NICK KEMPER "Ich will nur eins: Rockstar werden!"

Shownotes

Diese Folge ist ein Meilenstein, denn es gibt endlich ein fetziges Intro! Und der Mann, der dieses Intro maßgeblich mitgestaltet hat, ist auch der Gast! Nick Kemper wohnt in der Nachbarschaft des HOWZIT, bei seiner Pflegemutter Carina und er gehört zu den erlesenen Stammkunden unseres kleinen südafrikanischen Ecklokals. Mit gerade einmal 20 Jahren, hat Nick schon viel durchgemacht und er redet gerne und offen darüber. Seine Eltern waren sehr jung, als er zur Welt kam, es gab familiäre Turbulenzen, die ins Kinderheim führten. Und schließlich ging Nick auf eigenen Wunsch vor 6 Jahren zu seiner „neuen“ Mutter. Seine Leidenschaft ist Musik. Als Autodidakt hat er sich das Gitarrenspiel selbst beigebracht, er schreibt Songs und Texte. Mit seiner Band „Kill Marcie“ will er groß rauskommen und setzt alles auf die Karte Rockstar. Auch seine gelegentlichen Depressionen halten ihn nicht auf, an seinem Traum zu basteln: Ein erfolgreicher und auch gerne berühmter Musiker zu werden.

Transkript anzeigen

00:00:00: Ich bin dann irgendwann erst zu meiner Oma und nach zwei Jahren dann... Ich glaube, da war ich viel halt weich.

00:00:06: Ich muss noch überlegen.

00:00:07: Zwölf Jahre, glaube ich, bin da ein Kinderheim.

00:00:10: Da dann noch zwei Jahre, bis ich vierzehn war, habe ich halt gesagt, so Leute, hier ist Sendstation, so, ne?

00:00:15: Jetzt gehen Sie sofort das Jugendamt angerufen und ich gehe nirgends wohin, außer zu einer Pflegemutter.

00:00:20: Punkte aus Ende, so.

00:00:22: Und dann ist das auch so passiert.

00:00:30: Liebe geworden,

00:00:31: Liebe verloren.

00:00:33: Ich pack das und ich kann das.

00:00:38: Und ich gehe auch gerne entkneiden.

00:00:46: So, Leute, ihr habt's gehört.

00:00:47: Wir haben ein Intro.

00:00:49: Und was noch viel geiler ist, der Mann, der einen großen Anteil in diesem Intro hat, der sitzt mir gegenüber und der hat das Intro grad auch zum ersten Mal gehört.

00:00:57: Nick, schön, dass du am Start bist.

00:00:59: Wir sagen erst mal Prost.

00:01:00: Wir haben uns hier einen eingeschenkt schon.

00:01:02: So ist es, danke, dass ich da sein darf.

00:01:03: Ich freu mich.

00:01:05: Was sagst du?

00:01:06: Ja, perfekt.

00:01:07: Also besser hätten wir uns nicht untermahlen können.

00:01:10: Schön geworden, freu mich.

00:01:12: Freu mich, dass ich da Teil von dem Podcast sein darf.

00:01:14: Das war bei jeder Folge.

00:01:16: Weil du ja auch eigentlich fast jede Folge von uns hörst, ne?

00:01:19: Ja.

00:01:20: Also seit Anfang an, vielleicht habe ich mal eine verpasst, da würde ich jetzt nicht meine Hand für uns feuer legen, aber ich habe die meisten gehört.

00:01:27: Favourite ist immer noch mein Vater, Uli?

00:01:29: Hundert Prozent.

00:01:30: Wobei... Benny kam schon sehr nah dran.

00:01:33: Also die ganzen Stories aus dem Einzelhandel, das war eine sehr amusante Folge.

00:01:37: Ich weiß noch, ich hab dabei geputzt und es hat noch nie so viel Spaß gemacht.

00:01:41: Die war sehr gut.

00:01:42: Das war Inside Einzelhandel mit meinem Bruder, mit Benny, mit den Jacky-Flaschen, die da geklaut wurden und Verfolgungsjagden und was man so als normaler Einkäufer nicht mitbekommt, die Leute, die den ganzen Tag da sind, die ihr Leben so einig ist.

00:01:57: Also echt crazy.

00:02:00: Ja.

00:02:01: Und jetzt bist du selber Gast.

00:02:03: Ich kenne Nik schon ziemlich gut, weil eigentlich treffen wir uns ja hier jede Woche, kann man sagen.

00:02:07: Im Grunde, ja.

00:02:08: Also mindestens einmal die Woche, meistens Champions League oder mal bei der Bundesliga am Samstag.

00:02:14: Aber auf jeden Fall oft, ja.

00:02:17: Und dann gönnen wir uns auch immer unsere Kalsberg-Bierchen hier, meinsam.

00:02:22: Richtig.

00:02:22: Die goldenen Zähnen.

00:02:24: Die goldenen Zähnen.

00:02:26: Ja, Nick's Magic Number ist zehn, der trinkt immer zehn, zero, drei.

00:02:30: Also Prost nochmal.

00:02:31: Prost.

00:02:32: Bist du schon richtig in Weihnachtsstimmung?

00:02:33: Ja,

00:02:34: es geht.

00:02:34: Also bei uns wurde jetzt die ganze Wohnung dekoriert, also überall hier leucht Sterne und allen möglichen Weihnachtskrammer so langsam kommt, aber so hundert Prozent ist noch nicht da, ne?

00:02:46: Deine Pflege-Mutter, sagt man glaube ich, Karina heiße, ne?

00:02:50: Richtig.

00:02:50: Richtig.

00:02:51: Ist hier so richtig Weihnachts-Elf, der dann durch die Wohnung wirbelt und alles dekoriert und Adventskranz

00:02:57: etc.?

00:02:58: Ja.

00:02:59: Hundert Prozent.

00:03:00: Also ich weiß nicht, ob man das noch toppen kann.

00:03:03: Also es gibt wirklich so einen Tag im Dezember, an dem wacht man morgens auf und man erkennt die Wohnung fast nicht wieder.

00:03:11: Also wirklich überall leucht Sterne und gut Adventskranz sogar gar nicht witzigerweise, aber ständig sind irgendwelche Plätzchen im Ofen oder einen Kuchen oder was.

00:03:19: und ja es Weihnachten immer sehr bei uns ja auf jeden Fall.

00:03:23: Ich kann mir schlimmeres vorstellen also wenn ständig Plätzchen gebacken werden und so muss man halt im Januar mal gucken was die Waage so sagt.

00:03:30: Ja

00:03:30: also es gibt schlimmeres.

00:03:32: ja wobei ich jetzt nicht so der Plätzchen Typ bin tatsächlich dafür.

00:03:36: aber ja man ist schon schön.

00:03:39: also ich finde das auch so besser als wenn man Weihnachten jetzt gar nicht feiert.

00:03:43: Ja ich auch.

00:03:44: ich meine wir kommen ja beide aus dem.

00:03:46: Also wir sind jetzt nicht beide nicht wahrscheinlich wahnsinnig religiös, aber wir kommen ja schon aus einem christlichen Haushalt, wo Weihnachten immer eine Rolle gespielt.

00:03:52: Also bei mir seit ich denken kann, wird am vierundzwanzigsten Heiligabend mit der Familie gefeiert.

00:03:57: Es gibt Geschenke.

00:03:59: Erster, zweiter Weihnachtstag kommen die Verwandten und ja, Weihnachten gehört dazu, das ist halt so unsere Tradition.

00:04:07: So kann ich es auch.

00:04:08: Ja, geil.

00:04:10: Nick, du bist Musiker, kann man so sagen, durch und durch.

00:04:14: Ja, ich würde das auch so sagen.

00:04:15: Ja,

00:04:16: ich auf jeden Fall auch.

00:04:17: Also ich war begeistert von eurem ersten Konzert.

00:04:20: Das liegt ja jetzt auch schon wieder ein Weilchen zurück, aber hier wart ihr echt im Forum.

00:04:24: Forum kommt noch.

00:04:25: Das wäre noch eine Nummer größer beim Kampf.

00:04:28: Forum wäre super gewesen.

00:04:29: Hätte ich auch genommen.

00:04:30: Forum, da geben bestimmt tausend Leute rein.

00:04:32: Ja, achthundert hat so, glaube ich.

00:04:34: Also wenn es richtig voll ist.

00:04:36: Forum in Bielefeld.

00:04:37: Geile Location für Konzerte auf jeden Fall, aber es war natürlich das Kamp, aber bei euch waren hundertfünfzig Leute beim ersten Konzert ever, ne?

00:04:45: Zirka, also wir selber haben jetzt nicht gezählt, aber es wurde uns gesagt aus vertraulichen Quellen, das ist so an die Hundertfünfzig waren.

00:04:52: Burus Minus fünf, vielleicht.

00:04:53: Ich fand es auf jeden Fall mega.

00:04:55: Ich habe zwar leider nur die letzten drei Lieder mitbekommen, aber du sagtest ja auch, das waren die besten.

00:04:59: Was eingeschmackern geht ja, freu mich auf jeden Fall, dass dir gefallen hat.

00:05:03: Nächstes Mal siehst du dann alles davon, ne?

00:05:06: Das heißt, du verwendest zur Zeit einfach mega viel Zeit drauf Musik zu machen, ne?

00:05:11: Also was würdest du sagen?

00:05:12: Ist das ein Vollzeitjob, den du da, also von der Zeit, also sagen wir mal, vierzig Stunden Woche investierst du in Musik, weil ich meine, wir kennen uns ja hier nur aus dem Kneipen zusammenhang.

00:05:22: Wir sitzen hier oft irgendwie so, after all, du kommst vom Proben oder erzählst manchmal so ein bisschen, dass du zu Hause halt viel aufnimmst und... Gitarre, du hast ja auch so ein Recording Set und so, unser geiles Intro, die Gitarre da drin.

00:05:36: Können wir gleich nochmal drauf eingehen, ihr hast ja auch, glaube ich, zu Hause eingespielt, oder?

00:05:39: Alles zu Hause, ja.

00:05:40: Also das passiert alles zu Hause, auch alles, was für die Band geschrieben wird und dann die Demos.

00:05:46: dafür nehme ich auch zu Hause auf.

00:05:48: Und ja, es ist ein Vollzeitjob.

00:05:52: Auf jeden Fall.

00:05:52: Also kannst du jetzt natürlich nicht mit irgendeinem anderen Job wie Busfahrer oder irgendein Pflegeberuf vergleichen.

00:05:59: Aber es nimmt schon viel Zeit ein.

00:06:02: Aber es ist überhaupt nicht schlimm.

00:06:03: Mir macht es total Spaß.

00:06:04: Du hast halt nicht den typischen Tagesablauf.

00:06:08: Also stehst du nicht morgens um acht auf und schreibst dann bis abends um fünf irgendwelche Lieder.

00:06:13: Sondern manchmal liegt man um halb zwei im Bett.

00:06:16: Und dann ist die Idee da.

00:06:17: Und dann kann man eigentlich nicht anders als aufzustehen im PC anzumachen, den ganzen Bombs da hochzufahren.

00:06:23: Und dann sitzt man da auch mal bis fünf.

00:06:24: Aber so ist das.

00:06:26: Und da kommt man schon auf die vierzig Stunden, will ich sagen.

00:06:29: Krass.

00:06:29: Hast du das gestern Nacht auch gemacht?

00:06:31: Nee, gestern Nacht nicht.

00:06:32: Okay.

00:06:32: Weil

00:06:33: ich habe ja versucht dich heute um zwölf anzurufen, da geht direkt die Mailbox dran, weil du stellst dein Handy, glaube ich, auf nicht stören und kannst auch mal durchaus bis zwölf ein oder pennen.

00:06:41: Das kannst du, ne?

00:06:41: Das

00:06:42: geht sehr gut, ja.

00:06:43: Ich kann dich zum Beispiel gar nicht.

00:06:44: Ja, doch.

00:06:45: Das geht schon.

00:06:46: Also vor allem, wenn man dann mal irgendwann, vor allem in diesem Rhythmus ist, okay, man sagt mal einmal bis fünf morgens am PC und nimmt irgendeinen Kram auf, dann kommst du ja auch erstmal nicht mal raus, weil dann bis zum nächsten Tag, bis Mittag im Bett und ne?

00:06:57: Kommt sie irgendwie so durch den Tag und dann natürlich abends, wenn du schlafen willst, kommt dann wieder eine Idee.

00:07:02: Und du sitzt wieder bis fünf am PC und das ist ein tollwitzkreis.

00:07:05: Aber irgendwie ist es auch okay.

00:07:08: Ich glaube,

00:07:08: wenn du mit irgendwelchen großen Rockstars sprechen würdest, ich weiß, du bist ein großer Oasis-Fan.

00:07:14: Wenn du mit Liam Gallagher sprechen würdest, wie sein Tagesablauf ist, das ist bestimmt nicht nine to five.

00:07:20: Denke ich auch nicht.

00:07:22: Wenn's da überhaupt ein Tagesablauf gibt, ich glaub, der macht halt was er Bock hat, um Roffer so Bock hat.

00:07:26: Klar, er geht mit seinem Hund und hat irgendwie auch Kinderhaber.

00:07:29: Denke jetzt nicht, dass er sich sagt, boah.

00:07:32: Liam, es ist acht Uhr, jetzt komm mal aus dem Bett.

00:07:36: Also als ich, sag ich mal, jung war ein Anführungszeichen.

00:07:40: Man muss ja dazu sagen, ich bin glaube ich so fast doppelt so alt wie du, bis jetzt zwanzig.

00:07:43: Ich bin zwanzig.

00:07:45: Ich werd vierzig.

00:07:45: Als ich so zwanzig war, da hatte ich auch so Ideen.

00:07:49: Die haben meinem Vater, den kennst du ja, den Uli aus dem Podcast.

00:07:52: Sicher.

00:07:53: Er hat

00:07:53: auch erst mal gar nicht gefallen.

00:07:54: So hat er gesagt, so ne, Junge, werd doch Lehrer.

00:07:58: Also von allen Berufen, die mir das vorstellen können, schlägst du mir ausgerechnet vor, dass ich Lehrer werden soll.

00:08:05: Bei ihm, der auch immer nicht wusste, was er machen soll und am Ende Lehrer geworden ist.

00:08:10: Aber er hat ja in dem Sinne recht.

00:08:11: so, ist natürlich ein sausolider Job.

00:08:14: Am besten, wenn er noch verbeamtet wird.

00:08:16: Dann kannst du dich auch noch mal zwei Jahre krankschreiben lassen und so und kriegst weiter volles Gehalt.

00:08:20: Richtiger Job auch.

00:08:22: Naja, natürlich.

00:08:22: Also ich mach mich jetzt gerade ein bisschen lustig drüber.

00:08:25: Ich

00:08:25: versteh

00:08:25: das.

00:08:25: Es gab ja auch gerade so ein paar Beamte-Lehrer.

00:08:28: Ich glaube, einer hat sich sechzehn Jahre lang krankschreiben lassen.

00:08:31: Also da passieren Dinge, die kannst du als Selbstständiger nicht nachvollziehen.

00:08:34: Also das ist... Naja, aber er hat dann immer gesagt, mach doch mal was Zuliedes und ich so, ja ich will... Ich will Dokumentarfilme drehen, ich will Journalist werden und so.

00:08:43: Da hat er gedacht, bist du für ein Fantast, was machst du für Sachen?

00:08:46: Weil er es einfach nie nachvollziehen konnte.

00:08:48: Er dachte halt, wenn man nichts Vernünftiges lernt, was am Ende auf einen vernünftigen Beruf hinausführt, dann hat man schon verloren.

00:08:56: Das hat er gedacht.

00:08:59: Von unseren Gesprächen weiß ich ja, es geht dir so ähnlich wahrscheinlich.

00:09:02: Du sagst ja wirklich, meine Karte ist Musik.

00:09:05: Hundertprozent.

00:09:05: Also es ist ja nicht so, dass ich nicht was anderes ausprobiert habe.

00:09:10: Aber bis jetzt muss ich ehrlich sagen, dass... Also es muss ja am Ende des Tages ja auch irgendwo Spaß machen oder erfüllen.

00:09:18: Also alles andere halte ich für absolut nicht sinnvoll, sich jahrelang durch irgendeinen Job zu quälen.

00:09:24: Da sehe ich den Sinn nicht hinter so.

00:09:26: Und ja, also meine Karte ist auf jeden Fall die Musik.

00:09:30: So, hundert Prozent.

00:09:32: Das hast du bisher ausprobiert.

00:09:33: Du hast ja im Kampf mal so ein freies soziales Jahr, oder was war das?

00:09:36: Das war ein FSJ genau.

00:09:38: Das hat doch eigentlich Spaß gemacht.

00:09:39: Also es war jetzt gar nicht so, dass das total die Hölle war.

00:09:42: Überhaupt nicht.

00:09:43: Also es war eigentlich eine mega, mega nette Kollegin so, ne.

00:09:46: Schöne Arbeit, aber hat dann auch persönliche Gründe.

00:09:49: Es ist sehr energieaufwendiger Job.

00:09:56: Ja, ich mein, als FSJ vielleicht noch nicht so krass wie bei Fest angestellt, oder?

00:10:01: Aber es hat mich schon, ja, nicht belastet, aber es hat mir schon viel Kraft auch so genommen.

00:10:06: Ich war abends immer echt fertig und es war auch Winter und sowieso schwierige Zeit und deswegen bin ich dann auch raus.

00:10:12: Aber ja, war okay, aber auch nicht das wahre.

00:10:16: Und dann habe ich anschließend daran einen Musiklern gearbeitet, einen Schildersche, auch hier im Bielefeld und Ja, da Musikinstrumente repariert und auch unter anderem verkauft.

00:10:30: Genau.

00:10:30: Das ist ja schon mal so ein bisschen, zumindest hast du mit Musikinstrumenten beruflich zu tun.

00:10:35: Das ist ja schon mal so ein bisschen das Ding, was ja dein Ding ist so.

00:10:39: Ja, aber noch Spaß gemacht.

00:10:41: Also da echt ein bisschen rumzuschrauben, das ist interessant.

00:10:45: Macht Bock.

00:10:47: Ja,

00:10:47: aber wenn man jetzt mit dir redet, dann sagst du, ich setze alles auf eine Karte.

00:10:51: Und ich wusste ja gar nicht, Also wir haben uns ja schon Monate lang gekannt, bevor ich dich dann zum ersten Mal sozusagen auf der Bühne gesehen habe da und ich muss sagen, das war alles eigene Lieder von euch.

00:11:07: Ihr seid eine vierköpfige Band und Alter, ich war schon schwer beeindruckt.

00:11:11: und dann auch, du bist ja jetzt nicht jemand, der überhaupt total unzuverlässig wäre oder so, wenn du sagst so, Ey, wir treffen uns zum Podcast so, dann trägst du das, glaub ich, ein Kalender ein, ne?

