich einiges wieder rückbesinnen, so wie die Schallplatte wieder aufgetaucht ist.
01:02:47: Es müsste auch die Kneipe wieder auftauchen.
01:02:50: Also wenn wir einen Flaumbau machen würden jetzt hier Ich weiß nicht wie lange aber das würde ballern auf jeden Fall
01:03:00: Man muss sich irgendwie nur trauen
01:03:01: Man müsste sich trauen.
01:03:02: und also wenn er den Klaumau um jetzt noch einen Mast brauchst, haben wir nicht jede Menge Geld.
01:03:06: Weil das war schon sehr durchdacht und es war schon ganz geil.
01:03:11: Sehr wertig eingerichtet zwar verrückt aber...
01:03:14: Aber ich bin immer wieder überrascht wie viel Kohle manche Leute auch haben um irgendeine Gastronomie zu kaufen herzurichten auszustatten.
01:03:22: Da werden ja Summen reingesteckt wo man sich fragt, wo kommen die her?
01:03:28: Das war wahrscheinlich auch immer so ne!
01:03:31: Ja, also die Diskotheken haben ja verrückte Sachen gemacht.
01:03:34: Aber die haben das am ersten Wochenende wieder eingespielt.
01:03:40: Ich
01:03:40: kann mir das gar nicht vorstellen dass es mal solche Zeiten halt gab, dass man mit einem kleinen Laden auf einer Ecke so wie der hier irgendwie seventy-fünf Quadratmeter, dass das eine Goldgrube war.
01:03:50: Also die Zeiten heute sind eher so... Klar, man hat den Laden immer voll.
01:03:55: Aber das reicht noch nicht mal, ne?
01:03:56: Du hast es ja auch mal gesagt irgendwie die Küche ist teuer personalaufwendig und was weiß ich, macht ihr auch Küche so.
01:04:04: Das ist nicht so das wo man die großen Gewinne macht.
01:04:06: Man braucht sie aber wenn ich hier keine Küche hätte können gleich zu machen.
01:04:09: Definitiv!
01:04:11: Ja also wir verdienen das Geld mit Getränken draußen.
01:04:15: Und
01:04:15: Veranstaltungen und sowas bestimmt auch.
01:04:19: Das ist ja hier ähnlich.
01:04:20: Du musst immer die Tage haben, du musst mal richtig knallt und ansonsten musst du immer so gucken dass immer Leute kommen.
01:04:25: Ja das muss ich noch einmal ganz klar sagen.
01:04:28: also wir machen jetzt ganz andere Umsätze aber der Gewinn ist ja verflüchtigt.
01:04:37: Das
01:04:38: finde ich so irre.
01:04:38: wie kann er sein?
01:04:39: Warum sind
01:04:40: die nicht ausgesucht explodiert?
01:04:41: Ganz einfach!
01:04:42: Wir haben am Anfang mit Personalkosten von twenty bis dreißig Prozent Gerechnet und jetzt sind wir bei fünfzig.
01:04:48: so die zwanzig Prozent, die gut zwanzich Prozent.
01:04:51: Wo kommen die her?
01:04:52: vom Unternehmerlohn?
01:04:54: Absolut zum Teil.
01:04:54: da gehören Mindestlohnerhöhungen zu aber auch dass du mehr Leute brauchst das irgendwie ja.
01:04:59: also eins müssen wir auch noch mal ganz klar sagen Das ist jetzt endlich so dass wir vernünftige Azubi-Gehälter haben Die kriegen das geht ja glaube ich jetzt los mit twelve hundert Euro Im dritten Jahr vierzehnhundert.
01:05:17: Da sind wir, als Gastronomen sind wir jetzt endlich in der normalen Range beziehungsweise teilweise schon ein bisschen drüber.
01:05:25: Mein Küchenchef verdient jetzt endlich angemessen Geld.
01:05:29: Der hat ja früher einen Küchen-Chef oder einen Küchenschef wenn in den großen Läden die lassen wir mal raus aber die hier einen relativ großen Laden da die Verantwortung für die Küche hatten.
01:05:41: Da hat ja im Prinzip jeder Klempner Altgeselle mehr verdienen und das ist jetzt endlich anders.
01:05:47: Das ist auch gut so, dass muss auch so sein.