00:11:22: Und wenn's heißt so, ey, nicht kannst du mir ein Intro machen, ne?

00:11:25: Ich brauch so das und das so, ne?

00:11:27: Das muss ich sagen, es war ein Aufschlag und der hat gepasst so.

00:11:32: Wir haben ja nur darüber geredet, ne?

00:11:33: So was wollen wir machen?

00:11:35: Sollen hohen Wiedererkennungswert haben und so.

00:11:38: Und es hat gepasst so, ne?

00:11:41: Ich hab... Wir haben ja nur so ein bisschen rumgesponnen, ne?

00:11:43: Wir wollten so eine dreckige Blues-Gitarre irgendwie, die in so ein Kneipensetting passt.

00:11:48: Ich

00:11:48: hab mal so

00:11:48: ein bisschen mit Sounds unterlegen können.

00:11:51: Und bam, war das Ding danach so ein paar Tagen.

00:11:54: Also sowas fällt dir dann auch total leicht wahrscheinlich, weil es einfach Spaß macht, ne?

00:11:57: Ja, voll.

00:11:58: Also das, ich kann mich noch an das Gespräch erinnern und du sagst es mir die Idee und ich hab dir das irgendwie, war wahrscheinlich auch wieder ein Fußballabend vermute ich mal und es war schon das eine oder andere Kalsberg drin und ich weiß noch, dass ich's dir... Ja, sehr, sehr lallend und lustig vorgesungen habe, was ich vorhab.

00:12:14: Und du meintest, das ist gut.

00:12:15: Und dann dachte ich, komm, mach's dir das mal.

00:12:17: Und es hat halt gepasst, wie auch schon Weihnachtshoch.

00:12:19: Soll ich noch mal hören?

00:12:20: Ja, komm, mach's noch mal an.

00:12:22: Ich ballere es jetzt noch mal rein hier.

00:12:30: Liebe geworden,

00:12:31: liebe verloren.

00:12:33: Ich pack das und ich kann das.

00:12:35: Dann wird er in der Schimambäne, die ist dunkel.

00:12:38: Und ich gehe auch gerne entkneiden.

00:12:41: Let's meet der Kneipen Podcast.

00:12:46: Ja, ich war ja das

00:12:47: ich auch.

00:12:48: Also es hat auch mega Bock gemacht, das aufzunehmen.

00:12:51: Weil ich eigentlich ja die Musik gar nicht so mache, aber so plus und so auch mega feier.

00:12:57: Und dann sitzt du da und du spielst das so und du denkst, du hast eigentlich die ganze Zeit ein Lächeln im Gesicht und denkst so geil.

00:13:02: Ja, ja, ja, das ist so.

00:13:05: Und als ich diese, das sind ja so vier Zitate aus vorherigen Podcast folgen.

00:13:09: Also Pete Alderten ganz am Anfang, das war glaube ich mein erster Gast.

00:13:13: dann Lea vom Rugby Club, glaube ich, dann Alex Miladinovic, der selbst in der Kneipe aufgewachsen ist und Lena, weil ich habe ja jetzt schon Folge siebzehn, das sind ja Stunden von so Material und es ist irgendwie so im Gehirn, im inneren Auge entsteht ja irgendwas.

00:13:36: und wenn es dann fertig ist und du das Gefühl hast so... Boah, krass!

00:13:40: Jetzt haben wir das echt in die Tat umgesetzt, so was wir uns so ein paar Bier hier überlegt haben.

00:13:45: Das ist ein geiles Gefühl, ne?

00:13:47: Also da kann ich mir auch vorstellen, wenn ihr ein Song schreibt, du machst ja den musikalischen Part und Texten tut, glaube ich, jemand anders aus eurer Band, oder?

00:13:54: Ja, so war es am Anfang auf jeden Fall.

00:13:56: Es ist mittlerweile echt gemischt, so schreibt mal jeder irgendwie ein Instrumental, aber grundsätzlich würde ich das erstmal so sagen, aber es ist nicht immer so, ne?

00:14:06: Es hat schon jeder da.

00:14:08: macht schon sein Tag.

00:14:10: Ich als Nichtmusiker kann mir das immer so schwer vorstellen, wie man das überhaupt schafft, weil erst mal denkste ja, ich wurde früher gezwungen Geige zu lernen, also wirklich mit Geigenlehrer.

00:14:22: Ach mein Gott Alter, schwieriges Kapitel.

00:14:25: Und dann sollte ich wirklich Noten lernen und mit Geigenlehrer und so weiter und so fort und es war überhaupt nicht mein Ding.

00:14:32: Aber ich habe immer gedacht, man muss das halt so von der Pique auf lernen.

00:14:35: Roten lernen, man muss dann irgendwie die Griffe lernen, bei Geige streichen, bei Gitarre halt die Seiten anschlagen.

00:14:43: Aber du bist ja Autodidakt, du hast es ja einfach selber beigebracht.

00:14:47: Ja,

00:14:48: ja, weil genau dieses Noten lesen.

00:14:51: Ich bin auch so angefangen mit Schlagzeug.

00:14:54: Ich habe eher Schlagzeug gelernt und das ging auch über meine damalige Schule.

00:14:59: Da hieß es dann, da hat man an Anfang der Schule so ein dickes Notenheft in die Hand gedrückt bekommen und dann gesagt, ja, was schlagst du im Grunde-Richt, dann kannst du das ja da machen.

00:15:08: Und dann schlägst du dieses Heft auf und denkst dir so, was ist das denn für eine Scheiße?

00:15:13: Keine Ahnung.

00:15:13: Das denkst du wahrscheinlich heute noch?

00:15:14: Also du kannst keine Noten lesen, oder?

00:15:16: Ja, es geht mittlerweile schon so ein bisschen.

00:15:18: Also man macht es irgendwann mal, wenn man sich so denkt, ja, könnte man ja mal brauchen.

00:15:23: Aber ich muss ehrlich sagen, bis jetzt brauchte ich es noch nie.

00:15:25: Also nicht ein einziges Mal.

00:15:28: braucht dich irgendwelche Noten.

00:15:30: Das ist so faszinierend.

00:15:32: Ich weiß auch, ehrlich gesagt bis heute, wenn mich jemand fragt, wie geht das oder wie hast du es gelernt, dann kann ich da leider nicht darauf antworten.

00:15:38: Weil ich selber nicht weiß.

00:15:40: Man hat irgendwann mal einfach angefangen, eine Gitarre in der Hand zu nehmen und dann Lieder gehört und dann irgendwie versucht das nachzuklimpern und irgendwann hat es halt funktioniert.

00:15:49: Und dann hat man sich die nächsten Song genommen.

00:15:51: Aber ich sagte jetzt, das ist etwas, was könnte ich überhaupt nicht.

00:15:54: Null Talent, glaube ich.

00:15:57: Ja, ich würde schon sagen, man braucht irgendein Gehör dafür oder vielleicht ein grundsätzliches Verständnis und Musik, das ist angeboren ist, vielleicht gibt es sowas in die Richtung, ich weiß es nicht, aber vielleicht ist es einfach nur Glück gewesen, das kann auch sein bei mir.

00:16:14: Ja, aber es gibt glaube ich viele Rockstars, die keinen Noten lesen können, sondern einfach, ich weiß nicht, ob Jimmy Hendrix irgendwie schulmäßig Gitarre gelernt hat.

00:16:22: Irgendwie wirkt er wie ein kompletter Anarchist, der die Seiten auf links gezogen hat und die Gitarre umgedreht hat und dann einfach losgespielt hat.

00:16:30: Das weiß ich grad gar nicht.

00:16:31: Ja, ich weiß es auch nicht, aber der hat ja, glaube ich, eine Rechtshänder-Gitarre umgedreht, weil er Linkshänder war, und dann hat er die Seiten umgedreht.

00:16:43: Die Seiten sind komplett andersrum draufgezogen und dann so gespielt.

00:16:49: Also ich glaube mal, in der Welt der Rockstars gibt es viele, die nicht so, sag ich mal, auf die Musikschule gegangen sind.

00:16:55: Das glaube ich auch nicht.

00:16:56: Also, wenn man sich jetzt mal die toten Hosen anguckt, da kann man das auch in den Interviews alles nachgucken.

00:17:04: Der einzige, der wirklich Ahnung hatte vom Musikmarkt.

00:17:05: Ich glaube, der hatte auch einen Richtvereingitarist von denen und der Rest nicht.

00:17:09: Also, als sie damals bei der ersten Probe im Proberaum standen, da haben die die Instrumente ausgelost.

00:17:13: Weil keiner irgendwie wusste, keine Ahnung hatte, was man daran macht und dann wirklich ausgelost.

00:17:18: Ich weiß auch, Campino wollte eigentlich ein Schlagzeug.

00:17:21: Ist da nichts geworden.

00:17:22: Gott sei Dank.

00:17:24: Aber bei denen war das auch so, also da konnte auch keiner Noten lesen.

00:17:27: Ja, Udo Lindenberg ist auch ein Drama, der ist ein alter Trommler, der war der Schlagzeuger.

00:17:31: In seltensten Fällen wird er aus den Schlagzeugern Sänger.

00:17:34: Ja, hab ich auch nicht aufgehört.

00:17:36: Wobei

00:17:36: es gibt ja auch noch hier, sag schon, der berühmte Schlagzeuger, der dann Sänger wurde, britische Band auch.

00:17:45: Komm ich später drauf.

00:17:51: Egal, aber wann hast du das erst mal an die Gitarre in die Hand genommen?

00:17:55: Das müsste vor sieben Jahren gewesen sein.

00:18:02: Also so mit dreizehn?

00:18:04: Ja genau, dreizehn.

00:18:07: Das erste Mal, aber wirklich dann Gitarre ausgeliebt bekommen und die lag dann auch wirklich lange in der Ecke.

00:18:13: Das war nicht so, dass ich am dem Tag nachher angefangen habe zu spielen.

00:18:17: Das braucht ein paar Annäherungsversuche auf jeden Fall.

00:18:20: Phil Collins ist mir gerade wieder eingefallen.

00:18:22: Phil Collins war doch Drama.

00:18:24: Und bis heute erlebt, glaube ich, noch.

00:18:27: Phil Collins ist besonders gut.

00:18:28: Er lebt noch, ja.

00:18:29: Aber ich glaube, er macht nichts mehr, soweit ich weiß.

00:18:31: Aber er ist ja auch ein begnalter Sänger.

00:18:33: Aber vom Schlagzeuger zum Frontman ist er

00:18:36: selten.

00:18:36: Ja,

00:18:37: er macht ja teilweise beides gleichzeitig.

00:18:39: Er hat dann zwei Schlagzeuge auf der Bühne und ich glaube er hat auch Shows gespielt, wo er hinter den Drums saß und dabei gesungen hat.

00:18:45: Mit so einem Headset.

00:18:47: Stimmt, genau.

00:18:48: Bela B von den Ärzten habe ich im Ringlock gesehen.

00:18:51: Sinkt auch mit.

00:18:52: Schlagzeug

00:18:53: unter anderem, aber singt auch.

00:18:55: Ja, ist sowieso ein krasser Typ.

00:18:57: Also so eine Show, ich meine die Ärzte spielen ja teilweise zweieinhalb Stunden.

00:19:02: Die erstmal am Schlagzeug zu spielen, krass, dabei noch zu stehen und noch zu singen.

00:19:07: Meine Fresse.

00:19:08: Also, das ist schon cool ab, ne?

00:19:11: Ja, ich fand es auch echt beeindruckend.

00:19:13: Vor allem, wir haben eine Message, das finde ich auch immer wichtig, dass man eine Botschaft hat, eine klare Haltung.

00:19:18: Auf jeden Fall.

00:19:19: Als Band.

00:19:19: Auf jeden Fall.

00:19:20: Auch ein Band heißt ja Kill Masi, ne?

00:19:22: Richtig.

00:19:23: Da konntest du mir auch nicht richtig erklären, warum die eigentlich so heißt, aber es ist irgendwie ein cooler Name.

00:19:27: Also, auch wenn man jetzt nicht nach Bedeutung suchen muss, aber Kill Masi ist was, was kann ich mir gut merken?

00:19:34: Ja, also die... Die Jungs Geschichte des Bandnamens war echt absolut unspektakulär.

00:19:40: Das kann man auch einfach sagen.

00:19:41: Also wir hatten ein paar Namen davor und dann fanden wir den einen Scheiße und dann hatten wir einen zweiten und dann war unser Sänger auf einem Festival und dann stand da ein Van von einer Band mit genau diesem Namen und sogar fast exakt dem gleichen Logo.

00:19:55: Als er dann wieder zurück war, hat er uns dann bei einer Probe gezeigt und wir dachten, das kann nicht wahr sein.

00:19:59: Wir haben jetzt so lange nach den Namen gesucht und jetzt gibt's den schon.

00:20:04: Und dann... Gießt das was machen wir?

00:20:06: Oh ja, irgendwas.

00:20:06: Ja, Kill.

00:20:08: Die ist Kill-Marcy.

00:20:09: Ja, aber das klingt gut.

00:20:10: Das ist Neva.

00:20:11: Und that's it.

00:20:12: Mehr steckt da nicht hinter.

00:20:15: Also einfach nur gesagt, so Kill-Marcy klingt gut machen wir.

00:20:18: Ja.

00:20:19: Im Grunde ja.

00:20:21: Ja.

00:20:22: Witzig.

00:20:23: Und lustig ist ja, dass dein Vater heißt ja Marcel und

00:20:28: spitze

00:20:29: Marcy.

00:20:29: Und als er das gehört, dann dachte er, ey,

00:20:31: Junge.

00:20:32: Ja, das war lustig.

00:20:33: Auf jeden Fall.

00:20:34: Also, ich hab das gar nicht beachtet.

00:20:38: Und auf einmal schreibt er mir, ey Salah, was ist mit eurem Bandnamen los?

00:20:41: Ich sag, was ist denn denn?

00:20:42: Und dann ist mir das angefangen.

00:20:43: Ich sag, ey, Salah, alles gut.

00:20:44: Wir wollen dich nicht umbringen.

00:20:45: Alles ist okay.

00:20:48: Ja, den Joker war auch verstanden.

00:20:49: Er war auch beim ersten Konzert dabei und so.

00:20:52: Er war beim ersten Konzert.

00:20:54: Er hat sich sehr gefreut und mir sehr, sehr oft gesagt, wie gut er das fand.

00:20:57: Er war auch sehr stolz, glaube ich.

00:20:59: Definitiv.

00:21:00: Ich hab ihn ja zum ersten Mal getroffen so.

00:21:01: Der ist glaube ich jünger als ich.

00:21:03: Oder?

00:21:03: Wiedert das jetzt?

00:21:06: Boah, ey Papa, wenn du das hörst, ich weiß es nicht genau.

00:21:09: Ja, aber ich glaube,

00:21:10: er ist keine vierzig, oder?

00:21:11: Nein, das nicht.

00:21:12: Er ist sechsundachtzig geboren.

00:21:13: Ja,

00:21:14: so wie ich.

00:21:14: Ja?

00:21:15: Ja guck, ja guck.

00:21:17: Er ist sehr jungvater geworden, offensichtlich, ne?

00:21:18: Ja.

00:21:20: Du bist ja aus Libstadt, ne?

00:21:21: Das ist so deine, deine Homepage.

00:21:23: Genau.

00:21:24: Da komme ich her, da bin ich geboren.

00:21:25: Kann ich mir nichts runter vorstellen und Libstadt ist ja nicht weit von hier.

00:21:28: Ich glaube, ich bin da einmal gewesen, eine BVB-Dauerkarte abzuholen.

00:21:33: Ja.

00:21:33: Wie einer bei eBay Kleinerzeigen angeboten hatte.

00:21:36: Ja, also ist auch nicht so viel los da.

00:21:39: Also ich würde es auch wundern, wenn du da jetzt irgendwie krass im Store ist zu hättest.

00:21:44: Also es ist eine schöne Stadt, es ist eine kleine Stadt.

00:21:46: Halt irgendwie etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa etwa.

00:22:02: Ich liege spielen in den Regionalliga oder so.

00:22:05: Also jetzt auch keine Größe, aber könnte man kennen.

00:22:09: Ja, sonst würde ich mir überhaupt nicht relativ uninteressant.

00:22:14: Ja, also es ist witzig, dass so eine Stadt, die gar nicht so weit weg ist, dass man sich da wirklich gar nichts runter vorstellen kann.

00:22:19: Also Detmoll, Paderborn, Herford, so habe ich irgendwie Bezüge zu, aber Lippstadt nicht so wirklich.

00:22:27: Ja, also wie gesagt, bei Sona ist das auch nicht.

00:22:33: Fährt schon eine Stunde dahin, so ist es nicht.

00:22:37: Es ist halt auch nicht viel da.

00:22:39: Es ist nicht viel da.

00:22:40: Aber es ist ein schönes Städtchen, wenn man da herkommt, markt man es.

00:22:42: Aber von außerhalb Urlaub muss man da auch nicht machen.

00:22:48: Da gibt es so viele Wochen, denn tritt es andere Städte, die ja deutlich interessanter sind.

00:22:52: Aber du bist schon manchmal da, ne?

00:22:54: Ja genau, meine ganze Familie lebt da.

00:22:56: Die leibliche Familie, ich wohne da, meine Pflegemutter, wie eben schon gesagt hast.

00:22:59: Und ja, ab und zu ist man da mal da.

00:23:02: Ja, klar.

00:23:03: Und Lippstadt ist sozusagen der Ort, wo du ein Großteil deines Lebens dann auch verbracht hast.

00:23:12: Ja, also bis zum vierzehnten

00:23:16: Lebensjahr.

00:23:16: Ja, okay.

00:23:17: Und dann hast du ja deine Pflege, Mutter Karina, wann bist du bei der eingezogen?

00:23:22: Äh, im September.

00:23:24: So ungefähr sechs Jahre her, ne?

00:23:26: Ja, genau.

00:23:27: Das heißt, so klassisches Familienbild, so wie das jetzt bei mir war, Mama, Papa, Geschwister, das gab es bei dir nicht.

00:23:34: Das gab es nicht.

00:23:35: Wie war es bei dir?

00:23:37: Ja, das war immer wieder unterschiedlich.

00:23:40: Es hat immer wieder gewechselt.

00:23:44: Ich habe den Großteil meiner Kinder schon bei meiner Mutter gewohnt.

00:23:48: Sie hatte dann immer wieder auch ein Partner, mein Stiefvater und habe mich auch mit denen gut verstanden.