01:05:50: Das macht auch Spaß, denn ja, das ist zwingend so gewesen.
01:05:56: aber wir müssen halt sehen wo wir jetzt die Kohle, als wenn die Lieferanten werden gequält und ... Wir müssen halt unsere Preise haben wie man nehmen müsste.
01:06:09: eigentlich komme ich mit den fünft neunzig gar nicht fürs Bier.
01:06:14: Toll, wie sich das antritt.
01:06:16: Aber das ist natürlich so ein Thema ... Das hat mich ja schon begleitet.
01:06:22: Bei meiner Schwester hat das Bier, glaube ich damals, fünfundsechzig fennig gekostet und jede fünf Fennig die wir da erhöht haben lösten intensive Diskussionen aus, ob wir dann jetzt sie alle in die Armut treiben wollen und ob wir denn jetzt nur noch Urlaub auf Hawaii machen wollten, usw.
01:06:49: Ja ich denke mir auch manchmal so fünf Euron neunzig für einen halben Liter wahrscheinlich jetzt vor sechs Jahren noch drei Eure achtzig nehmen können So lange ist das ja alles gar nicht her, dass die Kosten so explodiert sind.
01:07:02: Über die Corona-Zeit war heftig.
01:07:04: dann die ganzen Mindestlohnerhöhungen wo ja ganz viel dran hängt.
01:07:08: Das sind ja nicht nur unsere Mitarbeiter teilweise sondern auch die überall im niedrigsoen Lohnsektor arbeiten, die das Bier teilweise machen oder die daran beteiligt sind und da gehört ja soviel dazu.
01:07:21: und dann besagte Inflation Ukraine Krieg Alles landet ja am Ende bei dir, ob das jetzt Kraftstoffkosten sind oder wie auch immer alles wird durch die Gegend gefahren.
01:07:35: Bürokratie,
01:07:35: jetzt war wieder einer da und musste unsere Feuerschutz-Tür warten.
01:07:40: Der hat die einmal angeguckt, einmal dreimal auf uns zugeklappt.
01:07:43: Ja, dreihundertsechzig Euro mit Anfahrt.
01:07:47: Das sieht
01:07:47: ja auch keiner!
01:07:49: Da habe ich jetzt beantworte meine Google Bewertungen selber.
01:07:55: Ja, das Preis-Leistungsverhältnis und da habe ich ihm dann mal so ein bisschen aufgezählt was eigentlich unsere Leistung ist.
01:08:01: Wir haben zum Beispiel dreihundertfünfzechzig Tage im Jahr.
01:08:03: kann es bei uns aufs Klo gehen wenn du schwarzieren gehst am Obersee.
01:08:10: Zum Beispiel ist nur...
01:08:11: Es ist ein Haufen Sachen.
01:08:12: ich denke mir manchmal nur so wie kann das denn sein dass man vielleicht wirklich tolle Umsätze erzielt aber so wenig halt bei überbleiben?
01:08:19: Definitiv!
01:08:20: Also mit den Umsätzen würde ich nicht mehr arbeiten, wenn man die zu Flaumen auf den Seiten gemacht hätte.
01:08:27: Das waren Zeiten wo das einfach noch in einem Gleichgewicht war, wo sich das für Leute gelohnt hat.
01:08:34: In der Hinsicht wirtschaftlich viele Rahmenbedingungen haben sich da total verändert was sicher auch eine große Rolle spielt.
01:08:42: aber wir wollen jetzt noch einmal den Blick in die Zukunft richten.
01:08:47: du sagtest ja schon vielleicht kommen ja viele Dinge wieder wirtschaftliche Rahmenbedingungen irgendwann nochmal wieder zum Positiven, sodass es ein bisschen einfacher wird.
01:08:57: Du hattest mir noch einen ganz interessanten Artikel zugeschickt.
01:09:01: den hast du in Pioneer gelesen.
01:09:03: da gibt's tatsächlich einen Politikwissenschaftler, einen Professor Wolfgang Schröder der fordert Zehntausend Neue Kneipen für die Demokratie also für in Deutschland.
01:09:14: zehntausend neue Kneipem War doch ein interessanter Ansatz.
01:09:17: Sehr
01:09:17: interessanter Ansaats, es gibt übrigens auch Förderprogramme.