00:23:57: Ja und dann irgendwann gab es, wie es auch oft so ist, also ich habe das höre das auch öfter, dass es dann echt Stress gibt innerhalb der Familie aus verschiedensten Gründen und bin dann irgendwann erst zu meiner Oma und nach zwei Jahren dann, ich glaube da war ich halt weich hinter mir überlegen, zwölf Jahre glaube ich in einem Kinderheim, da dann noch zwei Jahre bis ich vierzehn war und dann war meine Lebensgeschichte da in der Region auf jeden Fall vorbei.

00:24:28: Dann bin ich hierhin.

00:24:29: Und

00:24:30: dann gab es so viel Stress, dass es hieß, du musst jetzt irgendwie eine andere Lösung finden für Nick, oder?

00:24:37: Ja, ab welchen Punkt meinst du?

00:24:39: Das gab es einfach schon.

00:24:39: Wenn

00:24:40: du sagst

00:24:40: so,

00:24:41: vierzehn, sechs Jahre ist das her, dann Pflegemutter.

00:24:44: Also Pflegemutter ist jetzt nicht so der Normalfall, sag ich.

00:24:48: Ja, das war ja meine Entscheidung.

00:24:50: Ach so, du hast gesagt, das ist mir zu bunt irgendwie.

00:24:53: Genau, zu dem Zeitpunkt war ich ja, wie gesagt, zwei Jahre schon im Kinderheim und hab da gelebt und irgendwann, wie das oftmals dann mit vierzehn ist, kriegt man so einen, ja, weiß ich nicht, kriegt man so einen kleinen Rebellen manchmal und dann hab ich halt gesagt, so Leute, hier ist Sensation so, jetzt sind sie sofort das Jugendamt angerufen und ich geh nirgends wohin, außer zu einer Pflegemutter, Punkt aus Ende so und dann ist das auch so passiert.

00:25:20: Aber mit Karina kommst du ja echt ganz gut klar.

00:25:22: Ich hab so den Eindruck, ich hab sie ja glaube ich nur ein, zweimal getroffen.

00:25:27: Auch unter anderem nach dem Konzert von euch.

00:25:29: Und sie scheint so ein sehr ausgeglichener Mensch zu sein.

00:25:32: Hundert Prozent.

00:25:33: Also ich mein, wenn man so viele Stationen als Kind hatte und ja im Grunde nie so richtig zurückgekommen ist, was man ja eigentlich als Kind braucht.

00:25:42: Also kein Kind sollte unter Dauerstress stehen.

00:25:45: Es ist einfach ungesund.

00:25:49: Also, ich bin wirklich wieder zurückgekommen.

00:25:51: Nach diesem ganzen Trubel, nach dem ganzen Scheiß, was man da auch so im Kopf hat, über Jahre, ist jetzt langsam wieder am Punkt, wo ich sage, okay, es ist Ruhe oben.

00:26:01: Also, mein Kopf labert keinen Scheiß mehr und ist alles wieder okay.

00:26:06: Und was will ich zurückgekommen, das hat sie ohne, das muss man betonen, ohne dass sie irgendeine Erfahrung davon hatte, einfach extremes gemeistert so.

00:26:14: Ach, die hat, die ist nicht gar nicht so aus dem sozialen Bereich oder... Keine Ahnung, hat irgendwie schon öfter Pflegekinder gehabt oder sowas.

00:26:21: Sie

00:26:21: ist Lehrerin im Gymnasium.

00:26:24: Also arbeitet auch mit Kindern und Jugendlichen auf jeden Fall.

00:26:27: Arbeit in dem Bereich Pflegefamilie oder Pflegemutter oder was auch immer damit noch zu tun hat.

00:26:32: Überhaupt keine Erfahrung.

00:26:33: Null.

00:26:35: Und das ist schon krass, was die so geleistet hat die letzten sechs Jahre.

00:26:40: Auch grundsätzlich erst mal sich dazu bereit zu erklären, das zu machen.

00:26:44: Ich schaute dann Karina.

00:26:45: Schaute

00:26:46: dann Karina.

00:26:46: Sie wird die Folge hören.

00:26:47: Karina muss an dich.

00:26:51: Ja, echt beeindruckend so.

00:26:53: Also was für Lebenswege es auch gibt.

00:26:57: Du hörst ja meinen Podcast auch.

00:26:59: Die Menschen sind so unterschiedlich.

00:27:00: Wahnsinn.

00:27:02: Wenn ich jetzt so durchgucke, was ich hier schon für Leute hatte.

00:27:06: Ich hatte

00:27:06: hier

00:27:07: Soldaten, Pazifisten, Musiker, Leute, die irgendwie im Islam unterwegs waren.

00:27:14: Obwohl sie eigentlich von Haus aus nicht Moslem als Moslem geboren wurden.

00:27:19: Also wo nach die Leute so suchen, was die Leute so machen.

00:27:22: Ich hatte auch die unterschiedlichsten Nationalitäten schon hier.

00:27:25: Engländer, Franzosen, Südafrikaner, Deutsche natürlich.

00:27:30: Das ist ja das, was wir hier im Hause doch immer erleben so, ne?

00:27:35: Was für ein buntes Volk hier immer so reinkommt.

00:27:37: Das ist ja auch geil, ne?

00:27:38: Also, ich mag das.

00:27:39: Ich liebe das.

00:27:40: Ich liebe das.

00:27:40: Ich bin ja auch ein absoluter Kneipengänger.

00:27:43: Also, viele in meinem Alter gingen glaube ich eher ein Club.

00:27:46: Ja.

00:27:46: Aber ich war da nie für zuhause.

00:27:48: Ich war immer schon grundsätzlich Kneipe und Bars.

00:27:52: Und ja, man kommt da rein und trifft halt... Kannst ja jeden treffen.

00:27:56: Kannst ein Geschäftsmann treffen, der gerade... ... gefeuert wurde, Burnout hat, du kannst einen treffen, der gerade mega ... ... Deal gemacht hat, du kannst ... ... ja ... ... triffst auch manchmal, je nachdem welcher Kneipe du bist, ... ... triffst auch mal einen Obdachlosen, ne?

00:28:09: Ja, oder irgendwie ... ... Studenten mit Dingquatsch, du leute von außerhalb, ... ... ist mega interessant, ich liebe das einfach, ne?

00:28:17: Ja, das ist ... ... und gerade wenn man jemand ist, der ... ... künstlerisch oder ... ... also ich bin irgendwie ... Ja, Journalist, Dokumentarfilmer, ich interessiere mich generell.

00:28:27: Ich mache ein Podcast, ich interessiere mich generell für Geschichten.

00:28:30: Und als Musiker ist es ja auch so, du musst ja auch deine Inspiration irgendwo herholen.

00:28:34: Auf jeden Fall.

00:28:35: Auf jeden Fall.

00:28:36: Und es ist schon der eine oder andere Idee für ein Song auch in der Kneipe entstanden.

00:28:41: Ja,

00:28:42: das glaube ich dir sofort.

00:28:43: Also das ist auch einfach der beste Ort dafür.

00:28:45: Weil, manche finden das vielleicht komisch, aber dann geht man da alleine hin, setzt sich da in die Ecke, Ey, holt sein Handy raus, machte die Notizen an und guckt einfach.

00:28:56: Und dann guckst du halt eine Stunde in der Gegend rum.

00:28:58: Und dann siehst du da irgendwann, kommt ein Typ rein.

00:29:00: Das war letztens, irgendwann da eine extra Blussbar hier im Bielefeld.

00:29:03: Ich sitze da in der Ecke mit meinem Bier, gucke dann irgendwann nach links und dann spielt er so ungelogen.

00:29:08: Seit einer Stunde ein Typ alleine dat.

00:29:10: Hört sich erst mal unspektakulär an.

00:29:14: Aber irgendwie fand ich das faszinierend, dass er das einfach eine Stunde durchzieht.

00:29:17: Der Laden war voll und er spielt die ganze Zeit dat.

00:29:20: Ganz alleine.

00:29:20: Nur für sich hat er sein Bier.

00:29:22: hat sein Schnaps getrunken, wie sagt man auf Deutsch, glaube ich, so ein Gedäck.

00:29:27: Gedeon Schnaps, ja.

00:29:28: Und er spielte da einfach da die ganze Zeit, die ganze Zeit.

00:29:31: Und das fand ich mega cool.

00:29:32: So was siehst du dann?

00:29:33: halt so zu später Stunden in Bielefelder schneiden.

00:29:37: Ja, und die größten Rock-Songs erzählen noch Geschichten.

00:29:40: Genau solche Geschichten.

00:29:41: Auf jeden Fall.

00:29:42: Nicht nur Rock-Songs.

00:29:43: Ich meine, keine Ahnung, Pianoman oder so, ne?

00:29:47: Da bist du ja auch direkt in der Szene, wenn du das hörst.

00:29:50: Auf jeden Fall.

00:29:51: Auf jeden Fall.

00:29:53: Also ich, ja, ich wüsste nicht, ob es noch einen geileren Ort gibt, um solche Songs zu schreiben.

00:29:59: Gerade so, ja, also diesem, wo gibt es einen anderen Ort, sagen wir mal so, gibt es noch einen Ort, welchem Atmosphäre du so aufsaugen kannst wie in der Kneipe?

00:30:11: Für

00:30:12: mich nicht,

00:30:13: oder?

00:30:13: Ich mach das jetzt seit fünf Jahren.

00:30:15: und was ich hier erlebt habe, das, ähm, also, das sucht seinesgleichen so.

00:30:20: Ich hab ja auch schon... Menschen hier kennengelernt, über die ich dann im Endeffekt irgendwie so kleine Filmreportagen gemacht habe.

00:30:27: oder auch damals im Kampf, haben wir ja auch eine kleine Reportage gedreht.

00:30:31: Ja, genau.

00:30:32: Und

00:30:32: dann warst du ja auch da, kannten wir uns noch gar nicht, aber das waren ja auch Leute, die ich hier kennengelernt habe im Prinzip, die über die Jahre im Kampf waren, im Jugendzentrum.

00:30:41: Ja, das meine ich halt.

00:30:43: Lernst du nach neuen Leute kennengelernt, siehst Sachen und das muss man auch dazu sagen.

00:30:47: Also klar, gibt es auch viele... Tolle Sachen, die man sehen kann.

00:30:51: Ich will jetzt nicht nur sagen, du lebst so schöne Sachen in einer Kneipe überhaupt nicht.

00:30:55: Aber die Welt heutzutage, das vergeht alles so schnell, ist alles so schnelllebig.

00:31:00: Und ich hab so das Gefühl, das Kneipe ist so ein Ort, da ist die Zeit einfach entschleunigt.

00:31:06: Du sitzt da, wenn du Bock hast, sitzt du da einfach.

00:31:08: Und das vergeht Stunden und Stunden und Stunden und keiner will was von dir.

00:31:11: Du kannst machen, was du willst, eigentlich.

00:31:13: So, und das ist für mich immer so ein entschleunigter Ort.

00:31:15: Die Zeit vergeht immer so ein bisschen langsamer, finde ich so.

00:31:18: Es ist eine eigene Welt.

00:31:19: Und es ist keine verschwendete Zeit.

00:31:21: Ich würde sagen, wenn du in drei Stunden fünfhundert TikTok-Videos durch Ballast hast, dann hast du definitiv drei Stunden deines Lebens verschenkt.

00:31:28: Ja, ich kann mich da leider nicht von frei sprechen.

00:31:31: Aber ich sage mal, drei Stunden in der, sagen wir mal, fünf Stunden in der Kneipe, dann hast du vielleicht näßtag ein Kater.

00:31:36: Ja, das muss man in den Kauf nehmen.

00:31:37: Das passiert halt manchmal.

00:31:40: Aber ich würde auch sagen, dass das besser investierte Zeit ist, als fünf Stunden auf TikTok zu sein.

00:31:45: Wobei auch mehr, das manchmal passiert.

00:31:47: Aber frag mal jemanden, der drei, vier, fünf Stunden lang TikTok-Videos geballert hat, was für Videos er geguckt hat.

00:31:53: Ja, ja, ja.

00:31:54: Wurde ich mal gefragt.

00:31:56: Und?

00:31:56: Will dir was zu ein?

00:31:57: Nein,

00:31:57: keine Ahnung.

00:31:59: Nicht mal das allerletzte.

00:32:00: Weil in dem Moment, wo du keine Ahnung in deinem Handy ausmachst und weglegst, hast du die ganze Scheiße wieder vergessen.

00:32:05: Fünf Stunden.

00:32:08: Was mir immer auffällt, ist, dass die Aufmerksamkeitsspanne total verkürzt dadurch.

00:32:14: So ein anderthalb Stunden Film am Stück zu gucken, ist schwer.

00:32:19: Ja, Handy irgendwo wegschließen eigentlich, ne?

00:32:21: Also heutzutage macht man das nicht mehr.

00:32:23: Früher war das normal, dass man wirklich ein Film geguckt hat im Fernsehen.

00:32:26: Auf jeden Fall.

00:32:26: Und ich muss mir auch immer wieder in den Arsch treten, das nicht zu machen.

00:32:32: Alle meine Freunde wissen das auch.

00:32:33: Ich habe denen das schon oft gesagt, Leute, irgendwann kommt der Tag.

00:32:36: Da kriegt ihr eine Nummer und ich sage, hier ist Nick und dann werde ich irgendwann so ein altes Nokia besitzen.

00:32:43: Diese Handys, die als uns herstörbar gelten, gegen die Wand.

00:32:46: Das ist

00:32:46: ein Zweiunddreißigzehn.

00:32:47: Ja, genau.

00:32:48: Das hatte ich, als ich Abi gemacht habe.

00:32:49: Genau, und damit kannst du mal...

00:32:51: ...und zwanzig Jahre, Alter.

00:32:52: So,

00:32:52: da kann neben dir eine Bombe explodieren, das Ding ist noch heil und hat wahrscheinlich sogar noch vollen Akkus.

00:32:58: Und ich habe den gesagt, irgendwann werde ich so ein Ding besitzen, weil eigentlich will ich das gar nicht so konsumt.

00:33:05: Ja, man fällt da immer wieder rein, leider.

00:33:06: Das ist leider so,

00:33:08: bin ich voll.

00:33:08: Meine Freunde hatten früher schon Smartphones, da hatte ich immer noch so ein Club-Handy von Samsung.

00:33:13: Ja,

00:33:13: mein Akku hat zehn Tage gehalten.

00:33:17: Dann hat mir irgendwann meine Freundin gesagt, ich muss mein Handy laden.

00:33:22: Ich so, das hast du doch, also keine Ahnung, das hast du doch gestern noch geladen.

00:33:25: Ich hab's doch gesehen.

00:33:27: Gestern noch geladen?

00:33:28: Ja,

00:33:28: das war ein Smartphone.

00:33:31: Und da ist ja schon gestern geladen lang.

00:33:35: Ich hatte halt zu der Zeit noch ein Handy, was zehn Tage lang, also locker.

00:33:41: nach sechs Tagen war der Akku noch, da waren noch alle Balken da.

00:33:43: Ja,

00:33:44: das Wahnsinn.

00:33:45: Das hat doch noch nichts... Ich hab darauf sogar so ein komisches Spiel gezockt, irgendwie.

00:33:51: Aber auch das, ne?

00:33:52: Das war so ein...

00:33:53: Snake oder

00:33:54: was?

00:33:54: Das war noch nicht mal Snake.

00:33:55: Das war ja wie gesagt, dieses Samson-Klapp-Handy.

00:33:57: Das war so ein komisches... Da musste irgendwelche... irgendwelche Bälle wegschießen, Alter.

00:34:02: Ich kann's dir gar nicht mal sagen, aber selbst das... Ich hab im Zug das stundenlang gespielt, aber das hat den Akku nicht gefressen, ne?

00:34:07: Also, ich lade... Ich lade immer mal nachts und hab'n morgens hundert Prozent... und muss mindestens einmal am Tag noch mal laden.

00:34:16: Auch wenn man nix macht, das scheiß Ding ist irgendwann leer.

00:34:18: Ich weiß gar nicht, was das soll.

00:34:20: Aber es ist so, ja.

00:34:21: Deswegen Nokia.

00:34:22: Leute, kaufst du euch alle Nokia?

00:34:23: Ja, schmeißt

00:34:24: das Smartphone weg oder was?

00:34:27: Kaufst

00:34:27: du euch das und schmeißt es, wenn die Langeweile hat?

00:34:29: Ich glaube, dass das

00:34:29: wahrscheinlich mittlerweile schon einen historischen Wert.

00:34:31: Die werden wahrscheinlich gar nicht so billig sein.

00:34:33: Ich weiß es gar nicht.

00:34:34: Ich glaube, man kann die noch kaufen.

00:34:35: Ja,

00:34:36: da wurden Millionenfach verkauft.

00:34:37: Da wird schon noch welche geben.

00:34:38: Geiles Ding.

00:34:39: Schöner Backstein.

00:34:41: Oh, jeden Fall.

00:34:42: So, wir machen mal eine kleine Pause.

00:34:43: Du musst eine rauchen, glaube ich.

00:34:45: Und ich muss mal auf Toilette.

00:34:46: Und der Pitcher ist sogar noch drei Viertel voll.

00:34:52: Was ist los mit uns?

00:34:53: Ich weiß es nicht.

00:34:55: Bis gleich.

00:34:56: Bis

00:34:56: gleich.

00:35:01: Jawohl, da sind wir wieder.

00:35:02: Schön schön.

00:35:03: Schön schön.

00:35:06: Nick, pass auf.

00:35:07: Was mich total interessiert, ist... Das Thema Schützenfest.

00:35:11: Ich bin ja auch in einem kleinen Ort aufgewachsen, also in Spengel Lansinghausen.

00:35:15: Ich weiß, dass es da einen Schützenverein gibt und ich kenne auch Leute, die in einem Schützenverein sozusagen waren oder auch bis heute noch sind.

00:35:27: Ich habe auch Verwandte, die so im Tecklenburger Land leben, die alle Schützen sind und im Schützenverein und Schützenkönig und was weiß ich.

00:35:33: Aber ich habe nie so ganz verstanden, warum ich mir eine Uniform anziehen sollte, durch die Stadt marschieren sollte und irgendwie mich gnadenlos besaufen sollte oder geschweige denn mit so einer Luftpistole da auf so einen Adler schießen.

00:35:48: Also das hat sich mir einfach nie erschlossen und Dinge, die für mich irgendwie so ... Es ist einfach schwer zu greifen, aber du bist ja da voll drin, ne?

00:35:56: Ich bin da, ja, was heißt voll drin?

00:35:58: Also ich fahre da zum Schützen fest und ... Ich bin da auch im Verein, aber es gibt natürlich Leute, die da in dem Ort wohnen, da die ja deutlich aktiver sind.

00:36:08: Ich bin da jetzt nicht immer überall dabei, aber beim Schützenfest immer gerne, ja, auf jeden Fall.