01:09:21: tatsächlich in manchen Bundesländern wenn man eine Kneipe eröffnet oder ja das ist doch diese Blasen in denen wir uns bewegen im Internet du weißt es doch selber da werden mir nur Sachen die ungefähr meiner politischen Ausrichtung.
01:09:44: Ja, der Algorithmus lernt dich kennen?
01:09:46: Der lernt mich kennen und er gibt mir immer das was ich offensichtlich dann mag.
01:09:52: Und so wie aber in einer Kneipe damals wo wir da gesessen haben und dann kam wieder... Damals wir hatten tatsächlich in meiner Dorfkneipe so einen Neonazi.
01:10:06: So und dann kommen eben rein und die haben auch mit dem getrunken Und dann wurde sich halt darüber auseinandergesetzt, was uns der Erder erzählt von seiner Adolf-Geschichte.
01:10:18: Also das war noch eine ganz andere Nummer als jetzt die Siegmunds und dieser Welt.
01:10:27: Aber ja, dann wurde es sich da eben in der Sache gestritten.
01:10:31: aber trotzdem nach Gomrik lassen wir mal ein Trinken.
01:10:36: Aber man hat es auch manchmal zu Menschen durchgedrungen, man konnte Argumente austauschen Wie das halt in Kneipen bestenfalls funktioniert.
01:10:44: Ich erlebe es ja auch heutzutage noch, da kommen Leute und verstricken sich auf einmal in einer riesigen Diskussion.
01:10:51: ich will jetzt gar nicht sagen Verstricken.
01:10:53: manchmal kommt er auch durchaus irgendwie interessante Erkenntnisse oder Argumente die ausgetauscht werden.
01:11:00: Manchmal denkt man vielleicht auch Jetzt haben wir die Probleme der Welt gelöst und am nächsten Tag wenn man sie ausgeschlafen hat wiegt das alles schon wieder nicht mehr so genial.
01:11:08: Aber dass passiert halt in solchen sozialen Räumen
01:11:11: Genau.
01:11:12: Rede und Gegenrede, ne?
01:11:15: Da kommt da wieder rein der alte Nazi oder ... Dann
01:11:21: kann man dem auch so einen Spruch ergeben.
01:11:22: Ja!
01:11:23: Und dann saß er da eben und da hatte der eben so Militäriklamotten an und Darnfleck und ja... und dann war er eben da und dann wurde ja auch geredet.
01:11:38: Und Argument dieses Professors ist auch so, ja gut manchmal tun Meinungen anderer Leute weh aber wenigstens kommt man in einen Austausch irgendwie.
01:11:46: Ja, Zehntausend Kneiben würden der Demokratie... Gut tun.
01:11:51: Da
01:11:51: ist was dran, weil man ja oft genau im Internet so in seiner Bubble da unterwegs ist.
01:11:56: dann befruchten sich die Leute gegenseitig mit ihren Verschwörungstheorien aller Wahl Timmy und irgendwann wissen sie nicht mehr, was sie glauben sollen und was nicht.
01:12:04: Irgendwann werden sie völlig paranoid, weil sie auch irgendwie keine echten Menschen mehr treffen oder gar nicht mehr.
01:12:11: face-to-face Gespräche ist immer noch etwas anderes als Kommentare im Internet?
01:12:15: Ja, das habe ich auch mal wissenschaftlich gelesen dass dieses Bild, was wir haben von dieser Hassgesellschaft die ja im Internet auch stattfindet.
01:12:26: Die lässt sich ja gar nicht auf die Face-to-Face Geschichte übertragen.
01:12:29: also da wird ja gar nichts so rumgepöbelt.
01:12:31: oder das hast du das hier mal erlebt jetzt?
01:12:34: Nein ich bin manchmal erstaunt dass dann Leute die im internet wie der absolute Hass Prediger auftreten im Alltag vielleicht ganz umgängliche leute sind.
01:12:44: Eben, weil so viele Tünche haben wir also noch über unsere Raubtier-Vergangenheit jetzt gegossen bekommen.
01:12:56: Oh Gott!
01:12:56: Das ist ein Straffrag.
01:12:57: Aber das musst du drin lassen.
01:12:58: Das lass ich drin.
01:13:02: Also da ist ja halt noch so eine gewisse Masernanstand.