00:36:15: Und das ist aber nicht in Libstadt, sondern in Hasewinkel, habe ich das richtig verstanden?

00:36:19: Ja, das ist in Greffen.

00:36:20: Ah, Greffen.

00:36:22: Ist

00:36:22: das schon Münsterland?

00:36:24: Ist Münsterland, genau.

00:36:25: Ist ein Münsterland, kleines Dorf in Münsterland und ein Ortsteil von Hasewinkel.

00:36:31: Und ich finde es ja sehr schön.

00:36:33: Also ich kenne auch viele Leute, mittlerweile dann noch mehr, ne?

00:36:37: Man denkt ja immer, wenn Neues kennt, auch auf dem Schützenfest, auch ein schöner Faktor.

00:36:43: Ja, genau.

00:36:44: Da bin ich im Schützenverein.

00:36:45: Und wie kommt das zustande, dass du da in Greffen irgendwie im Schützenverein bist?

00:36:49: Also du bist ja eigentlich Lib-Stadtstädter.

00:36:51: Ich bin Lib-Städter, ja.

00:36:53: Aber als ich dann zu meiner Fliegemutter gezogen bin, Das war am zwanzigsten September, also quasi Schulzeit schon gestartet und ja, findet dann mal noch eine Schule, die einen nimmt.

00:37:07: Und meine Zeugnisse waren jetzt auch nie die besten.

00:37:10: Ich war vorher auch auf dem Gymnasium.

00:37:13: Zwischenzeitlich dann auf einer Realschule und dann, ja, hieß es, der Junge braucht eine Schule.

00:37:20: Und in Bielefeld war alles also wirklich komplett überfüllt.

00:37:24: Also jede Schule platzt aus allen Nähten.

00:37:27: Und da meine Pflege-Mutter in Hause Winkel am Gymnasium arbeitet, hat sie dann mal da den Schulleiter gefragt, ja wie ist das denn so.

00:37:33: Ich habe jetzt eine Pflege so und der war auch eine Schule und hat der Schulleiter ohne zu zöger gesagt, ja, komm.

00:37:39: Dann geht er halt hierhin.

00:37:42: Ja, dann bin ich am nächsten Tag dann auch direkt mit dahin, bin in eine Klasse gekommen und da dann alle Leute kennengelernt.

00:37:51: Noch eine Stufe höher gegangen, dann sitzen geblieben, dann wieder neue Leute aus einer anderen Stufe kennengelernt und bla bla bla.

00:37:57: Und da auch jetzt mein Freundeskreis kennengelernt.

00:38:02: Und ja auch mein besten Freund, der kommt aus Greffen und ja, er hat mich da quasi so nach und nach in den Schützenfein geholt.

00:38:12: Ja, aber erstmal schaut er dann den Schulleiter, das ist etwas so unkomplizierter an hier, der Nick geht jetzt hierhin.

00:38:18: Das ist ja auch immer wichtig, dass man Leute trifft, die einem, sag ich mal, so Türen öffnen, die einen akzeptieren.

00:38:24: Und das war auch ein Top-Typ, ist mittlerweile in Pension, aber war der beste Schulleiter, den ich auf jeden Fall hatte.

00:38:31: Wirklich ein sehlenröger Kerl, kann man nichts anderes sagen.

00:38:37: Ja, cool.

00:38:37: Und dein bester Freund, der hat dich dann in den Schützenverein geholt.

00:38:40: Und was macht ihr da so?

00:38:42: Außer saufen?

00:38:42: Im Schützenverein?

00:38:43: Ja.

00:38:44: Ja, also für mich jetzt halt jemand, der von deutlich außerhalb kommt, muss man sagen, geht's auch schon viel umsaufen.

00:38:52: Also es ist halt... Schützenverein

00:38:54: ohne saufen gibt's ja nicht.

00:38:55: Schützenfest

00:38:55: ist ne vier Tage Party.

00:38:57: Und ne vier Tage Party ist es.

00:38:58: Eigentlich kann man es fast schon jetzt für Leute, die vielleicht so aus der Stadt kommen, fast schon vergleichen mit dem Festival.

00:39:05: Weil bei einem Festival bist du auf vier Tage so du aus irgendeinem Programm und bist halt auch die ganze Zeit am Bechern.

00:39:09: Hast du deine Gemeinschaft oder hast die Leute mit denen du da bist, mit denen du ja irgendwie deine Zeit verbringst.

00:39:15: und so ist es halt im Schützenverein im Grunde auch.

00:39:17: Also klar gibt's Aktionen wie Dorfreinigung, da wird ein Dorf irgendwie, ich glaub, das Dorf gereinigte.

00:39:26: Ich war da noch nie,

00:39:27: aber ich glaube

00:39:28: schon.

00:39:30: Vor Wort her klingt es erst mal so, ob das Dorf da gereinigt wird.

00:39:32: Ja,

00:39:33: genau.

00:39:33: Könnte

00:39:34: natürlich auch sein, dass die Kehle da gereinigt wird oder was weiß ich nicht.

00:39:37: Nebenbei

00:39:37: natürlich.

00:39:38: Natürlich, natürlich ist doch klar.

00:39:41: Nein und ich bin jetzt bei den Jungschützen und man hat dann auch auf allen möglichen Veranstaltungen irgendeinen Stand jetzt gerade da in Greffen Weihnachtsmarkt gewesen glaube ich am Wochenende.

00:39:51: Da gab es einen Stand und genau.

00:39:55: So ist das.

00:39:56: Also es gibt viele verschiedene Bereiche, mit denen man sich da so beschäftigt.

00:39:59: Ich bin da leider nicht so krass drin, dass ich da jetzt wirklich alles benennen könnte.

00:40:05: Aber genau, es geht da viel um die Dorfgemeinschaft auf jeden Fall.

00:40:09: Ja, und das gefällt dir, also die Gemeinschaft, der Gemeinschaftssinn.

00:40:12: Auf jeden Fall.

00:40:12: Jeder

00:40:12: hilft jedem mäßig und

00:40:14: so.

00:40:14: Auf jeden Fall.

00:40:14: Und ich komme ja selber vom Dorf auch.

00:40:17: Also klar, Libstadt, näher Libstadt, aber wirklich aufgewachsen bin ich auch auf dem Dorf.

00:40:22: Das war ein sehr, sehr kleines Dorf.

00:40:23: Ich weiß gar nicht, ob die... Weißte ich, sechshundert Einwohner oder so, da gibt es mehr Kühe und Schweine als Leute, die ja leben.

00:40:30: Wirklich.

00:40:31: Sehr, sehr klein.

00:40:32: Das

00:40:32: ist wie in Niedersachsen mit den Schafen.

00:40:37: Es ist ein mega kleines Dorf und man ist wirklich von kleinen Kindern auf mit dem Schützenfest groß geworden und war da immer und hatte auch die ganze Familie im Schützenverein und man kannte das.

00:40:48: Es war eigentlich fester Bescheid, weil des Lebens ... Zwischendurch habe ich mir leider weg und deswegen war ich umso froher und das habe mich umso mehr gefreut, dann wieder das Leben zu haben.

00:40:56: Einmal im Jahr dieses Riesenfest, was man so feiert mit guten Kollegen und Freunden.

00:41:04: Es hat schon gefehlt und seitdem bin ich da auch wieder drin.

00:41:07: Ich glaube, das kriegt man nicht aus einem Raus.

00:41:10: Was immer hatte, seitdem ich denken kann, keine Schützenfest.

00:41:15: Hecht, seitdem du denken kannst?

00:41:16: Hast du auch eine Uniform?

00:41:18: Ich habe auch eine Uniform.

00:41:19: Ja.

00:41:20: Grün, blau, welche

00:41:21: Farbe?

00:41:22: Nee, wir haben einfach schwarz, tatsächlich.

00:41:27: Meistens ja weiße Hose, weißes Hemd, schwarzes Jackett, schwarze Schul.

00:41:31: Ganz wichtig, schwarze Socken.

00:41:32: Wenn man keine schwarze Socken hat, dann zahlt man Runden.

00:41:36: Das gibt auch Konsequenzen, wenn man sich nicht an die Regeln hält.

00:41:39: Ja, natürlich.

00:41:39: Wenn man jetzt da rote Socken trägt, dann zahlt man eine Runde, auf jeden Fall.

00:41:44: Die kostet dann gerne mal hundert Euro, ne?

00:41:47: Aber in der Uniform haben wir genau Grüne Krawatte und ein Hut mit so einer schönen Feder dran.

00:41:52: Ich weiß gar nicht von welchem Vogel die ist, aber es ist auf jeden Fall eine Feder dran.

00:41:55: So eine

00:41:55: Art Jägerhut.

00:41:56: Ich glaube ja, so erinnert mich auf jeden Fall daran.

00:41:59: Ja,

00:42:00: cool.

00:42:00: Und marschierst du dann auch manchmal durchs Dorf?

00:42:03: Ja, also

00:42:04: wenn ein Schützenfest ist, dann gibt es ja zumal Programmen, sag ich mal, Tagesabläufe und man marschiert dann auch durchs Dorf, klar.

00:42:14: Also ich fand das total faszinierend.

00:42:15: Ich war mal in Langberg.

00:42:16: Da ist ja die Hohenfelder-Braurei.

00:42:18: Ich kenne Hohenfelder-Pilz.

00:42:19: Ich kenne Hohenfelder-Pilz und hab davon auch auf den einen oder anderen Dorfwesten schon sehr viel von getrunken.

00:42:26: In Langberg oder woanders?

00:42:28: Nee, in Hasrinke.

00:42:30: Ist ja auch nicht weit davon.

00:42:31: Die mag jetzt mir durchaus vertraut.

00:42:34: Also ich war mal in Langberg, war auch ein WDR-Dreh.

00:42:39: Wir machen so eine Reihe über kleine Dörfer, die heißt, hier lebe ich.

00:42:42: Ich liebe das, weil dann tauchst du in diese Dorfgemeinschaften ein.

00:42:45: Und da ist ja wirklich noch so Da ist ja ein Wort, ein Wort und die Leute haben so ein Zusammenhalt und die engagieren sich ja fürs Dorf und die machen und tun.

00:42:54: Also das ist total faszinierend, was in Dörfern hier, also generell auch an Ehrenamt und an Engagement und was was ist.

00:43:01: Und in Langenberg gibt es halt die Hohenfelder Brauerei und es gibt auch einen Riesenschützenfest natürlich.

00:43:06: Und dann war ich mit der Damenkompanie unterwegs.

00:43:10: Und die Schäfeln von dem Schützenverein quasi, also es gibt ja im Schützenverein glaube ich einen Brudermeister.

00:43:16: Gibt's das bei euch auch?

00:43:19: Es ist bestimmt eine ähnliche Rolle bei uns, heißt das aber glaube ich anders.

00:43:22: Also Brudermeister

00:43:23: habe ich jetzt noch nie gehört.

00:43:25: Bei uns gibt es halt ja einen Präsident Oberst und obkommens-Saison.

00:43:30: Militärisch

00:43:30: irgendwie halt, ne?

00:43:31: So strukturiert.

00:43:32: Ich meine ja, es ist aber glaube ich überall auch unterschiedlich.

00:43:35: Also da gab es eine Brudermeisterin.

00:43:39: Also Bruder ist ja erstmal männlich, aber das Brudermeister.

00:43:44: Und das war zum ersten Mal seit bestehendes Schützenvereins, dass es eine Brudermeisterin war.

00:43:50: Das war ja schon was Besonderes im Kreis Güterslohn.

00:43:53: Und dann gab es eine Damenkompanie und die sind mit Holzgewehren mit ... ... mit ... ... zwanzig, dreißig Mädels durch den Ort marschiert.

00:44:02: Im Gleichschritt mit dem ... ... mit dem Gewähr und dann haben die da exerziert, also irgendwie das Gewähr so gehandelt und ... Für mich war das alles irgendwie total faszinierend, weil ich es halt nicht kenne.

00:44:13: Also vor allem, dass junge Frauen, achtzehn, neunzehn, zwanzig, vielleicht die älteste, zwanzig, sich dafür interessieren.

00:44:21: Also sie sind da durchmarschiert und dann sind sie natürlich auch in die Kneipen gegangen und haben da einen kurzen Gericht und was weiß ich nicht alles.

00:44:26: Das

00:44:28: gehört ja immer dazu beim Schützenfall.

00:44:30: Da sind wir wieder beim Saufen.

00:44:30: Ja, ja,

00:44:31: beim Schützenfall im Saufen gibt's glaube ich.

00:44:34: Schützenverein, wo nicht gesoffen wird, oder?

00:44:36: Ja, dann wäre ich auf jeden Fall nicht drin.

00:44:37: Aber gibt es bei euch auch Damen, also Frauen?

00:44:40: Ja,

00:44:40: auf jeden Fall.

00:44:41: Eine Damenkompanie?

00:44:42: Genau, wir haben Jungschützen, eine Damenkompanie.

00:44:47: Und ich, boah, ich müsste jetzt raten.

00:44:50: Also wir Jungschützen sind so an die hundert und die Damenkompanie sogar, glaube ich, auch.

00:44:55: Wenn ein bisschen weniger vielleicht, aber nicht wenig.

00:44:58: Also das gibt es vor uns auch und das ist auch echt... stark vertreten.

00:45:01: Und viel größer, als es, sag ich mal, vor fünfzig Jahren war.

00:45:03: Gab's ja kaum Damen, die wurden, glaube ich, teilweise in manchen Schützenvereinen gar nicht akzeptiert.

00:45:07: Aber das ist vorbei.

00:45:09: Die

00:45:09: Zeiten sind vorbei.

00:45:10: Das ist absolut vorbei.

00:45:12: Es gab auch in Greffen mittlerweile mehrere Königinnen.

00:45:16: Und das ist absolut normal.

00:45:18: Gab's auch schon lesbische, schwules Schützenkönigspaar?

00:45:23: Das

00:45:23: weiß ich nicht.

00:45:24: Das weiß ich nicht.

00:45:25: Auf jeden Fall nicht in der Zeit, seitdem ich das Schützenfestengreffen kenne.

00:45:30: Könnte ich dir jetzt nicht sagen.

00:45:32: Aber solche Geschichten gibt's ja, denn die machen ja immer Schlagzeilen.

00:45:35: Irgendwohnen, sag ich mal, Homosexuelles, schützen Paar oder im Karneval, wird da auch Karneval gefeiert?

00:45:42: Nein, nein.

00:45:44: Also es gibt ja so Schützenfeinde, die auch mit Karneval verbunden sind, irgendwie so, aber das ist da nicht... Schmerlke, also Schmerlke, der Ort, wo ich aufgewachsen bin, das kleine besagte Dorf, da gibt's das.

00:45:54: Da gibt's auch Karneval.

00:45:55: Ja.

00:45:56: Ja.

00:45:57: Wie sagt man, da gibt's doch beim Karneval, gibt's doch den Prinzen, oder?

00:46:01: Genau.

00:46:02: Prinzen und Prinzessin?

00:46:03: Ja,

00:46:04: ich meine schon, ja.

00:46:05: So ist das

00:46:06: ja.

00:46:06: Und wenn ein irgendwo in NRW irgendein Karnevalsverein zwei Prinzessin oder zwei Prinzen hat, dann ist das ja sowieso sowieso Wort

00:46:14: Thema.

00:46:15: Ja, glaube ich auch.

00:46:18: Aber auch selber noch nie gehört, muss ich sagen.

00:46:21: Gibt's aber, glaube ich.

00:46:22: Ganz bestimmt schon mal irgendwo, klar.

00:46:24: Aber ich hab noch nichts davon gehört.

00:46:28: Dann gab's einen Riesenaufschrei, aber ich hab's noch nicht mitgekriegt, auch in meinem Heimatdorf.

00:46:34: Aber würdest du sagen, generell sind das total tolerante liebenswerte Menschen, mit denen du da unterwegs bist?

00:46:41: Man stellt sich das alles immer sehr konservativ vor und sehr ernst.

00:46:47: Das ist halt nicht so.

00:46:49: Oder ich sag mal blöderweise sehr deutsch.

00:46:52: Aber das ist es nicht.

00:46:56: Es ist grundsätzlich erstmal hier da willkommen, immer.

00:47:00: Und es gab auch Leute, die da zum ersten Mal waren und die dann auch erstmal irgendwo vielleicht auch berechtigterweise ein Kulturschock hatten und sich so dachten, boah, ist das Sinn.

00:47:08: Den

00:47:09: hatte ich auch in Langenberg, muss

00:47:10: ich ehrlich

00:47:10: sagen.

00:47:11: Also ohne das Werten zu wollen.

00:47:14: Und wenn man die dann aber irgendwie sprichwörtlich an die Hand nimmt und dann mal sagt, komm, sollen wir ein Bierchen trinken gehen?

00:47:21: So, komm, gebt dir eine Runde aus, bla bla bla.

00:47:24: Und ja, siehst du die dann nächste Jahr wieder.

00:47:28: Und da kommen die noch mal.

00:47:30: Es ist immer jeder willkommen.

00:47:31: Also habt ihr auch Migranten, die dann wiederkommen?

00:47:36: Meistens so aus Polen, Russland, Rumänien, was da ist.

00:47:41: Ich glaube, Moslems ist ganz schwer zu überzeugen von sowas, oder?

00:47:44: Ja, ich habe jetzt, glaube ich, noch kein Moslem bei uns gesehen, muss ich ehrlich sagen.

00:47:50: Was sind das für Migranten, die dann bei euch sind?

00:47:52: Ja, ich müsste da jetzt Mut machen, ich hab nicht mit dir im Gequatsch so und ich will jetzt auch nicht sagen, das war der und der und der, die Nationalität.

00:47:59: Aber du merkst, dass die keine Muttersprachler sind zum Beispiel.

00:48:01: Ja, also man hat schon mal mit irgendwem gequatscht.

00:48:04: so, gerade dann abends, wenn die Party da ist, heißt uns geht's dann um acht Uhr los, dann ist da ein Party und da sind die dann oder man trifft viele Leute und... Da gab es schon die einen oder anderen lustigen Gespräche und Abende mit viel, viel Bier.

00:48:21: Aber immer sehr freundschaftlich, sehr friedlich.

00:48:24: Klar, es gibt immer Ausreißer.

00:48:26: Aber das gibt es auch bei Leuten, die da im Schützenverein sind.

00:48:32: Da kannst du niemals über einen Kampf scheren.

00:48:34: Das gibt es ja erstens überall da und auch die unterschiedlichsten Leute.

00:48:40: Und es gibt Leute wie du und ich, die, sag ich mal, ihren Alkohol trinken und dabei Erröger werden als und gibt natürlich auch die Leute, die da mit ihm umgehen können.

00:48:49: Gibt's da überall?

00:48:50: Sag mal so, ich hatte da auch schon mal Stress.