01:13:05: Ja, da fällt mir gerade noch zu ein.
01:13:07: Kannst du dich noch an diese Spaziergänger erinnern?
01:13:09: Zu der Corona-Zeit?
01:13:10: Wir demonstrieren nicht!
01:13:11: Wir machen ja nur einen Spazieregang mit
01:13:13: fünfhundert
01:13:14: Leuten und tausend Leute.
01:13:15: Das weiß ich.
01:13:17: Die sind zeitlang immer hier runtergekommen.
01:13:18: Ich weiß auch gar nicht warum das war hier die August Bebelstraße kamen hier runter.
01:13:22: dann habe ich mich mal so vor den Eingang gestellt und mal so geguckt Die einen wollen das Bargeld abschaffen, die anderen sind irgendwelche Anthroposofen, die gegen impfen sind.
01:13:32: Die nächsten sind stramme Neonazis und die nächste Gruppe sind irgendwellche anderen Verschwörungstheoretiker.
01:13:40: oder wollen die Weltgesundheitsorganisation abschaffend?
01:13:42: Oder die NATO.
01:13:44: und die alle marschieren dann hier so vorbei.
01:13:49: Wissen glaube ich auch irgendwie, dass sie da alle in dem gleichen Marsch mitmarschieren.
01:13:54: Aber eigentlich sind ja Anthroposogen jetzt noch nicht zwingend Neonazis oder anders.
01:13:58: Da sind so ganz viele Gruppierungen die da irgendwie.
01:14:01: wir sind gegen die Corona-Maßnahmen das vereint uns jetzt aber ansonsten haben wir doch gar nichts irgendwie gar nichts miteinander zu tun.
01:14:07: Nein!
01:14:07: Die könnten sich auch kloppen.
01:14:10: Völlig will und manchmal wenn dann dieser Spaziergang zu Ende war Dann saßen wir auch mal so zwei drei von diesen Verschwörungstheoretikern hier drin.
01:14:20: Die eine wollte mir erzählen, dass Windkraftanlagen mit Diesel betrieben werden und dann habe ich gesagt steile These.
01:14:30: also wie kommen sie jetzt darauf?
01:14:32: Ja die brennen ja wenn... Also die können ja Feuer, wenn da ein Blitz irgendwie einschlägt.
01:14:37: man hat schon brennende Windräger
01:14:38: gesehen
01:14:40: Und dann hab' ich ihr gesagt hören Sie mal zu Wahnsinn mal in einem Windrad.
01:14:43: Nee, war sie natürlich noch nie!
01:14:45: Aber sie ist natürlich bei Facebook und was weiß ich?
01:14:48: Die war auch irgendwie schon Mitte-fünfzig sag' ich jetzt mal.
01:14:52: Das sind ja auch teilweise Leute die das Internet gar nicht so richtig verstanden haben... Und du natürlich nicht, Du bist eine große Ausnahme des Neulands.
01:15:02: Aber dann habe ich hier gesagt, hör'n Sie mal zu Ich war einmal im Windrad, ich verurteile sie auch gar nicht dafür dass sie das denken und ich kann Ihnen sagen da gibt es Bremsklötze, da ist Schmieröl.
01:15:12: Da sind Dinge die durchaus brennen aber dieses Windrad wird nicht mit Diesel betrieben.
01:15:18: das ist Quatsch und meine Argumentation konnte sie dann auf einmal folgen und das glaube ich hätte Sie nicht im Internet getan.
01:15:25: Aber hier saßen wir uns gegenüber und funktioniert definitiv
01:15:29: so funktioniert zum Glück Kommunikation.
01:15:31: sowas
01:15:32: erlebst du ja wahrscheinlich auch manchmal so dass dann im normalen Gespräch anders mit Leuten reden kann als wenn euch über Ja über das Internet, über Kommentarfunktion oder irgendwas.
01:15:42: Also ich halte mich da jetzt auch ziemlich raus.
01:15:46: Jan hat auch gesagt, ich soll jetzt alle politischen Dinge nicht mehr... Das ist auch wahr!
01:15:56: Es ist auch sinnlos die Überzeugste im Internet kaum keinen von irgendwas und mein Humor den versteht im Internet auch nicht jeder.