00:48:52: Keine mehr gut vorstellen.

00:48:53: Also

00:48:53: ich nehme mich da auch überhaupt nicht raus.

00:48:55: Ich hatte, das war sogar dieses Jahr, der Freitag da, ist immer die große Öffnungsparty, sag ich mal.

00:49:02: Und ja, passiert.

00:49:06: Aber Stress,

00:49:06: weil weil du auch jemand bist, ja dann irgendwie manchmal.

00:49:11: Was ziel in den haus schießt.

00:49:13: oder sage ich mal anstatt also ich sag mal wenn du nüchtern bist würdest du sagen ach kommen lassen labern.

00:49:17: aber weil jetzt eingetrunken ist sagst du so boah jetzt Gebe ich dem auch richtig kontra hier.

00:49:23: Ja es war eine schwierige situation.

00:49:25: ich habe.

00:49:27: Es war total unberechtigt und unnötig.

00:49:28: ich habe etwas gehört war mein besten freund das sehr sehr sehr schlecht über ihn geredet wurde sag ich mal.

00:49:34: und dann schaltet man kurz und dann geht man dann dahin und.

00:49:40: Wenn jetzt hier nichts sensiert sagen, dann haut man den mal auf die Fresse.

00:49:44: Passiert.

00:49:44: Ist quatsch, macht man nicht.

00:49:46: Muss man keinem erzählen.

00:49:47: Aber ist, wie gesagt, mir auch schon passiert dieses Jahr unnötig.

00:49:52: Bist

00:49:52: du aber nicht stolz?

00:49:53: Im Bierzelt haut man sich halt mal auf die Fresse.

00:49:56: Ja,

00:49:57: sollte man nicht, aber es passiert halt.

00:50:00: Und sobald man das dann, wenn man daraus lernt und es nicht nochmal macht, ist das okay.

00:50:04: Ja, wer ist schon immer kontrolliert?

00:50:06: Welcher Mensch kann von sich behaupten, dass er immer die Kontrolle bewahrt?

00:50:10: Man muss ja am Ende sagen, dass sich nächstes Mal sagen, wenn es sowas gibt, dann macht man das nicht.

00:50:14: Und dann funktioniert auch ein Schützenfest mit allen möglichen Nationalitäten und Kulturen.

00:50:20: So, das funktioniert.

00:50:21: Es muss sich halt nur jeder zusammenreißen.

00:50:23: Da darf man sich auf gar keinen Fall rausleben.

00:50:25: Da gehört man auch mit dazu und spielt auch eine Rolle.

00:50:28: Ja, so mich haben hier eine Kneipe ja auch schon manchmal Leute an meine Grenzen gebracht.

00:50:32: Wo du wirklich denkst so, boah, jetzt noch.

00:50:35: Es ist noch ein Schritt weiter, ne?

00:50:37: Ja, ich kenne den Moment auch.

00:50:39: Da muss man sich zusammenweisen.

00:50:44: Ja,

00:50:45: Thema Schützenfest.

00:50:46: Interessante Einblicke auf jeden Fall.

00:50:51: Man kann noch mal abschließen dazu sagen, du hast schon recht, es geht schon viel ums Auf.

00:50:57: Du stehst auf und man sagt, man trifft sich um zwölf und das Erste warst du in der Hand, das ist halt Bier.

00:51:02: Das letzte, was du am Abend in der Hand hast, ist entweder eine Manta-Platte oder ein Bier.

00:51:06: Am besten doch beide so.

00:51:09: Hast du schon recht?

00:51:11: Ja, so kenne ich es.

00:51:13: Ich bin ja nur Außenseiter, ich war schon auf Schützen fest, aber immer nur als Außenseiter.

00:51:16: Das ist ja nochmal was anderes, wenn man jetzt selbst in dieser Kultur drin ist.

00:51:21: Also ich habe jetzt sehr selber keine negativen Erfahrungen gemacht, aber natürlich wieder gesoffen.

00:51:26: Eben.

00:51:27: Aber was machen wir auch?

00:51:28: Reichlich.

00:51:30: Wenn du als Brauerei, sag ich mal, einen Schützenfest belieferst, dann weißt du, da wird auf jeden Fall ein bisschen hier gehen.

00:51:36: Ein

00:51:37: bisschen.

00:51:40: Und dein bester Freund ist auch der BVB-Fan, der dich zum BVB gebracht hat.

00:51:44: Weil wenn du hier hinkommst, dann geht es ja meistens um den BVB.

00:51:46: Ja,

00:51:46: was heißt dazu gebracht?

00:51:48: Auch wieder dazu gebracht und zurückgebracht.

00:51:49: Also auch, wie gesagt, als Kind.

00:51:52: Schon mit dem BVB groß geworden, fast die ganze Familie, BVB-Fans.

00:51:58: Es gibt ein, zwei Ausreißer, zwei Bayern-Fans und einen Schalker.

00:52:04: Aber

00:52:05: sonst nur BVB-Fans.

00:52:09: Wir haben auch schon mal beruhigungspunkte mit gehabt und irgendwann war das weg.

00:52:13: Wie gesagt, schwierige Jugend gehabt und viel Stress.

00:52:17: Denkst du auch nicht am Fußball?

00:52:20: Ja, und dann hat mein bester Freund nicht immer wieder zurück da reingeholt.

00:52:23: Das erste Mal auch mit ihm im Stadion gewesen.

00:52:26: Gegen die Hertha Bieste.

00:52:27: Es ist

00:52:27: ja auch eine riesen Gemeinschaft dieses Westfalen Stadion.

00:52:30: Ja.

00:52:32: Du warst da ja auch schon mal.

00:52:33: Ich war da schon drei oder viermal.

00:52:35: Ja,

00:52:35: es ist doch ein Traum.

00:52:37: Ja, fast.

00:52:38: Du stehst auf einer Südtribüne, die ist so groß wie das ganze Aminia-Stadion.

00:52:41: So viele Leute sind da.

00:52:42: Ja, tatsächlich.

00:52:43: Nur

00:52:43: auf einer Tribüne.

00:52:44: Ziemlich genauso.

00:52:45: Wie viel passen die auf die Reihen?

00:52:47: Ja,

00:52:47: sag mal, twenty-fünftausend.

00:52:48: Ja.

00:52:49: Ich glaube, auf Südtribüne passen in den Vier und Zwanzigtausend fünfhundert oder so.

00:52:53: Das

00:52:55: ist schon irre, man.

00:52:55: Das ist eine Stadt.

00:52:58: Ja, das ist brutal.

00:52:59: Auf einer Tribüne.

00:53:00: Das ist Wahnsinn.

00:53:01: Ja,

00:53:01: es gibt nichts Besseres.

00:53:02: Ich kann mich auch noch sehr gut an das erste Mal, wenn es feinsteigend erinnern.

00:53:06: Das ist ja nicht nur das Spiel.

00:53:09: Auch der Weg dahin.

00:53:10: Du sitzt im Zug.

00:53:12: Du siehst schon an dem Bahnhöfen, an den du hältst, die ganzen BVB Fenster einsteigen.

00:53:15: Du hast ein kaltes Bier in der Hand, es ist irgendwie zehn Uhr morgens, ne, fünfzehn, dreißig Anstoß.

00:53:23: Du steigst in Dortmund aus, kommst aus dem Bahnhof und das ist einfach alles gelb.

00:53:28: Jeder hin zum Kunst hat ein gelbes Trikot an.

00:53:31: Und du steigst in die U-Bahn, fährst zum Stadion, es wird immer mehr, es wird immer mehr.

00:53:37: Und irgendwann sind so viele Menschen, dass du gar nicht mehr weißt, was ist hier los eigentlich.

00:53:40: Da stehst du am einen, lass Gehs da rein.

00:53:42: Der geilste Moment war eigentlich, als man in Dortmund gibt es ja auch Stadiondeckel, die kann man sich außen am Stadion dann aufladen, damit man sich dann Getränke essen etc.

00:53:53: holen kann.

00:53:55: Und da gibt es so einen, wo wir standen das gemacht haben, unseren Stadiondeckel aufgeladen haben, da konnte man durch so eine Lücke in Stadion gucken.

00:54:02: Wenn du dann das erste Mal diese riesigen Tribünen siehst und wir konnten wirklich direkt auf die Süd gucken, das war schon unvergesslich auf jeden Fall.

00:54:12: Die war auch schon voll.

00:54:13: Da standen alle und du siehst einfach diese gelbe Wand vor dir.

00:54:17: Und dann kommst du in den Stadion und dann siehst du die noch mal mehr.

00:54:19: Das war schon unglaublich.

00:54:21: Das ist so in Deutschland würde ich sagen oder wahrscheinlich europaweit mit das krasseste was es gibt.

00:54:26: Man redet über, was weiß ich, die Premier Division, die Premier League oder die Serie A, aber ich glaube mir, das ist, glaube ich, von der Fan-Kultur und den Choreos und dem Engagement der Fans.

00:54:37: Ist das ein Witz?

00:54:38: Also ist Dortmund auf jeden Fall schon schwer zu übertreffen.

00:54:43: Sag ich jetzt nicht nur, weil ich Dortmunder bin, sondern sagen auch viele andere.

00:54:45: Da muss man auch kein Kreiindustrieus machen.

00:54:47: Ich

00:54:47: war mal in der Allianz Arena.

00:54:48: Ich war im Gästeblock mit den Bochummern.

00:54:50: Die haben da, glaube ich, sieben zu Null auf den Sack bekommen.

00:54:55: Bochumersachen halt.

00:54:57: Und aber die haben ja eine Fanfreundschaft mit den Münchern.

00:55:03: Aber von der anderen Seite in diesem Stadion, in diesem Eventstadion, was irgendwo außerhalb neben irgendeiner Autobahn ist, hab ich nicht das Gefühl gehabt, dass dieses Stadion damit Stimmung gefüllt wird.

00:55:14: Da sind ganz viele so schicke-micky-Fans und so.

00:55:18: Natürlich haben die auch ihre Ultergruppierung und ich glaube die bayerischen Ultras sind auch durchaus politisch echt so auf in der Richtung unterwegs, wo ich sagen würde... Da bin ich auch irgendwie.

00:55:31: Aber die schaffen es nicht, diese Stadion irgendwie anzuzünden.

00:55:35: Überhaupt

00:55:36: nicht.

00:55:38: Wenn du dann ins Westfalen Stadion gehst, da sind noch mehr Leute.

00:55:41: Da sind achtzigtausend.

00:55:43: Einen und achtzigtausend.

00:55:45: Einen

00:55:45: und achtzigtausend.

00:55:47: So genau müssen wir sein.

00:55:48: Aber da ist nochmal, das ist nochmal ein Next Level, weil ich glaube, es gibt auch außerdem,

00:55:55: die ihr

00:55:56: nicht so gerne mögt.

00:55:58: wenig Fans in Deutschland, die so ein großes Stadion richtig anzünden können.

00:56:03: Du sagtest jetzt, sie will nicht so gerne mögen.

00:56:05: Man muss aber auch an Schalke da sagen, was die so gerade in der dritten Liga abgerissen haben.

00:56:12: Die waren gar nicht in der dritten.

00:56:14: Zweite.

00:56:14: Also in der dritten Liga im Gotteswillen.

00:56:16: Aber selbst wenn dieser Verein in der dritten Liga gelandet wäre, Gott bewahre,

00:56:24: die sind ja sowieso

00:56:25: schon am Arsch finanziell.

00:56:27: Das ist ein Traditionsverein.

00:56:28: Stell dir mal vor, so ein Verein wie Wolfsburg, Hoffenheim oder Leipzig steigt ab wie eine dritte Liga.

00:56:34: Wenn es der Verein tut.

00:56:35: Wer ist Leipzig nochmal?

00:56:37: Keine Ahnung.

00:56:37: Aber dann spielen die vor leeren Rängen.

00:56:41: Schalke oder

00:56:42: Dürse?

00:56:43: Ja, tun sie jetzt schon.

00:56:44: Dürsburg, die sind in die dritte Liga abgestiegen.

00:56:48: Nee, in die Regionalliga.

00:56:50: Die vierte Liga.

00:56:52: Ja, waren dreißigtausend im Stadion.

00:56:53: Die haben einen Zuschauerschnitt gehabt, die waren an die meisten Drittliga und Zweitliga-Vereine und sogar Erstliga-Vereine getoppt.

00:56:59: Das ist halt ein Unterschied.

00:57:01: Du hast diese Vereine, die über hunderte Jahre gewachsen sind, wo so viele Menschen im Bezug zu haben, die viel, viel, viel, sage ich mal mehr sind, als nur Erfolg auf dem Fußballfeld.

00:57:14: Ja, voll.

00:57:16: Das kannst du nicht vergleichen.

00:57:17: Aber

00:57:18: da muss man auch wirklich, auch als Dortmunder, muss man wirklich an Schalke sagen.

00:57:21: Also, wenn du in der zweiten Liga und darf man, muss das wirklich sagen, Schalke ist ein Erstligaverein.

00:57:28: Hundert Prozent.

00:57:28: Also, wer was anderes sagt, weiß ich nicht.

00:57:33: Sollte aufhören, sich damit zu beschäftigen.

00:57:34: Pass auf.

00:57:35: Hoffenheim, Wolfsburg, Leipzig, Augsburg, Meinwinger und Mainz.

00:57:41: Also, ich könnte dir ja so einige Vereine nennen.

00:57:44: die aus der ersten Liga raus gehören und dafür sollten aus der zweiten Liga Vereine wie Aminia Bielefeld.

00:57:54: Naja, aber auf jeden Fall auch Schalke und Düsseldorf und Kaiserslautern, Alter.

00:58:00: Die spielen alle in der zweiten Liga.

00:58:01: Hertha BSC, die gehören alle in der ersten Liga.

00:58:05: Ja, auf jeden Fall.

00:58:07: Schalke auch in die erste, hundertprozentig.

00:58:09: Aber was man wirklich den Schalke-Fans lassen muss, das... Selbst wenn die in der zweiten Liga ganz unten standen, die haben erstens das, also die Felddienst Arena voll gemacht und da immer Stimmung.

00:58:20: Aber ich glaube, die hatten in der zweiten Liga auch die meisten Auswärtsfahrer, und zwar seitdem die da jetzt sind.

00:58:25: Und jedes Jahr aufs Neue, egal wie gut es läuft, die haben, die machen den Gästeblock immer voll, immer voll und ja, hauen da richtig auf die Kacke.

00:58:34: Das muss man schon sagen.

00:58:36: Also Scheike ist auf jeden Fall, was so Fans und Ultras auch angeht.

00:58:41: Auch international nicht zu vernachlässigen, so.

00:58:45: Wunderprozent.

00:58:46: Ja.

00:58:47: Und das aus dem Mund eines Dortmunders.

00:58:48: Ja, man muss da fair sein, so.

00:58:51: Und ich sage auch als Dortmunder, ich wünsche mir die auch in der ersten Liga zurück.

00:58:56: So, weil endlich mal wieder ein Derby.

00:58:59: Junge, so ein Träumchen.

00:59:00: Das Derby in Deutschland.

00:59:01: Dann kriegen die natürlich wieder richtig auf den Sack so, aber sie können ja erst aber aufsteigen.

00:59:05: Dass das Spiel überhaupt passiert.

00:59:08: Und was dann ist, das Derby dann.

00:59:10: Gut, wir machen nochmal eine kleine Pause.

00:59:11: Ich muss nämlich nochmal gerade Bier wegbringen.

00:59:14: Jod.

00:59:14: Aber wir kämpfen immer noch an den Pitcher, ne?

00:59:16: Leute, glaubt ihr oder nicht?

00:59:17: Ja, ich mach den.

00:59:19: Ich

00:59:19: mach den jetzt leer.

00:59:21: Ich mach noch mal, ich hab noch einen.

00:59:29: Right on, we're back.

00:59:31: So,

00:59:32: der Pitcher hat hier, glaube ich, noch ein bisschen was... Ja,

00:59:34: das wird auch mal zeigen.

00:59:35: Wie herrlich, dass uns Glas schließt, ne?

00:59:37: Ah.

00:59:39: Oh, der ist ja leer.

00:59:40: Aber du hast ja noch ein bisschen was.

00:59:41: Ich

00:59:41: habe noch ein bisschen was.

00:59:42: Ich glaube, im zweiten schaffen wir auch nicht

00:59:43: mehr.

00:59:44: Nicht im Podcast, aber gleich ist ja noch Champions League.

00:59:48: Ja.

00:59:48: Da wird noch ein Pitcher durchgejagt.

00:59:50: Sicherlich, sicherlich.

00:59:53: Ja, Nick, wir haben ja schon so einiges abgehandelt.

00:59:56: Ich muss mal hier auf meinen Kellnerblock gucken, da meine ich mir immer so Stichpunkte zu meinen Leuten hier hinkommen.

01:00:03: Sehr gut vorbereitet.

01:00:05: Ja, was heißt sehr gut?

01:00:06: Also ich lerne in dem Podcast ehrlich gesagt auch immer wieder viele Dinge dazu.

01:00:11: Zum Beispiel haben wir ja vorbereitend quasi heute auch noch mal telefoniert, dass du gesagt hast, du hast mal eine Punkphase gehabt.

01:00:18: Ja, also was heißt Punk?

01:00:20: Stellt man sich ja vor mit grünen Haaren, Iro, Springer Stiefel, Lena Jacke.

01:00:27: Ja, so das nicht.

01:00:29: Aber das, was so ein Punk ausmacht, das hatte ich auch.

01:00:33: Ja, diese Rebellion vor allem.

01:00:36: Gerade diese Rebellion.

01:00:39: Die Phase gab es ja.

01:00:41: Auf jeden Fall.

01:00:42: Macht ja irgendwie Sinn.

01:00:43: Ich meine, sag mal, du wurdest, glaube ich, nicht irgendwie... Also jetzt mal, welcher Mensch kann schon sagen, dass er das perfekte Leben hat?

01:00:51: Ich glaube niemand.

01:00:52: Niemand.

01:00:52: Nein.

01:00:52: Nein.

01:00:53: Aber ich glaube, du hast auf jeden Fall schon so eine Portion, sag ich mal, dabei gehabt, wo du sagen kannst, meine Eltern sind Eltern geworden, als sie selber quasi noch nicht mal erwachsen waren.

01:01:04: Also, die waren ja recht jung.

01:01:06: Ja,

01:01:06: auf jeden Fall.

01:01:07: Mein Vater war achtzehn, soweit ich weiß, und meine Mutter, einundzwanzig.

01:01:12: So ein Jahr älter als ich.

01:01:13: Jetzt muss man sich mal vorstellen, das ist schon krass, ja.

01:01:15: Ja, stell mal vor, du hättest jetzt auf einmal ein Kind, was du nicht geplant hast.

01:01:19: Ja, ist heftig.

01:01:20: Ist heftig, ja.

01:01:22: Auf jeden Fall.

01:01:22: Das ist auf jeden Fall eine Nummer.

01:01:24: Und dem Ganzen sind die ja, ohne denen jetzt irgendwie zu nahe zu treten zu wollen oder was, ich kenn sie ja auch gar nicht.

01:01:31: Natürlich irgendwie nicht so ganz gewachsen gewesen wie jemand, der jetzt vielleicht schon fünf, dreißig gewesen ist, also völlig normal.

01:01:37: Das kann man so nicht sagen.

01:01:38: Das kann man so nicht sagen.

01:01:41: Die Anfänge meiner Kindheit waren eigentlich sehr gut.

01:01:44: Die waren dann noch zusammen und ihr habt erst mal versucht, die hier so

01:01:47: Familie,

01:01:48: Mutter, Vater, Kind.

01:01:49: Irgendwann

01:01:49: haben die sich dann getrennt.

01:01:50: Da war ich, glaube ich, drei.

01:01:52: Und ab da war aber auch alles okay.

01:01:54: Also es kam echt erst alles spät.

01:01:56: Ich habe dann weiter bei meiner Mutter gewohnt.

01:02:00: Sie hat dann irgendwann meinen Stiefvater kennengelernt.

01:02:01: Mein damaligen Stiefvater Ralf hieß der.

01:02:05: Und wir haben dann auch ... Ich muss jetzt echt raten, ich glaube, sechs Jahre oder fast sieben Jahre zusammengelebt.

01:02:13: Ey, und das war tot.

01:02:15: Es war eigentlich fast wie eine ganz normale Familie.

01:02:18: Das hat alles funktioniert.

01:02:21: Ja, die Vaterrolle übernommen, ich habe meinen Vater gesehen und ja, genau, war dann halt meine Familie, meine Tante, meine Oma gesehen und alles, was halt dazugehört.

01:02:31: Und irgendwann ist er leider, leider an Krebs erkrankt.

01:02:35: Bauchspeichel düsen.

01:02:36: Drüsen Krebs und das

01:02:37: ist ja so die Hammerdiagnose.

01:02:39: Ja,

01:02:39: da ist halt vorbei.

01:02:42: Das für dich ja auch irgendwie in der Welt zusammengebrochen.

01:02:44: Auf jeden Fall.

01:02:45: Auf jeden Fall.

01:02:45: Also ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass die Diagnose eigentlich erst gar nicht ganz klar war.

01:02:51: Also es hieß erst, er hatte Rückenschmerzen irgendwie.

01:02:54: Und dann weiß ich noch, das ist ja Tage, Wochen und Monate lang vor so einer bescheuerten Rotlichtlampe, die dann irgendwie diese Rückenschmerzen da heilen sollten, dann hieß es irgendwann, das sind Nierensteine.

01:03:08: Okay.

01:03:10: Dann da in Behandlung gewesen, dann irgendwann, da war es aber leider schon viel zu spät.

01:03:14: Ja, Bauchspeicheldrüsenkrebs.

01:03:18: Genau, hat ja auch nicht chemo gemacht.

01:03:21: Und dann ab dem Punkt auch echt die ganze Zeit im Krankenhaus.

01:03:25: Haben den dann noch oft besucht.

01:03:26: und ja, man sieht so diesen Menschen so Stück für Stück, wie er so voneim geht.

01:03:32: Also man sieht so die Krankheit.

01:03:35: Auf jeden Fall.

01:03:37: Und ja, es ist vielleicht, hört sich hart an, aber es ist so, man sieht wie die Krankheit diesen Menschen innerlich auffrisst, so Stück für Stück.

01:03:45: Immer weiter.

01:03:45: Und ja, leider ist dann irgendwann der Tag gekommen, da kam dann die Nachricht, der ist leider von uns gegangen.

01:03:52: Das hat einen auf jeden Fall getroffen.

01:03:55: Du hast doch so ein Tattoo auf deiner Hand, ne?

01:03:57: Ich hab ein Tattoo auf meiner Hand, genau.

01:03:59: Komm, ich mach mal ein Bild da schon.

01:04:00: Vielleicht können wir das ja auch noch.

01:04:01: bei Instagram werden wir eh ein bisschen was posten.

01:04:04: Ja, gerne.

01:04:06: Dann würde ich das auch mal mit draufpacken.

01:04:07: Das sind so die, also er steht aber bald für alle, die es vielleicht nicht sehen werden.

01:04:13: Und das sind so die letzten Worten, die ich mich ändern kann.

01:04:17: Also ich kann mich noch an der Telefonat mit dem erinnern.

01:04:21: Da war ja sogar glaube ich gerade aus im Krankenhaus raus.

01:04:23: Also er war zu Hause.

01:04:26: Wir haben dann aber nicht mehr zusammengelebt.

01:04:27: Also meine Mutter und er waren dann leider schon getrennt und ich habe ihn gefragt, ob ich nicht dann die Nacht mal bei ihm übernachten könnte.

01:04:34: Und da war irgendwie verplant, er war auch leidenschaftlicher Datenspieler und war dann da wahrscheinlich wieder in seinen Datkreisen unterwegs, ne?

01:04:43: Und er sagte dann, nee, heute nicht, so, ich bin schon irgendwie weg, aber bald.

01:04:47: Und das ist halt reingeblieben.

01:04:49: Leider, ich glaube, das war nenn ich die zwei, drei Wochen später, als er dann verstorben.

01:04:53: Aber so war es, kriegst du halt aus dem Kopf nicht raus, ne?

01:04:55: Das sagen wir besser aus dem Herzen nicht raus.

01:04:57: So, ich glaube, das trifft es ein bisschen besser.

01:04:59: Und dann, ja, so, das halt relativ... Schnell, als ich alt genug war, auf die Hand tätowiert, ne?

01:05:06: Ja,

01:05:07: krass, Mann.

01:05:09: Also, deine Mutter und er waren schon getrennt, deswegen hast du nicht mehr jeden Tag gesehen oder so oft... Nee,

01:05:16: ich hab ihn irgendwann gar nicht mehr gesehen.

01:05:17: Gar nicht mehr.

01:05:18: Aber du warst nochmal da und drei Wochen später sei gestorben.

01:05:21: Nee, also, nee, nee, ich wollte da hin.

01:05:24: Ich war am Telefon.

01:05:25: Ja, genau.

01:05:26: Und irgendwann das letzte Mal, also am Krankenbett auch gesehen und... Genau, das letzte Mal, dass ich mit ihm gequatscht habe, war dann am Telefon, weil ich wollte da irgendwie bei ihm schlafen.

01:05:36: Ja.

01:05:36: Ähm, wie man damit, ich habe immer das gesagt, doch lass so mal einen Männerhaben machen, ne.

01:05:44: Ja, und dann, das war so das letzte Mal und auch so die letzten Worte, die ich mich erinnern kann.

01:05:48: Kann mich auch leider nicht mehr an seine Stimme ändern.

01:05:50: Also wirklich nur noch diese Worte sagen, ja.

01:05:52: Aber das trägt man halt so mit sich, finde ich eigentlich schon schön.

01:05:54: Immer dabei.

01:05:56: Auf Deiner Hand.

01:05:57: Immer dabei, auf der Hand.

01:05:59: Wie alt ist er geworden?

01:06:00: Ähm,

01:06:02: ungefähr.

01:06:03: Da müsste ich jetzt raten.

01:06:06: Mit,

01:06:06: mit, mit dreißig, Anfang drei, ich glaub, dreiunddreißig oder so.

01:06:11: Ja, ist so krass.

01:06:12: Zweiunddreißig wieder drein.

01:06:13: Zweiunddreißig, dreinunddreißig, vierunddreißig.

01:06:14: Eins von den drei.

01:06:16: Ja.

01:06:17: Ja, also und du warst ein junger Kerl, ne?

01:06:20: Ja, ich war ein Kind.

01:06:21: Wie alt?

01:06:24: Ähm, neun oder zehn, glaub ich.

01:06:27: Ja.

01:06:27: Das ist so das, was uns beide so krass unterscheidet, weil du weißt ja, dass mich dieses Jahr total abgefuckt hat, was Todesfälle betrifft.

01:06:37: Und ich habe das in dieser drastischen Form, wie du es halt als Kind erlebt hast, habe ich das ja nie vorher erlebt.

01:06:43: Du musst ja erstmal fast vierzig werden, um solche Einschläge halt mitzubekommen.

01:06:50: Aber du bist ja jemand, der das einfach anspricht mit einem.

01:06:53: Es gibt ja auch so Leute, die wissen das ganz genau, was vorgefallen ist.

01:06:56: In meinem Leben jetzt zum Beispiel, weil sie gar nicht den Umgang damit kennen, würden das niemals ansprechen.

01:07:03: Du hast ja immer sofort gesagt, also du hast es immer sofort angesprochen.

01:07:08: Also das war ja mit meiner Frau, das war ja sowieso der absolute Schock hoch zehn.

01:07:14: Mein absolutes Beitrag nochmal in der Stelle.

01:07:16: Ja.

01:07:17: Also das war im April wirklich das, was du mit zehn erlebt hast, hab ich jetzt erlebt als erwachsener Mensch.

01:07:26: Also bei mir jetzt länger gedauert, bis so was passiert ist.

01:07:29: Und jetzt ist es passiert.

01:07:30: Und dann gab es ja auch noch Victor, meinen guten Freund, der so alt ist wie ich und der ja auch genau das, was du beschreibst.

01:07:38: Dieses der Mensch geht irgendwie vor deinen Augen, zerfällt zu Staub eigentlich irgendwie gefühlt.

01:07:47: Es ist so.

01:07:50: Du denkst ja, unsere Medizin, unsere ... ... unsere Wissenschaft, unsere Ärzte sind so ... ... krass, was die alles können.

01:07:57: Also die ... ... fast sich transplantieren Organe.

01:08:01: Die machen dies, machen das.

01:08:02: Es gibt Dinge, die sind einfach höher, als was der Mensch so ... ... kennt und tut.

01:08:07: Und ... ... da habe ich auch gedacht ... ... er geht eigentlich.

01:08:12: Und alle können dabei zugucken.

01:08:14: Wir haben noch seinen Geburtstag gefeiert, seinen letzten.

01:08:17: Und jedem war klar, dass es sein letzter Geburtstag ist.

01:08:20: Ich glaube, engste Familienangehörige verdrängen das manchmal.

01:08:23: Dass eigentlich der Weg vorgeschrieben, vorgezeichnet ist.

01:08:28: Der letzte Hoffnungsschimmer oder irgendwie der letzte Strohabend, da klammern sie sich da noch dran.

01:08:33: Und dann gab es auch diesen einen Abend, wo wir von der Beerdigung kamen und da warst du auch da.

01:08:37: Genau, ich kam hier rein und der Laden war voll, voll voll und ich wusste gar nicht, was los war.

01:08:44: Und dann ... habe ich irgendwann am Rande mitgekriegt, dass hier wohl eine Beerdigungsfeier oder wenn man das

01:08:50: sagen soll.

01:08:51: Das waren seine alten Freunde aus Kindheitstagen, Schulkollegen, ich und viele andere, die irgendwie gesagt haben spontan, weißt du was, wir waren gerade am Hepafriedhof und haben unseren Freund beigesetzt und man begreift das nicht, wenn so ein junger Mensch stirbt und einfach nicht mehr da ist.

01:09:10: Also dieses Endgültige ist einfach nicht mehr da.

01:09:13: Also er ist einfach weg.

01:09:15: Dann nachdacht er dir, ich komme, lass du noch mal irgendwas trinken gehen.

01:09:19: Spontane

01:09:20: Entscheidung.

01:09:21: Ich weiß das noch ganz genau.

01:09:22: Ich kam mir rein und saß glaube ich zwei Tische weiter als ihr und hat mir dann irgendwann sagen lassen, das war eine Beerdigung oder du warst auf einer Beerdigung.

01:09:33: Und dann haben wir irgendwann gequatscht.

01:09:35: und dann dachtest du mir, dass das dann ein besser Freund gewesen ist.

01:09:38: Und auch jemand über den wir dann anderen Abend oder vergangenen Abend dann auch schon öfter gequatscht haben, weil wir ja irgendwo dann das selbe erlebt haben.

01:09:49: Wenn du in einer

01:09:49: Kneipe mit deinen Freunden zusammensitzt und Papier trinkst, dann redest du auch darüber, was dich bewegt, was dir gerade echt Probleme bereitet.

01:10:00: Wenn du halt jemanden immer wieder besuchst und seinen körperlichen verfeilt siehst und

01:10:06: diese

01:10:06: furchtbare Dreckskrankheiten.

01:10:09: Krebs ist ein, darf man das sagen, Krebs ist ein Hohensohn.

01:10:13: Aber so ein Hohensohn, äftig.

01:10:16: Und da haben wir dann öfter drüber geredet.

01:10:19: Und an dem Abend, wo wir... von der Beerdigung kam, das war ja irgendwie eine spontane Geschichte.

01:10:26: Aber ich habe immer gedacht, der Junge ist zwar erst zwanzig, der da vor mir steht, aber in diesem Zusammenhang

01:10:34: da, wo wir hier

01:10:35: waren, als Leute, die ja... ... zwanzig Jahre älter sind als du, ... ... habe ich eher den Eindruck gehabt, ... ... dass du deutlich erwachsener bist, ... ... weil du diese Erfahrung ... ... schon als neun oder zehnjähriger gemacht hast.

01:10:46: Also du hast ja selbst gesehen, ... ... wie heftig das für manche Leute war, ... ... wo auch immer wieder geweint wurde ... ... und irgendwie ... ... auch Leute.

01:10:54: dann sag ich mir, ... ... was machst du denn, ... ... du versuchst dir irgendwie zu helfen, ... ... mein Gott, dann trinkst du halt ... ... drei, vier Schnaps zu viel

01:10:59: auch.

01:11:01: Im Übrigen, ... ... ich habe ja selber an dem Abend noch geweint.

01:11:04: Ja, du hast deinen, weil du dich natürlich auch irgendwie daran zurück erinnert fühlst wahrscheinlich.

01:11:10: Ja, als ich das gehört habe, um wen es da geht, da ich war schockiert.

01:11:13: Auf jeden Fall.

01:11:14: Ich war wirklich schockiert, obwohl es ja abzusehen war, leider, aber es waren ja wirklich viele Gespräche, die wir über ihn geführt haben und dann auch irgendwann mal meinen Stief hatte über Ralf und... Ja, ich hatte irgendwann dann abends auch einen Punkt, weil man, das holt vieles wieder hoch auch so.

01:11:31: Aber das ist auch voll okay, weil man muss sich damit beschäftigen.

01:11:34: Und ja, ich habe auch an den Wandurs getrunken, so, hast dann am Dreh ist und hab dann meine ein oder andere Träne vergerst und so.

01:11:40: Ja, weil ein Bewert immer wieder dann bewusst in solchen Momenten, was für ein großer, wickser Krebs eigentlich ist.

01:11:47: Und wie viel diese Dreckskrankheit eigentlich in so vielen Menschen zerstört.

01:11:51: So, das ist einfach unfassbar.

01:11:54: Ja, ich denke auch, meine Frau ist an einem Herzschild stand gestorben von einem Tag auf den anderen irgendwie.

01:11:59: Und mein Freund Victor ist über drei Jahre verstorben.

01:12:03: Also am Ende fragst du dich, was ist jetzt irgendwie besser?

01:12:07: Also ich denke mir manchmal knips mich einfach aus, Alter.

01:12:10: Ich muss doch nicht irgendwie vor aller Leute Augen

01:12:13: irgendwie

01:12:14: über Jahre hin so verschwinden.

01:12:18: Es hat beides Vor- und Nachteile, aber

01:12:19: es ist

01:12:19: beides Scheiße.

01:12:20: Es ist immer Scheiße, es ist immer Scheiße.

01:12:22: Also klar gibt es die eine Variante, vielleicht nicht so qualvoll für den Betroffenen klar, aber Scheiße ist immer, unterm Strich ist immer kack.

01:12:32: Ja, definitiv, aber es ist gut, wenn man mit Leuten auch über diese Themen sprechen kann, also wenn es nicht einfach alles so, ja, viele Leute gehen so im Alltag nach und regen sich über Dinge auf, wo ich mich nicht mehr drohe aufrege.

01:12:48: Heute habe ich zum Beispiel in der Straße geparkt, weil ich kurz Sachen ausladen musste.

01:12:53: Und ich lade die Sachen aus und ich merke schon, wie jemand anfängt zu hupen.

01:12:56: Ich wollte grad schon sagen, ich weiß ganz genau, worauf die los ist.

01:13:00: Der hat einfach gehupt.

01:13:02: Der hat innerhalb von zwanzig Sekunden, hat der dreimal gehupt.

01:13:05: Der hat den Finger nicht mehr von der Hupe genommen.

01:13:07: Aber früher hätte ich ihn wahrscheinlich zu Rede gestellt oder gesagt, was stimmt da mit ihm?

01:13:12: Aber mittlerweile, ich gucke die Person nicht an, ich steige einfach ins Auto.

01:13:17: Und fahr weg, ich ignoriere das.

01:13:18: Ja, ist doch besser so.

01:13:20: Man braucht das nicht.

01:13:21: Man braucht es einfach nicht so.

01:13:23: Es gibt

01:13:23: echte Probleme und es gibt Schwachsinsprobleme.

01:13:26: Es gibt sowas.

01:13:29: Das habe ich auch nie verstanden.

01:13:32: Du siehst doch, dass jemand auslebt, so jetzt bei dem Beispiel.

01:13:35: Reißt dich doch kurz zusammen, warte die Dreißigungen, wenn es eine Minute ist.

01:13:39: Eigentlich kannst du es nicht haben.

01:13:42: Entspann dich so.

01:13:43: Warum?

01:13:44: diesen unnötigen Stress, würde man den nicht machen, würde es uns allen besser gehen.

01:13:47: Das hat sich für mich in diesem Jahr verändert.

01:13:52: Ich reg mich über Dinge auf, die Probleme sind für mich mittlerweile anders definiert.

01:13:58: Ja, kenne ich aber.

01:14:00: Man kann

01:14:01: ja schon verstehen.

01:14:04: Man muss doch einfach mal Kleinigkeiten lassen sein.

01:14:08: Fährlich auch

01:14:09: aus.

01:14:09: Ja, genau.

01:14:11: Wir haben hier eine gewisse Zeitspanne auf dem Planeten.

01:14:13: Das haben wir beide, glaube ich, begriffen.

01:14:16: Manche haben es nicht begriffen.

01:14:18: Ja, aber wirklich

01:14:20: so.