01:16:08: Also lassen wir das ein bisschen.
01:16:10: Also können wir im Prinzip sagen, was der Herr Professor und Politikwissenschaftler sagt?
01:16:15: Das kann man durchaus irgendwie nachvollziehen aus seinem Arbeitsalltag.
01:16:19: Dass das vielleicht eine gute Idee wäre wenn Leute sich wieder
01:16:23: in echt begegnen.
01:16:27: Aber wir müssen, wir können nicht schließen ohne meinen Satz hier noch unter
01:16:30: zu kommen.
01:16:31: Wir haben nämlich noch zehn Minuten und da kommt deine liebe Frau mit dem Fahrrad richtig?
01:16:34: Deswegen hast du auch einen Fahrradgepäckträger dabei.
01:16:36: Genau, dann geht es
01:16:37: ganz genau.
01:16:38: Wir fahren dann doch ein bisschen los.
01:16:39: Wunderbar!
01:16:40: Ja, erzählen.
01:16:41: Also der Satz ist ja... Da musst du jetzt mal sehen was da war wie wir da hinkommen.
01:16:45: Es ist gesünder in Gesellschaft zu rauchen und zu saufen als einsam gesund zu leben.
01:16:52: Den muss man erst einmal sacken lassen.
01:16:53: Dem muss man sacken lassen und jetzt musst du mal gucken Fand ich sehr faszinierend, weil das Thema Einsamkeit ist.
01:17:06: Und was machen jetzt Leute die einsam sind?
01:17:10: Damals kamen sie tatsächlich in unsere Kneipen und konnten sich da auch einfach hinsetzen.
01:17:17: Die wussten ja nichts haben als ein bisschen Geld um Bierchen zu trinken.
01:17:28: Manche kriegten halt immer wieder eins hingestellt, aber manche haben auch... Da wusste man dann die haben nicht so viel Kohle.
01:17:36: Die haben dann eben drei Bier getrunken und dann war es das auch.
01:17:41: Absolut!
01:17:44: Da ist sicherlich sehr viel dran.
01:17:46: Das Einsamkeit in unserer Gesellschaft heutzutage ein Riesenproblem ist.
01:17:49: Man merkt ja auch an Kampagnen, die teilweise gemacht werden.
01:17:52: Ja, eben.
01:17:53: Gibt ja Großbritannien-Einsamkeitsminister.
01:17:57: Minister oder Ministerium, da waren die Kneipen natürlich auch gut dabei.
01:18:04: Und dann eben das jetzt so ein bisschen überspitzt natürlich dargestellt hat, saufen und rauchen.
01:18:11: aber ich glaube dass ist nicht ganz vor der Hand zu weisen weil Einsamkeit macht doch krank.
01:18:18: absolut psychische Gesundheit ist, wie man in den letzten Jahren zum Glück immer mehr auch öffentlich anerkannt hat und viel immer mehr Leute auch öffentlich darüber reden über ihre psychischen Probleme.
01:18:29: Und das auch mittlerweile zu einem normalen Krankheitsbild eigentlich gehört ist das definitiv so, dass man vielleicht den Schaden, dem man sich mit einem anderen Bier zurichtet.
01:18:41: Es ist ja erstmal nicht schlechtes, dass die Leute weniger Alkohol trinken so.
01:18:44: Aber total asketisch zu leben und irgendwie Zuhause zu sitzen und jenen Euro zu sparen führt vielleicht auch zur Einsamkeit.
01:18:54: Könnte sein, dass sie Kneipen da in Zukunft einiges wieder kitten können sowie es früher gemacht haben.
01:19:01: Dazu passt auch noch mal ganz gut, dass du sagtest ja es gibt mittlerweile sogar Hilfen oder Art Subventionen wenn man die Innenstädte wieder mit einer schönen Kneipe belebt.
01:19:10: Ja ich glaube es geht eher nicht so sehr um die Innen-Städte.
01:19:13: das hat glaube ich auch dieser Professor da gesagt damit gewinnt ja die AfD im Osten.
01:19:20: Die machen Kneipen auf oder oder kneippen ähnliche Veranstaltungen alt und fischen da die Leute
01:19:28: ab.
01:19:29: Aber es gibt ja auch so diesen
01:19:31: Problem.
01:19:32: Genau, ländlicher Raum, Kleinstadt, kleines Dorf.
01:19:35: Da gibts aber auch das Problem dass Innenstädte irgendwie ein Nagelschule nach dem anderen Barbershop die üblichen Verdächtigen, Burgerbrüde.
01:19:42: Aber Kneipen oder Begegnungsorte schöne Geschichten gibt's dann eher weniger.
01:19:46: und da gibts noch mal ein interessantes Beispiel aus Großbritannien habe ich gesehen.
01:19:50: Da gabs zweitausend, also sagen wir mal Großbritanien, siebzig Millionen Einwohner bisschen weniger als Deutschland mit Schottland Wales England Und da gab es zwei tausend über sechzigtausend Pups, also nochmal deutlich mehr als es um die Zeit in Deutschland gab.
01:20:07: Da gibt's natürlich noch mal eine ganz andere Kultur
01:20:09: mit dem Pup Leben
01:20:11: aber da sind auch fünfzehntausend weniger geworden in den letzten vierundzwanzig Jahren.
01:20:17: Und
01:20:17: jetzt gibt es ja einen neuen britischen Premier.
01:20:20: mal wieder, das hast du bestimmt auch gehört.
01:20:22: Andy Burnham hat ja so ein Aktionsplan ins Leben gerufen dass er in Zukunft die Gewerbesteuer dann halt für Pups und Kneipen live Musikorte um zwanzig Prozent senken.
01:20:34: Genau genau um das zu fördern finde ich super.
01:20:42: Solche Ideen gibt's ja auch in Deutschland oder?
01:20:44: Könnte man ja in die Zukunft denken?
01:20:46: Ja,
01:20:47: wir haben auch hier jetzt ... Die Vergnügungsteuer ist ja hier abgeschafft.
01:20:51: Die Tanzsteuer quasi im Bielefeld.
01:20:54: Das ist schon mal so ein kleiner Schritt da in die Richtung.
01:20:59: Da müssen wir vielleicht einfach noch mehr Lobbyarbeit machen.
01:21:03: Guck, da ist er ja schon!
01:21:05: Dann schließen wir, Rita ist nämlich da.
01:21:08: Die auch im Familienbusiness übrigens immer noch wahrscheinlich unterwegs
01:21:12: ist.
01:21:12: Ganz auch nicht lassen.
01:21:13: Die
01:21:15: kümmert sich um den ganzen Papierkram ne?
01:21:18: Dann sage ich noch eine letzte Sache weil ein positives Beispiel habe ich noch, dass sie mich noch plus anbringen.
01:21:23: Ich war gestern in Bad Düttingdorf, Ortsteil von Spänge.
01:21:26: Wir haben ja den Specht.
01:21:27: Den gibt's bei die hundert Jahren aber es gibt ihn eigentlich nicht mehr wobei zwei Brüder eine GBR gegründet, um diesen Specht als Veranstaltungslokation zu betreiben.
01:21:39: Und einmal im Monat machen die einen Dorfabend und da kommt das ganze Dorf in den Kneipen und dann hat man mal für einen Tag wieder so'n richtigen Kneippenabend.
01:21:48: Das wäre ja immer was für ein Seekuck im Winter?
01:21:50: Genau!
01:21:51: Dann wird einfach...das Dorf ist da alle arbeiten ehrenamtlich zapfen Bier Grillen, was weiß ich?
01:21:58: Super geile Atmosphäre und ein bisschen Nostalgeschwurz auch.
01:22:01: Die haben nämlich gestern ihr letztes Fassherforder aus der Hervorrag angestochen und rausgedruckt.
01:22:08: Das ist ja auch ein Kapitel, das leider zu ist.
01:22:10: Gut!
01:22:11: Ich bedanke mich ganz herzlich bei dir.
01:22:12: Ich glaube wir haben das Thema Kneipe echt mal in vielen Facetten besprochen und wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und euch allen Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
01:22:22: Wenn euch dieses Gespräch gefallen hat, freue ich mich natürlich riesig wenn ihr meinen Podcast abonniert und auch gerne eine Bewertung da lasst.
01:22:31: Danke fürs Zuhören!
01:22:32: Und bis zum nächsten Begegnungen in meiner Kneipe mit dem nächsten spannenden Gast.
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