01:14:20: Wenn das deine Probleme sind, so dass da jemand was auslädt in dreißig Sekunden, vielleicht halber auf der Straße steht oder sogar ganz auf der Straße, wenn das deine Probleme sind, ja dann irgendwo auch ein Glück.

01:14:29: wunsch an dich, dass du keinen anderen Scheiß hast.

01:14:32: Aber man muss ja, wie ich sagen, da gibt es... Sachen, über die man sich deutlich mehr abfacken kann, als ob er so war.

01:14:39: Vor allem sagen wir mal, du hast heute die Probleme nicht, es kann morgen schon anders aussehen.

01:14:43: Eben.

01:14:44: Eben.

01:14:44: Warum dann Probleme machen, wo keine Sinn.

01:14:46: Safe, Mann.

01:14:49: Du hast mir auch... Ist ja auch so ein Thema, was immer totgeschwiegen wird in unserer Gesellschaft.

01:14:54: Du hast mir mal gesagt, du bist tatsächlich mit Depressionen diagnostiziert.

01:14:59: Also ein Arzt hat gesagt, Nick, du hast Depression.

01:15:04: Ja.

01:15:05: Der hat das diagnostiziert und das ist auch deutlich spürbar.

01:15:09: Ja, ja.

01:15:10: Wie äußert sich das?

01:15:11: Ich meine, ich bin so ein Typ, du sagst ja, also kannst du bis zwölf, dreizehn Uhr pennen.

01:15:16: Ich gehe manchmal am fünf Uhr Stock besoffen ins Bett und bin um sieben Uhr hell wach.

01:15:21: Natürlich noch besoffen, aber ich kann nicht mehr liegen bleiben.

01:15:25: Ich stehe auf, ich mache irgendwas, ich bin keine Ahnung was.

01:15:30: Es gibt aber auch wieder Phasen, da kann ich einfach pennen.

01:15:33: Aber ich habe... Gott sei Dank eine gesunde Psyche.

01:15:37: Da bin ich auch sehr dankbar für.

01:15:38: Ja.

01:15:40: Ey, ist auch Gold wert.

01:15:43: Also Depression... Ja, ist auch ein Wegster.

01:15:47: Der kann eigentlich so sagen.

01:15:49: Klar.

01:15:49: So, auf jeden Fall.

01:15:51: Du hast gefragt, wie sich das äußert.

01:15:52: Unterschiedlich.

01:15:54: Sehr unterschiedlich.

01:15:55: Also vor allem von Person zu Person unterschiedlich.

01:15:59: Aber selbst bei mir unterschiedlich.

01:16:01: Also... Das klassische Bild, woran ich so merke, okay, wenn man kommt jetzt wieder in so eine Phase ist, der ist mal Antriebsosigkeit.

01:16:09: Also du

01:16:09: stehst morgens auf, in meinem Fall dann manchmal auch mittags, ne?

01:16:15: Und du hast keinen Antrieb, du liegst im Bett, du weißt so, okay, ich will jetzt eigentlich duschen gehen, habe ich was essen, dann gehe ich mal in den ganzen Sachen nach, die ich so alltäglich mache und dann liegst du aber noch drei Stunden im Bett.

01:16:28: Und du kriegst mal hart gesagt, zu Deutsch gesagt, du kriegst deinen Arsch nicht hoch.

01:16:32: Du liegst und liegst und liegst und du kriegst keine Motivation in den Tag zu starten.

01:16:39: So dass immer der Anfang und dann ist es ein Teufelskreis.

01:16:43: Sobald du das machst, sobald du dem nachgibst und liegen bleibst und nicht deinen normalen Sachen nachgehst, dann kommen Vorwürfe, du kriegst ja nichts auf die Reihe, du liegst dann ganz dach irgendwie nur im Bett.

01:17:03: Sonst geht dann so weiter.

01:17:04: Durch die Vorwürfe wird das eine schlimmer.

01:17:07: Du liegst ja noch länger.

01:17:09: Und irgendwann bist du an so einem Punkt.

01:17:12: Ja, du bist eigentlich, also es ist auch viel mit überdenken.

01:17:15: Denkst über alles nach, den ganzen Tag.

01:17:18: Und auch über dich.

01:17:19: Du denkst die ganze Zeit über dich nach, über das, wie andere über dich denken.

01:17:24: Und ja, es ist ein Teufelskreis.

01:17:27: Es geht immer weiter rein, immer weiter rein.

01:17:29: Man sagt ja auch, wenn du so eine Phase hast, Ist das Beste, was du machen kannst, eigentlich rausgehen, Leute treffen, Freunde treffen.

01:17:36: Weil du dann wirklich wieder rausgeholt wirst.

01:17:38: Und das ist so was, was ich schon auch erleben durfte.

01:17:42: Da hat man sich wirklich mal aufgerefft, mit Freunden getroffen.

01:17:46: In dem Fall jetzt mit meinem besten Freund.

01:17:48: Also, falls du das hörst.

01:17:49: Der muss greffen.

01:17:50: Genau.

01:17:51: Falls du das hörst, noch mal danke an dich.

01:17:54: Schau da nach Greffen.

01:17:55: Genau.

01:17:55: Schau da dann Ule.

01:17:57: Schau auch dann Ule.

01:18:00: Ja, und das kann einiges machen so.

01:18:02: Ich hatte echt mal ganz schlimme Phasen, wo es dann auch echt eine falsche Richtung ging, sagen wir mal so.

01:18:09: Ich will nicht ins Detail gehen, da jetzt genau, aber es ist schon dann ja sehr, sehr düster.

01:18:15: So sehr, sehr, sehr düster.

01:18:16: Und dann trifft man sich einmal mit dem so.

01:18:18: Und das ist meistens dann auch so der Schritt, den der einen dann irgendwie wieder raus holt.

01:18:24: Man erzählt ihm das noch.

01:18:25: Ich habe ihm alles erzählt und gesagt, ey, egal.

01:18:27: Es geht gar nicht gut.

01:18:28: Es ist total... Man fühlt sich halt wie ein Haufen Scheiße.

01:18:33: Man sagt das, da haben wir das auch gesagt.

01:18:34: Ja, für mich wie ein Haufen Kacke, so dies und das.

01:18:40: Es ist so schwierig, Worte zu fassen.

01:18:41: Merkst du das auch so?

01:18:42: Nee,

01:18:43: ich finde, du fassst das ganz gut in Worte.

01:18:45: Ich finde, ich kann das sehr... Ohne, ohne dass ich das kenne.

01:18:50: Ich bin ja nicht depressiv.

01:18:51: Aber ich höre zu und ich merke... dass sich da so ein Bild auftut, wo man das ein bisschen versteht.

01:18:58: Okay, aber das ist ja gut so.

01:19:00: Ja, klar.

01:19:01: Aber so ist es halt.

01:19:02: Und wie gesagt, das Tollwitzkreis, es geht immer weiter runter und es gibt irgendwann so einen Punkt.

01:19:09: Ich hatte den leider schon öfters so.

01:19:12: Leider schon öfters, wo man dann auch so das Leben in Frage stellt.

01:19:17: Das ist immer sehr gefährlich, wenn du dich selber fragst, warum bin ich denn jetzt hier?

01:19:21: Warum überhaupt so?

01:19:23: Was ist meine Aufgabe hier?

01:19:24: Was mache ich hier?

01:19:24: Warum bin ich noch hier?

01:19:28: Ja und ab dem Punkt muss man wirklich sagen, wird es noch gefährlich.

01:19:31: Also ich hatte jetzt nie irgendwelche Gedanken mir selber etwas anzutun.

01:19:36: Oder wusstest du schon, dass das nicht die Lösung ist?

01:19:42: Aber wenn du dann ab dem Punkt, sagen wir mal, ab dem Punkt nicht daraus kommst und dann nicht wirklich in eine Initiative ergreifst und dir selber sagst, Digger, jetzt trete dich mir selber in den Arsch und treff mich mit dem und dem.

01:19:54: Und zieh mich irgendwie aus dem Loch.

01:19:56: Wenn du da weiter liegen bleibst, ich glaube, dann kann es sehr, sehr kacke werden.

01:20:00: Ich hab auch Freunde, die auch schon etwas älter sind, bei denen dann

01:20:07: ja

01:20:08: Freunde wiederum von denen das dann auch halt gemacht haben.

01:20:11: Die leben heute nicht.

01:20:12: Nein.

01:20:14: Das ist echt ja eine Sache, weil die man viel zu wenig redet, auf jeden Fall, wodurch ja auch eine Angst entsteht, darüber zu reden.

01:20:23: Also viele haben eine Angst darüber, dass dass sie irgendwie für was anderes gehalten werden, als jetzt sagen wir mal jemand normales, was es nicht gibt, weil auch jemand mit Depression ist ein ganz normaler Mensch.

01:20:39: Und ich glaube, wenn man darüber öfter redet oder die besagten Personen darüber öfter geredet hätten, hätte es sie vielleicht heute noch gegeben.

01:20:46: Deswegen muss man, wie ich sagen, gibt es mich auch noch, weil da halt Leute waren, die zugehört haben, denen man das erzählen konnte.

01:20:56: Gott sei Dank,

01:20:57: Mann.

01:20:57: Auf jeden Fall.

01:20:58: Auf jeden Fall.

01:20:59: Wir sind

01:20:59: ja auch eigentlich Nachbarn, also du kannst dich auch jederzeit bei mir melden,

01:21:02: ne?

01:21:02: Ich danke dir.

01:21:03: Ich danke dir.

01:21:04: Ich bin zwar weiss Gott kein unbeschäftigter Mensch, aber für so was sollte man sich immer Zeit nehmen, wenn es irgendwie ein Problem gibt.

01:21:12: Auf jeden Fall.

01:21:14: Auf jeden Fall.

01:21:14: Und ich weiß nicht, vielleicht hört ja auch der eine oder andere irgendwie zu, der auch ein oder ähnliche Probleme hat so.

01:21:23: Und vielleicht.

01:21:25: Vielleicht

01:21:26: bringt das ja irgendwie dazu.

01:21:28: Vielleicht, wenn jemand diese Folge hört und hat gerade eine Scheißphase, vielleicht bringt es die Person halt dazu, vielleicht zu sagen, sich zu melden.

01:21:37: Hoffen wir es, hoffen wir es.

01:21:38: Hundertpro.

01:21:39: Also ich meine, meine Frau hatte auch unter der Passion gelitten.

01:21:44: Das wissen die meisten nicht, weil sie genau das Gegenteil ausgestrahlt hat.

01:21:47: Aber wenn sie draußen und unterwegs war, genauso wie du auch, glaube ich, strahlen die menschen oft irgendwie genau das gegenteil aus irgendwie so ein netter lieber mensch teilweise auch eher sage ich mal drüber irgendwie so sage ich mal auch mal sehr euphorisch und so.

01:22:06: aber die phasen wo du den menschen nicht siehst in dieser zeit musst du dir halt sorgen machen und ich habe meine frau natürlich zum beispiel auch gesehen als sie nicht hier draußen rum gesprungen ist oder im hauset war und Dementsprechend weiß ich auch, was du meinst.

01:22:25: Das ist nicht dieses klassische Bild.

01:22:30: Also jemand mit Depression ist nicht die reine Tränendrüse.

01:22:35: Gar keinen Fall.

01:22:36: Sogar oft im Gegenteil.

01:22:37: Also vielen merkst du es halt nicht an.

01:22:41: Vielen merkst du es nicht an.

01:22:42: Also hätten wir nie darüber geredet.

01:22:44: Hättest du es mir angemerkt?

01:22:46: Glaub ich nicht.

01:22:47: Nee, weil ich dich ja immer nur einen begrenzten Zeitraum sehe.

01:22:51: Also ich sehe dich, wenn du hier ins Haus kommst und so weiter und sofort, wenn du das niemals erwähnt hättest.

01:22:58: Nein, natürlich wäre ich nicht drauf gekommen.

01:22:59: Die meisten Leute machen sich auch kein Bild.

01:23:00: Die denken, Leute, die hier auf Gilead IV sind, das ist die Psychiatrie hier in Bielefeld, sind alle bescheuert.

01:23:06: Die sind alle bekloppt oder was auch immer.

01:23:07: Das sind ganz normale Menschen.

01:23:10: Leute, die am Bahnhof enden.

01:23:12: Ich habe auch einen guten Freund, der jetzt zum Beispiel auch gerade in der geschlossene ist, irgendwie Entzug und so weiter, ist da angesagt.

01:23:19: Und so ein Kartenhaus kann ganz schnell zusammenbrechen und dann bist du auf einmal am Bahnhof und alle denken, du bist ein Versager.

01:23:27: Dabei hast du vielleicht mal ganz normales Leben.

01:23:30: Das da machen sich die meisten.

01:23:31: Absolut,

01:23:32: absolut.

01:23:34: Das Problem ist halt, dass du es, bevor es zu spät ist, die Leuten einfach auch nicht ansiehst.

01:23:39: Du siehst es denn nicht an, weil niemand.

01:23:42: Niemand geht raus, wenn er dann mal rausgeht, der diese Krankheit hat.

01:23:45: Ja.

01:23:46: Und sagt, geht in den Laden und sagt, Leute, ich habe Depression.

01:23:50: Nein, das macht keinen.

01:23:50: Ich will

01:23:51: darüber reden.

01:23:52: Nein.

01:23:52: Nein.

01:23:52: Er ist genau das Gegenteil.

01:23:53: Du bist auch froh, in Gesellschaft zu sein, dann so.

01:23:56: Und du genießt das auch.

01:23:57: Dann willst du das Thema auch einfach nicht thematisieren.

01:23:59: So, dann willst du dich mit was Anderem beschäftigen.

01:24:04: Ja, aber ja, das ist ein Problem.

01:24:06: Das ist ein Problem, auf jeden Fall.

01:24:08: Und es sollte auf jeden Fall ... mehr Aufmerksamkeit bekommen.

01:24:13: und ja irgendwie, ich weiß auch gar nicht, was da für die Lösung ist, aber man muss die Leute dazu anreizen, dass sie reden.

01:24:22: Es gibt keine andere Möglichkeit.

01:24:23: Du kommst alleine nicht raus, du musst darüber quatschen.

01:24:25: Unbedingt.

01:24:26: Egal mit wem.

01:24:27: Selbst wenn es ein Nachbar ist, oder Scheiß drauf, Hauptsache du quatschierst.

01:24:30: Aber du machst das ja.

01:24:32: Das machst du ja, ne?

01:24:32: Ja, das

01:24:33: muss man aber auch lernen.

01:24:34: Ich habe das gelernt, so dass es halt die einzige Möglichkeit

01:24:36: ist.

01:24:38: Du musst Leute anschreiben und niemand.

01:24:40: Wirklich niemand, dem du sagst, ey, mir geht's nicht gut so.

01:24:45: Können wir mal ein bisschen quatschen so, ne?

01:24:47: Ich hab dies und das, grad mega die Scheißphase.

01:24:49: Niemand wird dich doch verurteilen und niemand wird sagen, ey, bist du bescheuer, was fällt dir ein, dich bei mir zu mähen, so.

01:24:56: Das wird doch nie passieren, so.

01:24:57: jeder, dem du das sagst, sagt doch sofort, Lega, komm her, so.

01:25:02: Lass dich mal drücken, lass mich

01:25:03: noch mal

01:25:04: quatschen.

01:25:06: Da hast du so

01:25:07: eine unberechtigte Angst, die man noch hat.

01:25:09: Weil man will auch die anderen dann nicht belasten damit.

01:25:13: Aber diese Angst ist irrational.

01:25:16: Das ist nicht real.

01:25:17: Es ist nicht real.

01:25:20: Du wirst nicht dafür verurteilt, wenn du das ansprichst.

01:25:23: Ja, aber es ist gut, dass du drüber sprichst und dass du auch anderen einen Rat gibst, das zu tun, weil es hilft dir ja

01:25:33: auch.

01:25:33: Unbedingt, dass das Einzige, was man machen kann, oder das Erste, was man machen kann.

01:25:37: Und das holt einen immer, immer.

01:25:40: Auch wenn man sich vielleicht nicht eingestehen will, es holt einen immer ein Stück weit erst mal raus.

01:25:44: So, dass man vielleicht am nächsten Tag früher aus dem Bett kommt.

01:25:50: Es ist nicht nach einem Gespräch alles geklärt, aber vielleicht redest du abends und es gibt dir Energie.

01:25:54: Und du denkst am nächsten Tag, okay, ich stehe um zwölf Mittags auf und lieg nicht bis vier im Bett, sondern vielleicht nur bis drei.

01:25:59: Und das ist schon ein Schritt, das ist eine Stunde mehr, die du vom Tag hast.

01:26:03: Und dann step by step.

01:26:06: Also ich weiß noch wie heute, als Robert Enke sich suizidiert hat.

01:26:11: Der Torwart, der irgendwie so der Held war und der Macher und Nationaltorwart und was weiß ich nicht.

01:26:17: Das hat für mich auf jeden Fall einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

01:26:20: Da warst du, glaube ich, zu jung.

01:26:22: um das irgendwie mitbekommen zu haben, aber

01:26:25: der

01:26:25: Typ hat... Also das habe ich so eng verfolgt, weil mich das einfach so geflasht hat.

01:26:31: Weil ich immer dachte so, die Leute, die so in der Öffentlichkeit stehen, die so Sportler sind und sage ich mal so Gewinnertypen und ich meine, der Typ hat kurz bevor er sich von zu geworfen, hat er noch ein Interview gegeben.

01:26:47: Er ist nichts und hat eine starke Leistung im Profifußball abgeliefert.

01:26:51: Ich sag doch, merkst du es den Leuten nicht an?

01:26:53: Du merkst es den Leuten nicht an.

01:26:55: Und da ist für mich auf jeden Fall irgendwas Klicke gemacht in dem Moment.

01:26:58: Zumal ich auch einfach Menschen in meinem Umfeld habe, die diese Probleme auch gehabt haben und so weiter.

01:27:08: Ohne selbst zu haben, damit ich mich mache drei Kreuze, das will keiner haben.

01:27:14: Aber auch

01:27:15: die Art und Weise, wie dann jemanden absoluter in der öffentlichen absoluter gewinner typ ist.

01:27:21: vielleicht krasse schwächen hat die weil ich meine wie oft sehe ich dich in einer woche?

01:27:26: wir beide sehen uns vielleicht mal drei stunden mal sechs stunden mal zehn stunden.

01:27:30: es kommt drauf an.

01:27:32: aber wie viele stunden hat denn eine woche so wie viel du jetzt am tag da in dein bett liegt sondern die decke guckst?

01:27:39: das krieg ich ja nicht mit

01:27:41: zumindest nicht wenn Ich's dir nicht sage.

01:27:43: Wenn du es mir sagst, wenn du offen drüber gehst, ist was anderes.

01:27:46: Aber in diese Zeit durchleidest du ja alleine.

01:27:49: Und vielleicht sagt deine Pflegemutter, sagt vielleicht, ich komm von der Arbeit, Junge, du liegst immer noch im Bett.

01:27:58: Keine Ahnung, solche Sprüche.

01:28:00: Was natürlich auch nachvollziehbar ist.

01:28:02: Die denkt ja auch so, Mensch, der Junge muss doch früher ausstehen.

01:28:06: Oder der muss doch jetzt einen Beruf ergreifen.

01:28:09: Oder der muss doch jetzt irgendwie eine Ausbildung.

01:28:11: Oder... Das sind ja natürliche Gedanken.

01:28:13: Alle Leute, die dich lieben, werden sich denken, das ist nicht gut, wenn er bis fünfzehn Uhr im Bett liegt.

01:28:22: Ist ja auch wirklich nicht gut.

01:28:23: Nein, ist es nicht.

01:28:25: Aber es steckt natürlich eine Geschichte dahinter.

01:28:27: Aber umso geiler oder was für ein Geschenk, dass du diese Leidenschaft hast mit der Musik und das Talent dazu.

01:28:34: Da kannst du viel drin verarbeiten.

01:28:37: Es ist auf jeden Fall immer ein Anlass aufzustehen.

01:28:42: Kein Antrieb hat.

01:28:43: und dann denkt man sich so kommen, setz dich einfach hin, ne?

01:28:46: Ne?

01:28:47: Gitarre in der Hand und versuch hier irgendwas.

01:28:50: Ja, da hast du schon eigentlich den ersten Schritt mitgemacht.

01:28:54: Bis aufgestanden so.

01:28:57: Ich schäme mal vor, du hättest das nicht.

01:28:59: Ja, eine Katastrophe.

01:29:01: Ich hab heute noch witzigerweise in dem Podcast.

01:29:05: Gab's einen Format, da stand die... beiden Podcasts, was ich gegenseitig frage, und da hieß es, wie viel, also was für einen Betrag an Geld müsste man dir bieten, damit du mit dem aufhörst, was du liebst.

01:29:18: Und ich habe mich damit beschäftigt, und es gibt bei diesem Geldbetrag keine Grenze so.

01:29:22: Und ich könnte jetzt sagen, okay, gib mir eine Milliarde Euro.

01:29:27: Eine Milliarde Euro.

01:29:29: Ja, schön, klar.

01:29:31: Und dann kannst du ja alles von kaufen, alles, was gibt so.

01:29:34: Aber ich dürfte nie wieder Musik machen.

01:29:38: Und wirklich ohne Scheiß.

01:29:40: Ich habe mich schon lang damit beschäftigt.

01:29:42: Ich dachte mir so, ja, okay, eine Milliarde ist schön.

01:29:44: Aber ich glaube, Musik machen ohne Geld zu haben ist geiler als eine Milliarde zu haben und keine Musik zu haben.

01:29:50: Ich stelle mir das wirklich scheiß vor.

01:29:53: Deswegen sage ich, also hätte ich die Musik nicht für's gar nicht was abgehen würde.

01:29:58: Ich kann auch nur sagen, mach nie den Fehler dem Geld hinterher zu rennen, weil das macht nicht glücklich.

01:30:03: Das sind ganz andere Dinge.

01:30:05: Ja.

01:30:05: Ja, geile Erkenntnis.

01:30:07: Das sind ganz andere Dinge, die dich glücklich machen.

01:30:09: Hundert Prozent.

01:30:10: Hundert Prozent.

01:30:11: Ich habe auch da gemerkt, also klar, ich weiß nicht, wie es ist, eine Milliarde zu haben oder sagen wir auch mal zehn Millionen, zehn Millionen.

01:30:18: Also

01:30:18: finanziell abgesichert zu sein ist sicherlich eine schöne Sache, aber Freiheit ist das größte.

01:30:23: Eben.

01:30:24: So, wenn du nicht mehr das machen kannst, was dir wirklich liegt und was du wirklich liebst, was sind dann denn zehn Millionen Euro?

01:30:31: So.

01:30:33: Ernsthaft, so.

01:30:33: Ich meine, das sagen viele Leute, aber viele Leute, die auch wissen, wie es ist, Geld zu haben.

01:30:39: So, oder?

01:30:40: Ich kenn so ein paar Leute, die echt viel Geld haben, aber sind die glücklicher?

01:30:44: Du kannst dir von Geld halt einfach nicht alles kaufen.

01:30:46: Alles Materielle, ja, sicher.

01:30:48: Schön.

01:30:49: Du bist auch geil, ein schönes Auto zu fahren.

01:30:51: Sicherlich, ein geiles Haus zu haben.

01:30:53: Aber wenn du in diesem Haus sitzt und du guckst den ganzen Tag gegen die Wand, äh,

01:30:58: ja, das kann ich auch richtig abfangen.

01:31:01: Was hast du denn davon?

01:31:02: Falsche

01:31:03: Freunde.

01:31:03: Ja, ich habe mehr davon, dass ich in meinem Proberaum sitze, mit den typischen Atzen da Musik mache, dann kast ein helles Leere.

01:31:15: Mach mich

01:31:15: glücklich, den nächsten Tag auf, hab Kopfschmerzen, aber denke mir, war geil gestern.

01:31:20: Hab zwar immer noch kein Geld, aber wahrscheinlich nachher noch in der Kneipe haben wir ganz Geld ausgegeben.

01:31:25: Ich hab

01:31:26: auch gelernt, mit Schulden umzugehen.

01:31:27: Ja,

01:31:28: das ist

01:31:31: nur Geld.

01:31:34: So, wir machen gleich noch eine Schlussrunde, aber jetzt muss ich erst mal kurz noch mal zwei Bierchen zappfen.

01:31:39: Hey,

01:31:40: unbedingt, ich muss mal die Kille wieder befeuchten.

01:31:51: So Nick, wir haben auf jeden Fall jetzt hier erstmal eine Menge Themen behandelt.

01:31:56: Richtig.

01:31:56: Gut und schlecht.

01:31:58: Highs und lows.

01:32:04: Abschließend wollte ich... dich noch fragen, wenn du jetzt deinen Rockstar-Leben verwirklichen kannst.

01:32:10: Dann kannst du ja auch nicht mehr unerkannt über die Straße laufen.

01:32:13: Ja, wenn es halt so kommt, ja, dann ist

01:32:16: das so, ja.

01:32:17: Stell dir mal vor, hier an der August-Bibel-Straße bildet sich so eine Traube, Menschen-Traube, wenn Nick Camper aus dem Haus geht.

01:32:26: Ja, der schon, ich find's schon irgendwie ganz geil.

01:32:30: Du musst doch gar nichts draus machen, ja.

01:32:33: Ja, das ist cool.

01:32:36: Das wäre sozusagen, du setzt ja, wie beim Roulette, alles auf eine Farbe quasi.

01:32:45: Manche würden sagen, es ist dumm, vielleicht auch aber ich tue es ja.

01:32:51: Weil du einfach gemerkt hast, es ist normale Arbeitswelt, normales Arbeitsleben.

01:32:55: Da haben wir ja was gemeinsam.

01:32:59: Wenn ich nicht aus dem Haus gehe, verdiene ich auch kein Geld.

01:33:00: Ich

01:33:01: würde das gar nicht mal so sagen.

01:33:03: Also ich würde das gar nicht mal auf eine normale Arbeitswelt jetzt beziehen, sondern ich glaube auch selber von mir, dass ich Musik einfach am besten kann.

01:33:13: Also ich setze mich an Schreibtisch und kann da... Das muss man auch können.

01:33:17: Man muss auch seine Gefühle in Zungen packen können.

01:33:20: Man muss dann Ventil haben und das geht halt so.

01:33:25: Also das ist wirklich das, was am besten so geht.

01:33:28: Also ich glaube, ich wäre halt in anderen Jobs, sag ich mal, einfach nicht so gut wie in dem, was ich jetzt gratue.

01:33:33: Und das ist einfach das, was er meistens Bock macht, was mir am besten liegt, oder?

01:33:38: Deswegen alles auf eine Karte, ja.

01:33:39: Ja, vergesst mich nicht, wenn du in zwanzig Jahren hier millionärisch bist.

01:33:42: Nein.

01:33:43: Doch nie weiß.

01:33:44: Dann halt das Hausit am Leben.

01:33:45: Ich bin dann wahrscheinlich am Struggle.

01:33:49: Liam Gallagher geht immer noch in die Kneifen.

01:33:51: Immer noch in die Kneifen.

01:33:52: Der fährt auch noch mit dem Fahrrad mit seinem Hund durch die Gegend.

01:33:56: Ist er dein Hero?

01:33:58: Liam Gallagher?

01:33:58: Nein,

01:33:59: nein, nein.

01:33:59: Er ist ein cooler Typ.

01:34:00: Also ich finde seine Philosophie, was Kneipen und Biertrinken angeht, sehr gut.

01:34:05: Er hat ja mal gesagt, you go at least for ten.

01:34:09: Geht's nicht for one.

01:34:11: You don't go for one.

01:34:12: Who goes for one?

01:34:13: Geiles Interview.

01:34:15: Hast du daher die zehn Bier, die du immer trinkst?

01:34:18: Das

01:34:18: kommt daher.

01:34:19: Ich fand das hier wie geil, weil er sitzt.

01:34:21: Auch echt ohne Scheiß, wie wir.

01:34:23: Das ist, glaube ich, unsere Radiostation.

01:34:26: Er wird da interviewt und ... Dann, er steigert sich auch voll da rein.

01:34:30: Er sagt so, ja gehst du in eine Kneipe, treffst dich mit deinem Kollegen, dann sagt er dir, ja komm, ich hab heut nur eins.

01:34:38: Und dann sitzt du dann da und trinkst dein Bier.

01:34:40: und dann erzählt er, ja mein Hund ist gestorben, aber ich hab mein Bier jetzt leer, bis morgen.

01:34:44: Da gibt keinen Sinn.

01:34:46: So, keiner geht schliess, fast mindestens zehn.

01:34:49: Das hat Benjamin von Stuckrad Barre übrigens auch gesagt.

01:34:53: Den kennst du auch?

01:34:53: Ja, er hat gesagt, er sieht auch den... Punkt von ein Biernächer geht immer für zehn.

01:34:58: Das habe ich irgendwie so übernommen.

01:35:00: Ich bin

01:35:00: auch nie für ein Bier eine Kneipe gegangen.

01:35:01: Nee, macht man ja auch nicht.

01:35:03: Und im besten Fall versagt man dann und trinkt dann halt zehn.

01:35:05: Das war nicht so gesunde.

01:35:06: Und

01:35:07: ich gehe auch nicht alleine in eine Kneipe.

01:35:08: Ich gehe nie alleine in eine Kneipe.

01:35:10: Das musst du mal machen.

01:35:12: Muss ich irgendwann mal machen.

01:35:13: Also das klingt vielleicht nicht so einladend, aber setz dich mal dahin und guck dir einfach an, was passiert.

01:35:18: Ganz einfach.

01:35:19: Das Problem ist, ich habe gar keine Lust, dass ich einen Arschloch nehme.

01:35:24: Kann auch passieren.

01:35:25: Deswegen so eine einsame Seele aus der Ecke auf einmal aufsteht und sich neben mich setzt und mir auf

01:35:29: den Sack geht.

01:35:31: Da muss ich weg.

01:35:31: Das

01:35:32: ist besser als jeder Film.

01:35:34: Ich kann es dir versichern.

01:35:36: Und Liam Gallagher gibt ja auch legendäre Interviews.

01:35:40: Da sind wir ja wieder beim Thema.

01:35:43: Irgendwann sitzen wir hier gerne und.

01:35:47: Wir schimpfen uns eigentlich nur noch.

01:35:48: Ja.

01:35:50: Die

01:35:50: berühmbritischen

01:35:52: vielleicht.

01:35:56: The fucking geezer.

01:36:00: You fucking

01:36:07: wanker.

01:36:11: Also, wo schlapst du das eigentlich auf, wenn ein Liam Gallagher wieder einen raus haut?

01:36:17: Bei TikTok oder?

01:36:18: Bei Insta.

01:36:19: Also, als ich auf Tour war, das natürlich ganzen Instagram-Seiten voll mit dem und Interviews zum Laden, das war so geil.

01:36:26: Giza ist ja eigentlich ein betagter Herr.

01:36:29: Ein alter Herr oder ein alter Typ, alter Kerl irgendwie.

01:36:32: Etwas

01:36:33: betagter Herr.

01:36:35: Und er sitzt in irgendeinem Kindergarten und redet mit den Kindern.

01:36:40: Und er haut dann so nebenbei raus.

01:36:42: Er erlaubt irgendwas an die Joghisa.

01:36:45: Ja, Joghisas.

01:36:46: Zu den kleinen Kindern.

01:36:47: Das war so geil.

01:36:50: Und Busa ist halt eine Kneipe.

01:36:52: Busa

01:36:52: ist ein Seifer.

01:36:53: Ja,

01:36:53: Busa oder eine Kneipe halt.

01:36:56: Wo sich halt so ein Seifer war.

01:36:57: Stimmt, der Busa ist gerade

01:36:59: die Lokalität, wo die Leute halt saufen.

01:37:01: Ja, wo halt die Busa ist dann Busa.

01:37:03: Ja,

01:37:07: ich fand die Wörter geil.

01:37:08: Ja, ich feier das, wenn wir hier sitzen und uns einfach überlegen, wie viele britische Schimpfwörter es gibt, die mit fucking beginnen, fucking boosern, fucking tweet, fucking doughnut, fucking moron.

01:37:21: Ja, so bestehen ja auch ab einem gewissen, an einer gewissen Zahl an Karlsberg auch die Gespräche nur noch daraus.

01:37:30: Ja, klar.

01:37:31: Zumindest für eine Minute.

01:37:33: Du

01:37:33: hast sie letztens hier auf eine Tärmaschine gesetzt, die zufällig von meinem Eingang gepackt hat.

01:37:37: Ja,

01:37:37: das verstehe ich auch bis heute nicht.

01:37:38: Warum?

01:37:39: Man, eine Tärmaschine vor dem besagten Bußerpaar.

01:37:45: Das ist so bescheuer.

01:37:46: Da kannst du auch direkt dran schreiben, Kletter auf mich drauf,

01:37:51: Schlüssel

01:37:51: steckt, mach was du willst.

01:37:52: Fahr

01:37:53: los, Tär die Straße.

01:37:54: ...

01:37:55: die Straße hoch fährt, steht da oben noch ein Banger, ne?

01:37:59: Es ist einfach ... ... es ergibt keinen

01:38:00: Sinn.

01:38:01: Nee, du

01:38:01: scherz keine ... ... Tärmaschine vor der Kneife.

01:38:04: Nein,

01:38:04: aber die Tärmaschine ... ... die Tärmaschine stand hier ... ... und ich habe auch Fotos von Nick, ... ... wie er in der Tärmaschine sitzt ... ... um zwei Uhr nachts.

01:38:11: Herrlich.

01:38:12: Ja.

01:38:12: Herrlich.

01:38:13: Also Leute, folgt uns auf Instagram ... ... let'smeet.knipenpodcast.

01:38:17: Da poste ich auf jeden Fall natürlich ... ... wie immer unser ... ... Bild von heute ... ... das Bild von Deiner Hand.

01:38:25: Ja, und das Gesicht dazu.

01:38:27: Das

01:38:27: Gesicht dazu.

01:38:28: Und aber auf jeden Fall auch das Bild von Nick auf der Thermaschine.

01:38:31: Machst du das?

01:38:33: Ja, komm, fang mit.

01:38:33: Wenn du die Freigabe erteilst.

01:38:35: Ich gehe dich, es ist so lustig.

01:38:37: Ja, es

01:38:37: ist mega.

01:38:38: So.

01:38:39: Und jetzt sage ich schon mal vielen Dank, Nick, dass du hier am Start warst.

01:38:43: Ein sehr interessantes Gespräch bisher, muss ich sagen.

01:38:46: Mit jemandem, der gerade mal zwanzig ist.

01:38:48: Dankeschön.

01:38:48: Wann hast du Geburtstag?

01:38:49: Am siebenzwanzigsten vierten.

01:38:51: Das heißt, du wirst erst nächstes Jahr... Einundzwanzig.

01:38:54: Richtig.

01:38:54: Dann bist du volljährig.

01:38:55: Endlich.

01:38:56: Ja.

01:38:57: Also international volljährig.

01:38:58: Das ist gut oder schlecht?

01:39:00: In deinem Fall würde ich sagen...

01:39:02: In Amerika auch Buu-Sand.

01:39:03: Dann kannst du auch in Amerika.

01:39:05: Du musst nur die braune Papiertüte darfst nicht vergessen.

01:39:08: Und in Südafrika wärst du auch erst mit einundzwanzig volljährig.

01:39:11: Ja,

01:39:11: das Spiel hier alles können rollen.

01:39:13: Ich muss erstmal den Flug leisten können.

01:39:14: Dafür muss ich noch ein paar Konzerte spielen.

01:39:16: Ja, dann lohnt sich das.

01:39:18: Und da können wir jetzt auch schon mal was antiesen.

01:39:20: Richtig.

01:39:21: Im April... wird Nick hier mit der Kill-Marcy-Band ein Konzert im Hauset geben.

01:39:26: Genau.

01:39:27: Am achtzenden vierten.

01:39:28: Achzehn der vierten.

01:39:29: Ein

01:39:29: schönes, freien, kleines Akustikset.

01:39:31: Vom Rom.

01:39:32: Wir freuen uns.

01:39:33: Wenn ihr nicht da seid, dann haben wir ein Problem.

01:39:37: Aber ihr werdet da sein.

01:39:38: Wunderprozent.

01:39:39: Alle kommen.

01:39:40: Alle kommen.

01:39:41: Zum Abschluss ballern wir jetzt nochmal das Intro.

01:39:43: Komm.

01:39:43: Und in dem Moment, wo das Intro läuft, stoßen wir nochmal mit unserem letzten Bier vom Pitchfaden.

01:39:48: Safe.

01:39:49: Machen wir.

01:39:50: Okay.

01:39:50: Hier kommt das Intro.

01:39:58: Liebe gewonnen, liebe verloren.

01:40:01: Ich pack das und ich kann das.

01:40:06: Und ich gehe auch gerne

01:40:07: entkneiden.

01:40:09: Let's meet

01:40:11: der Kneipen Podcast.

01:40:14: Wenn euch dieses Gespräch gefallen hat, freue ich mich natürlich riesig, wenn ihr meinen Podcast abonniert und auch gerne eine Bewertung dalasst.

01:40:23: Danke fürs Zuhören und bis zur nächsten Begegnung in meiner Kneipe.

01:40:27: Mit dem Nächsten.

01:40:28: Spannenden Gast.

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